Ab Mitte März findet man uns an einem historischen Ort in Berlin-Wannsee: Den ehemaligen Stallungen des “Eisernen Gustav”.
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Ab Mitte März findet man uns an einem historischen Ort in Berlin-Wannsee: Den ehemaligen Stallungen des “Eisernen Gustav”.
It´s the economy stupid.
Wer nicht schleichend in die Altersarmut "rutschen" möchte, muss sich immer wieder bewusst machen, dass das Tagesgeld (bzw. Sparbuch, konv. RV ...) keine Lösung ist - sondern ein ziemlich großes Problem mit einem enorm hohen Preis!
Es fühlt sich leider nur nicht so an, weil man ja immer die gleichen Zahlen auf dem Kontoauszug sieht, man keine sichtbaren "Schwankungen" ertragen muss - und auch keine Entscheidung treffen muss.
Wie ein Betäubungsmittel lindert ein Tagesgeld vielleicht den Schmerz, setzt aber nicht an der Ursache an: Die Rendite liegt immer unterhalb der realen Preissteigerung und macht den Anleger schleichen ärmer. Wie der "Frosch im Kochtopf" spürt man aber nicht, dass das Wasser immer wärmer wird bis es schließlich siedet.
Die Lösung ist eigentlich einfach - und dennoch in der Realität schwer für die allermeisten Anleger umzusetzen.
Man muss sich bewusst machen, das jeder Wertzuwachs (jede Rendite) zuerst erwirtschaftet werden muss. Und das geht nur in der Wirtschaft - "It´s the economy stupid" bringen es die US-Amerikaner auf den Punkt.
Woher kommt eigentlich Rendite?
- Die Rendite einer konventionellen Rentenversicherung kommt zum großen Teil aus Staatsanleihen. Der Staat zahlt die Zinsen der Festverzinslichen Anleihen mit Steuereinnahmen, die er in der Wirtschaft generiert. Entweder über Einkommens- oder Lohnsteuer (oder die anderen unzähligen Steuerarten)
- Der Zins eines Tagesgeldes kommt ebenso aus der Wirtschaft: Die Banken verleihen kurzfristig angelegtes Geld langfristig (z. Bsp. an Häuslebauer), die Ihre Zinsen wiederum aus Einkommen bezahlen, das aus der Wirtschaft kommt.
- Selbst die Einkommen & Pensionen von Beamten bzw. Angestellten im öffentlichen Dienst kommen zu 100% aus Steuereinnahmen des Staates, nämlich aus Einkommens- und Unternehmenssteuern.
- Eine Rentensteigerung der DRV (Deutsche Rentenversicherung) kommt 1:1 aus den aktuell verdienten Gehältern der DRV-pflichtigen Angestellten, die in der Wirtschaft berufstätig sind.
- Der Vermieter, der Einkommen aus Vermietung und Verpachtung erzielt, bekommt sein Geld letztlich auch aus der Wirtschaft: Die Mieten werden aus Gehalt bzw. Pensionen und Renten bezahlt. Keine Wirtschaft, keine Miete!
- ...
Ohne Wirtschaft ist alles nichts!
Ohne Wirtschaft keine Steuereinnahmen, ohne Wirtschaft keine Beamtenpensionen, ohne Wirtschaft keine DRV-Rente, ohne Wirtschaft kein Tagesgeldzins, ohne Wirtschaft keine Anleihen-Rendite - ohne Wirtschaft: Nichts. “It´s the economy ....”
Wer das verinnerlicht hat (und konsequent handelt!) kommt nicht darum herum "sein Geld" direkt in der Wirtschaft anzulegen, sich also DIREKT am sogenannten Produktivkapital zu beteiligen und DIREKT die möglichst gesamte Rendite (ohne Umwege über den Staat bzw. irgendwelche Finanzkonstrukte etc.) zu erhalten.
Die Beteiligung am Produktivkapital (egal ob Aktien oder Anleihen) war noch nie so einfach & kostengünstig wie heute.
Mit acht bis neun ETFs kann man ein weltweit diversifiziertes Portfolio aufbauen. Die "Eier" liegen dann in so vielen Körben, dass es nachweislich sicherer nicht geht ("never put all eggs in one basket").
