Wer von den allgemeinen Möglichkeiten nichts wissen will scrolle gleich herunter zu „Alternativen“
Es gibt nicht nur, wie im Internet oft beschrieben, zwei Möglichkeiten nach Machu Picchu zu gelangen sondern eher hundert. Zunächst ein paar Fakten: Wer Machu Picchu, die Ruinen einer alten Inka Stadt auf dem gleichnamigen Berg besuchen will muss nach Aguas Callientes, dem Ort am Fuße von Machu Picchu zu dem keine Straße führt. Das Alles spielt sich hier im Hochgebirge ab, dennoch ist das Klima heiß und feucht. Wer Geld hat braucht nur nach Cusco kommen und alles regelt sich von selbst. Zwischen den Restaurants, Bars und Alpacaläden gibt es ca. eine Million Reisebüros und Wechselstuben... Auf den Straßen sprechen Vermittler jeden Vorbeigehenden auf ihre verschiedenen Tourvarianten nach Machu Picchu an. Man hat also die Möglichkeit eine Tor zu buchen. 100 US Dollar alles inklusive. Auch kann man von Cusco aus mit dem Zug nach , Aguas Calientes fahren. Die Preise hier reichen von 80 bis 700 US Dollar pro Person, ein wenig wenn auch nicht viel billiger fahren die Züge von Ollantaytambo aus, wo auch der Inka Trail und damit eine weiterer beliebter Weg nach Machu Picchu startet. Der Inka Trail (heißt tatsächlich so weil die Inkas ihn genutzt haben) ist eine mehrtägige Wanderung durch das Hochgebirge und den Dschungel nach Machu Picchu. Täglich werden nur eine begrenzte Anzahl Menschen auf der Strecke zu gelassen welche man nicht allein laufen darf, nur mit einem Guide und das ist, ihr ahnt es schon, teuer (und vermutlich sau anstrengend)um die 500 US Dollar kostet der Spaß für den man sich weit im Vorraus anmelden muss.
Wem das alles zu dem ohnehin schon hohen Eintritt von Machu Picchu, 128 Sol (ca. 45 Euro) für Erwachsene (Studenten mit Internationalem Studentenausweis zahlen die Hälfte) zu teuer ist der sucht so wie wir nach Alternativen. Die Tickets gibts im Kultur Ministerium einem nicht leicht zu findenden Ort in einer Seitengasse nach einer Tankstelle etwas außerhalb. Ausweise mitbringen!!! Einheimische zahlen im Übrigen sowohl für den Eintritt als auch den Zug nur etwa ein Zehntel.
Alternativen
Die günstigste Variante die wir finden konnten verlief über einen kleinen Ort namens Santa Maria von wo aus Colectivos nach Santa Teresa fahren oder gleich nach Hydroelectrica, dem naheliegensten, mit dem Auto zu erreichenden Berreich vor Aguas Calientes von wo aus man wieder Zug fahren oder eben laufen kann.
Vom Busterminal Quillabamba im Stadtteil Chicago fahren größere Lokalbusse für etwa 15-20 Sol nach Santa Maria, die Fahrt dauert ca. 6h. Schneller gehts mit dem Minivan für etwa 30 Sol in ca. 3h die Straßen um das Terminal sind voll von Anbietern. In Santa Maria warten dann die Fahrer um dich für 10 Sol nach Santa Teresa oder für 15 Sol nach Hydroelectrica zu bringen, viel günstiger wird man es wohl nicht bekommen natürlich gibt es strikte Preisabsprachen unter den Fahrern. Wir fahren 1 1/2 h nach Hydroelectrica. Sparfüchse laufen die halsbrecherische, schmale Schotterstrasse entlang auf der die Minivans und klapprigen Toyotas herumrasen um noch vor dem nächsten Erdrutsch die Straße passiert zu haben, ein Tagesmarsch. Alternativ läuft man von Santa Teresa aus was mit dem Auto immer noch eine halbe
Stunde dauert. Von Hydroelectrica aus geht es dann mit dem halbwegs erschwinglichen Zug oder entlang der Gleise nach Aguas Calientes. Es gibt einen langen und einen kurzen Weg. Wobei "Weg" nicht heißt dass da tatsächlich ein Weg ist. Es ist mehr ein Trampelpfad, meist läuft man auch auf den Gleisen. Es ist flach aber dennoch anstrengend, da schier endlos und ein schlechter Weg. Wir haben auf dem langen Weg drei Stunden gebraucht, andere sprachen von zwei Stunden. Wie kurz der kurze Weg ist wissen wir nicht. Im Januar herrscht hier Regenzeit es hat also auch die ganze Zeit gerregnet.