Dortmund Deathfest@Junkyard, 01.08.2025
Das Wetter war mal wieder mittelprächtig, weshalb wir erst kurz vor 16 Uhr das Festival betraten, aber immerhin in den Genuss von Severe Torture kamen. Das Festival war gewohnt gut besucht, doch leider auch etwas nass. Die Holländer spielten sogar was vom ersten Album und wurden direkt gut angenommen. Wie es aussah, spielten die Bands indoor meist eine halbe und außen eine Dreiviertelstunde. Innen wurde auch mehr Wert auf Slam und Grind gelegt, während outdoor der klassische Death Metal dominierte. Eine Überraschung auf diesem Festival war nach den üblich guten Deserted Fear für mich Teething aus Madrid. Es war indoor unangenehm warm, aber der philippinische, junge Sänger ließ sich bei krassem Grind und Death, der sogar mit Hardcore-Elementen gespickt war, durch die ganze Menge tragen und kletterte dann auch mal inmitten des Saals auf die Traversen. Zudem Circle Pit und alles, was das Extreme-Metal-Herz begehrte mit einer Menge Groove. Draußen ging es dann weiter mit Undeath und klassischem Death Metal. Kickte mich jedoch nach der guten Show von Teething nicht mehr richtig. Allerdings schon eklig-witzig, als der Sänger raushaute: "The next song is about fucking dead people." Aber immerhin war man sich in der Menge einig, dass neben Horror- und Kriegsthematiken in den Texten, diese Subkultur zu den friedlichsten Gesellen gehört. Indoor war es an diesem Tag irgendwie interessanter, denn auch Deadsquad aus Indonesien machte reichlich Wind. Ziemliches Geknüppel, aber spätestens mit dem letzten Song haben sie mich überzeugt, denn hier spielte mal einfach eine disharmonische, fremdartige Melodie auf. Auf der Hauptbühne dann noch mein heutiges Highlight mit den Dänen Illdisposed, die ich ja auch schon seit Anbeginn ihrer Karriere verfolge. Natürlich rasten die Leute bei "Something Is Rotten In The State Of Denmark" komplett aus und das Set wurde mit "Purity Of Sadness" erfolgreich beendet, nachdem sich die Band nach achtstündiger Autofahrt aus Kiel endlich dem Feierabend zubewegen durfte. Die Ansagen machte Sänger Bo Summer übrigens auf deutsch. Indoor ging es dann zu einer Band, bei der die Mitglieder fast wie Greise und unser Protokollant Adrian aussahen: Maceration. Der Sänger brauchte irgendwann auch mal eine Verschnaufpause. Sie gaben aber alles bei Death Metal mit Grindcoreeinlagen. War auch sehr sehenswert, obwohl ich mich bereits nach diesem zweiten Tag mal setzen musste, denn es wird schon anstrengend, wenn es auch noch so lange geht und man ja meistens steht. Der Sound des - meiner Meinung nach - nicht wirklichen Headliners Decapitated war, wie vor einigen Wochen noch indoor auf der Tour, mittelprächtig und etwas dumpf. Insgesamt wirkte leider auch die Performance und Show - im Gegensatz zu den echt guten Alben - eintönig. Indoor haben wir noch ein wenig Defeated Sanity geguckt, aber auch die Leute mieften mittlerweile zu sehr, und die Müdigkeit forderte Tribut. Man muss jedoch sagen, dass auch soundtechnisch dieser Tag indoor wesentlich geiler war. Typisch witzig: Zwei Leute holten sich dicke Platzwunden beim Diven oder Pogen und wollten lediglich ein Pflaster, weil sie nicht so lange im Krankenhaus warten wollten, wie die Ersthelfer empfahlen. Dann noch ein Abstecher in den örtlichen Stripclub, in den einige Belgier unbedingt wollten, aber dann wieder den Schwanz eingezogen haben beim Tittenalarm. War noch unterhaltsam.
The Official Decapitated Website. Decapitated is a Polish death metal band formed in Krosno in 1996. New album, Anticult, out now via Nuclea
TEETHING. 6,245 likes · 40 talking about this. MERCH/LISTEN/DOWNLOAD: www.teething.bandcamp.com/merch
The Official Decapitated Website. Decapitated is a Polish death metal band formed in Krosno in 1996. New album, Anticult, out now via Nuclea



















