Beim Histamin geht es nicht darum, ob ein Lebensmittel Histamin enthält, sondern wie viel Histamin es enthält. Es gibt viele Listen im Internet, bei denen jedes einzelne Lebensmittel + Histamingehalt aufgelistet ist. Ich gebe euch hier einen Link, der mir von der Klinik empfohlen wurde, in der ich war:
http://www.mastzellaktivierung.info/downloads/foodlist/11_FoodList_DE_alphabetisch_mitKat.pdf
Außerdem möchte ich euch noch einen groben Überblick geben, welche Lebensmittel tabu sind und welche nicht, damit man nicht immer erst in der Liste nach schauen muss.
Generell gilt: alles was irgendwie gegoren ist, schimmelt oder haltbar gemacht wurde hat einen sehr hohen Histamingehalt. Außerdem auch alle getrockneten, geräucherten oder gepökelten Fleisch- und Fischprodukte. Hier mal eine kleine Liste, dass ihr euch vorstellen könnt, was man zumindest aus seinem täglichen Verzehr streichen sollte:
Rotwein, Alkohol generell (am histaminärmsten wäre eine Weißweinschorle oder ein helles Pils)
reifer Käse, wie Camembert, Schimmelkäse etc. (Mozzarella, Feta, und eventuell mal ein junger Gouda sind ok)
Essig, Essiggurken und alles wo er enthalten ist
Hefe (klingt vielleicht erst hart, backe aber jetzt immer selbst mein Brot mit Sauerteig und das funktioniert wunderbar!)
Tomaten, Tomatensoße und alle Produkte mit Tomaten
Erdbeeren und eigentlich fast alle roten Früchte (außer Johannisbeeren und Kirschen)
Zitrusfrüchte und alles was sauer ist, Kiwi, Weintrauben etc.
Schokolade, Kakao und alles was damit zutun hat
Kaffee, da ist Espresso noch am besten geeignet (Filterkaffee ist tabu)
die meisten Farb- und Konservierungsstoffe, die vor allem in Fertiggerichten enthalten sind
Das klingt vielleicht erstmal erschreckend, aber letzten Endes kann man, wenn man gut auf seinen Körper hört, ein Maß finden, bei dem man nicht ganz verzichten muss. Ich zB kann ganz gut auf Schweinefleisch, Käse und Zitrusfrüchte verzichten, gönne mir aber dafür hin und wieder ein Stück Schokolade (sollte halt nicht gleich eine ganze Tafel sein). Falls ihr die Diät ausprobieren wollt, wünsche ich euch viel Erfolg! Wenn ihr das ganze ein bisschen professioneller machen wollt, scheut euch nicht euren Arzt oder einen Ernährungsberater hinzuzuziehen.