Es ging […] auch um das Schicksal eines jungen Mannes aus Bangladesch, der als Teenager nach dem Herzinfarkt seines Vaters plötzlich für das Familieneinkommen verantwortlich war, auf Rat eines Freundes nach Tripolis ging, um dort Arbeit zu finden, und dort ein Jahr später mit einer Pistole an der Schläfe darauf hingewiesen wurde, dass in Libyen Arbeit und Lohn nicht unbedingt zusammengehören. Jedenfalls dann nicht, wenn man bei Arbeitsantritt seinen Pass abgeben muss und dann wie ein Sklave in einer Bäckerei schuftet, ohne Rechte und die Möglichkeit, sich an eine Instanz zu wenden, die einem helfen kann. Er floh, hatte ohne Ausweis aber Angst, ins Gefängnis gesteckt zu werden, wenn er sich bei seiner Botschaft melden würde. Er konnte nicht mehr zurück und vor ihm lag das Meer. Also stieg er in ein Boot.
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Anlässlich drei Jahre SOS Méditerranée













