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von Kittlitz
Ernsthaft wünscht sich wohl niemand den Weltuntergang, aber der Gedanke an eine Katastrophe, nach der alles anders ist und neu, hat etwas Reizvolles. 1914 sind die Leute auch singend und feiernd in den großen Krieg gezogen, weil sie hofften, dass nach diesem Gewitter in ihren Köpfen wieder Klarheit herrschen würde, eine verloren geglaubte Einfachheit. http://www.faz.net/aktuell/politik/hoffnungen-fuer-2012-der-gordische-knoten-11586804.html
Wer, wie der Alard von Kittlitz, "Gedanken" wie diese in der FAZ formuliert, der muss sich vermutlich ziemlich gut auskennen mit dem Gewitter, bzw. mit der Einfachheit in den Köpfen. Und dass man sich mit einem solchen kräftigen Hirnriss "Gewinner des Axel-Springer-Preises 2011" nennen darf, passt auch ziemlich gut ins Bild. Und dass weiterhin ein Studium der Philosophie, Geschichte und des Managements in Berlin, Paris und Cambridge auch nicht weiterhilft, wenn eh schon alles zu spät ist, leuchtet ein.
Wenn man dann aber auch noch, wie heute geschehen, einen Artikel fürs Feuilleton der FAS lesen muss, der die Sätze enthält "Kennen Sie Gangnam Style? Natürlich kennen Sie Gangnam Style. Die ganze Welt kennt Gangnam Style, von Psy. ... Das hier ist auf andere Weise besonders! Man kann zum Beispiel gar nicht sagen, was Gangnam Style eigentlich genau war. Ein Video oder ein Song oder ein Tanz oder ein Witz? Alles zugleich! Wie ein Knallbonbon bunt, und Psy, dieser koreanische Künstler, hatte immer so eine unglaublich gute Laune! Man kann über Gangnam Style fast nur mit Ausrufezeichen schreiben, so ein gutes Produkt war das", dann kann man doch nur froh sein, wenn man, entgegen der zu Beginn frech aufgestellten Behauptung, dieses Video, diesen Tanz, diesen Song, bzw. diesen Witz gar nicht kennt, oder?