Jain
Auf den Speisekarten in Restaurants in Mumbai gibt es häufig eine eigene Rubrik Jain Dishes. Sie sind veg und haben keine Zutaten von Gemüse, das unter der Erde wächst wie zB Zwiebeln oder Knoblauch. Damit wird das Gebot eingehalten, keine Lebewesen zu verletzen. Beim Arbeiten im Erdreich könnten Mikroorganismen verletzt werden. Und man verletzt eine Pflanze, wenn man sie ihrer Wurzel beraubt. Auch die Askese ist ein Lebensprinzip der Anhänger des Jainismus. So gehen die Männer ohne Kleidung, nur in ein Tuch gehüllt, in den Tempel. Und sie haben ein Tuch vor Mund und Nase gebunden, um nicht Insekten einzuatmen.
Der Sonntagmorgen im Jaintempel in Malabar Hill ist geschäftig und gleichzeitig sehr spirituell. Viele Menschen kommen, zeigen den Bronzen der verschiedenen Gottheiten auf vielfältige Art ihre Ehrerbietung und es scheint, als folgten sie dabei ihrer ganz eigenen Routine.
Der Jainismus hat seine Wurzeln im 5./6. Jh v. Chr. Er hat gegenwärtig gut 4 Mio Anhänger, fast alle leben in Indien, die meisten im Bundesstaat Maharastra, dessen Hauptstadt Mumbai ist.