Entsprechend der eigenen, sogenannten Risikotragfähigkeit (welche Schwankungen lassen mich noch "ruhig schlafen" und passen zu meinen persönlichen Zielen), kann man auf Basis vergangener Wertentwicklungen den "Schwankungskorridor" auswählen, der zu einem passt - und erhält dafür eine Risikoprämie, die je nach Portfolio und Zeitraum, historisch immer über der Preissteigerung gelegen hat. Immer - die sehr unwahrscheinliche Ausnahmen bestätigen die Regel.
Wichtig ist dann - und daran scheitern die allermeisten Privatanleger - in Marktphasen mit Verlusten nicht auszusteigen sondern investiert zu bleiben und Verluste "auszusitzen". Nicht einfach, aber machbar. Belohnt wurde dies in der Vergangenheit immer! Market-Timing (bzw. aktives Fondsmanagement) funktioniert nachweislich und nach Kosten regelmäßig nicht.
Wer diese Anlage dann noch fortlaufend pflegt (kontinuierliches Re-Balancing, Anpassung des Risikos entsprechend dem Lebensalter, Optimierung von Steuern & Kosten) wird immer zu den relativ (also im Vergleich zu allen anderen Anlegern) besten 10 bis 20% aller Anleger gehören müssen.
Mischt man dann noch - als Sicherheitsnetz bzw. taktisch - physische Edelmetalle oder/ und vernünftige Immobilien mit bei, wird man mehr nicht tun können und müssen. Mehr geht nämlich nicht, wenn man nicht noch einen Wald oder ein Feld bewirtschaften möchte bzw. kann.
„Ein global diversifiziertes Aktienpaket ist die für Privatanleger langfristig rentabelste Anlageform”
1) Für eine langfristig solide Geldanlage eignen sich vor allem Indexfonds.
2) An der Börse gehandelte Indexfonds heißen Exchange-traded Funds (ETFs). Diese bringen auf lange Sicht höhere Renditen als teurere, aktiv gemanagte Fonds.
3) Banken und Fondsgesellschaften tun aber alles, um dies zu verschleiern, weil sie an ETFs kaum verdienen.
4) ETFs sind nicht nur kostengünstig, sie sind zudem einfach, transparent und sehr liquide.
5) Hüten Sie sich davor, die Nebenkosten der Geldanlage zu unterschätzen, denn diese fallen langfristig stark ins Gewicht.
6) Verzichten Sie darauf, den Markt schlagen zu wollen – das gelingt fast nie.
7) Von offenen Immobilienfonds, Private-Equity- und Hedgefonds sollten Sie sich fern halten.
8) Zu Ihrem persönlichen Index-Portfolio kommen Sie, indem Sie Ihr Geld in einen risikofreien und einen risikobehafteten Teil aufteilen.
9) Ermitteln Sie Ihre persönliche Risikotragfähigkeit. Welche kurzfristigen Schwankungen sind Sie - auch emotional - bereit zu tragen.
10) Kaufen Sie für den risikobehafteten Teil global diversifizierte Aktien-ETFs. Der risikofreie Teil kann in Anleihe-ETFs oder auch direkt in Staatsanleihen fließen.
SMARTe Finanzziele (Teil 5)
SMARTe Finanzziele (Teil 5)
Letzter Teil der Reihe “Wie vereinbare ich SMARTe Finanzziele” zum Thema “T” wie “Termin” oder “terminisiert”.
Wenn Sie für ein Ziel kein Enddatum setzen, werden Sie es nicht erreichen. Ohne Enddatum ist es auch schwer möglich, den Fortschritt zu messen und Maßnahmen zu ergreifen, wenn die Zielerreichung gefährdet scheint.
Wie auch im vorherigen Artikel zum Thema “Realistisch” schon geschrieben,…
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Mischfonds, Dachfonds oder doch lieber getrennt?
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In letzter Zeit sind die Mischfonds, also Fonds die in Aktien und Anleihen anlegen, bei den Käufern sehr beliebt geworden. Einen ähnlichen Trend gibt es auch bei Dachfonds, die in beide Assetklassen investieren können. Diese beiden Fondsklassen sind für Anlageberater natürlich sehr bequem, denn sie müssen sich nicht den Kopf über die Portfoliozusammensetzung zerbrechen. Die Beratung wird dadurch…
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