…oder auch Hormonyoga. Ich bin ja nun schon seit einigen Jahren ein Yoga-Fan und dachte bisher alle – zumindest hier in westlichen Ländern – ausgeübten Richtungen zumindest grob zu kennen. Von Kundalini, über Hatha, Bikram und in letzter Zeit auch gerne Dynamik Yoga habe ich schon einiges ausprobiert. Doch gestern bin ich auf den Begriff „Hormonyoga“ gestoßen. Hormonyoga? Davon hatte ich bisher nichts gehört. Bei meiner Recherche stellte sich heraus, dass ich auch (noch) nicht zur vorrangigen Zielgruppe dieser Yogavariante gehöre. Hormonyoga ist nämlich vorrangig zur Beeinflussung des Hormonhaushalts vor, während und nach den Wechseljahren sowie für Männer in der Andropause (besser bekannt unter Midlife Crisis) gedacht. Aber auch für jüngere Frauen und Männer mit Hormonstörungen kann Hormonyoga hilfreich sein. So dient es z. B. zur Linderung von Menstruations- und Zyklusbeschwerden sowie zur Unterstützung bei Kinderwunsch
Entwickelt wurde Hormonyoga von der Brasilianerin Dinah Rodrigues unter dem Begriff "Hormonelle YOGA-Therapie“. Es kann als natürliche Alternative zur konventionellen Hormon- und Hormonersatz-Therapie genutzt werden oder eine solche unterstützend begleiten. Eine wissenschaftlich anerkannte Studie über die Wirkungsweise dieser Hormon-Yoga-Therapie soll es auch geben, allerdings wurde diese Studie von der Begründerin selbst (!) durchgeführt und kann nur in ihrem Buch Hormon-Yoga (Schirner-Verlag) nachgelesen werden…
Hormonyoga ist eine Kombination aus Hatha- und Kundalini-Yoga ergänzt um tibetische Energieübungen. Es beinhaltet durchaus auch Aspekte des Dynamik Yoga, da die Übungen sehr dynamisch und schnell hintereinander ausgeführt werden.
Hormonyoga steigert nicht nur die Vitalität und das Wohlbefinden, sondern kann bei regelmäßigem Praktizieren schnell zu Verbesserungen der hormonellen Balance führen. Spezielle Atemtechniken wirken in Kombination mit gezielten, auf die Drüsen einwirkenden Körperhaltungen direkt auf das Hormonsystem und beeinflussen dieses positiv. Durch die einzelnen Übungen kann somit auf natürliche Weise die Hormonproduktion in den Hormondrüsen angeregt werden - bei Frauen das Östrogen in den Eierstöcken, bei Männern das Testosteron in den Hoden. Ein ausgeglichener Hormonhaushalt hilft auch gegen depressive Verstimmungen und Stresssymptome, daher eignet sich Hormonyoga auch super als Anti-Stress-Programm.
Also für alle, die ein Ungleichgewicht in Ihrem Hormonhaushalt auf natürliche Weise ausgleichen möchten, ist Hormonyoga sicher empfehlenswert. Vielleicht probiere ich es ja auch mal aus, wenn es soweit ist. J