Ey Che, lass ma’ ein’ drehen Ob Blunt, ob Besen, ob Hasch, ob Haze Mach die Mischung auf Hand, Cho, gib mal Papes Egal ob Smoking Reds oder OCBs, lass rauchen
Haftbefehl
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Ich bin als Kind schon fünfmal gestorben Satan der Bastard wohnt in meiner Nase
Haftbefehl
Es gehört ja mittlerweile zum guten Ton seine Alben einige Zeit nach dem Release online zu stellen. Dem kommt nun auch Haftbefehl nach. Fans kommen ab sofort völlig kostenlos in den Genuss seines Anfang 2012 erschienenen Albums "Kanackis".
Die Top 20 Alben 2012 - Platz 20-16
Hallo und herzlich willkommen zum musikalischen Jahresrückblick auf Rapkritik! Bevor ich euch auf die Liste loslasse, noch eine Anmerkung: Normalerweise erhalten die Alben, die ich rezensiere eine Wertung auf einer Skala von 0.0 bis 5.0. Da jedoch jedes der hier aufgeführten Alben für sich gesehen werden muss und eine Bestenliste in Sachen Bewertungen ziemlich eintönig ausfallen würde, habe ich entschieden, dass eine Rangliste Bewertung genug ist. Doch jetzt erst mal viel Spaß mit dem ersten Teil meiner Jahresendliste und ein Danke an alle Leser!
20. Marteria / Yasha / Miss Platnum - Lila Wolken
Warum nur Platz 20? Naja, weil das hier eigentlich eine Liste der besten Alben sein soll und Lila Wolken nunmal eine EP war. Warum dann trotzdem ein Platz in dieser Liste? 5 Songs hin oder her, man kann gar nicht anders, als das Trio wenigstens zu erwähnen da ein Großteil des Rests nicht mal auf 3 gute Songs pro Album kommt. Mit "Lila Wolken" zauberte das Traumtrio im Spätsommer 2012 einen der Hits des Jahres und auch der Rest der EP muss sich nicht verstecken. Ob man in dieser Konstellation noch mal ein Album zu hören bekommt, bleibt fraglich, doch die Nachfrage ist in jedem Fall da.
19. Marsimoto - Grüner Samt
Marsi ist genervt. Genervt Von Casper, von Marteria, von Hypes allgemein. Zeit, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren: Gutes Gras, Becks, Absinth, Kermit den Frosch und überhaupt alles, was sonst noch grün ist. Halloziehnation wurde zum Instant Classic in der Weedhead-Gemeinde, während Zu zweit allein einen Schuss zu viel Marteria hatte und auch die Fans in zwei Lager spaltete. Grüner Samt kann also durchaus als das Marsi-Manifest verstanden werden, mit dem das dauerbenebelte grüne Männchen endgültig klar macht, wer es ist und wo es steht - nämlich auf der Seite der Außenseiter! Das gesamte Album wird regiert von der bereits im großen Juice-Interview angepriesenen "Outness". Die ist wahrscheinlich am treffendsten thematisiert in der Versagerhymmne "Für Uwe", äußert sich aber auch in Solidaritätsbekundungen gegenüber Indianern, Zigeunern und allerlei anderen Minderheiten wie auch Walen. Robben außen vor, weil zu Mainstream. Entsprechend von Amnesia Haze und Co beeinflusst sind auch die Instrumentals: Beats aus Störgeräuschen, Dubstepwobbles und riesigen Synthieflächen bilden die musikalische Untermalung für die Paranoia-Stories straight from Mars. Doch wie man dem Juice-Interview bereits entnehmen konnte, sind die Beats natürlich nicht so gut, weil Dead Rabbit, Kid Simius und Nobody's Face gute Arbeit gemacht haben, sondern weil Marsi sie gepickt hat. Auf die Dauer kann das Gebräu aus verkifften Stonergeschichten und Grime-Brettern auch durchaus Anstrengend werden, doch seien wir mal ganz ehrlich: wie viele Musiker halten denn wirklich gänzlich daran fest, gegen den Strom zu schwimmen? Ich für meinen Teil war schon glücklich, mal wieder etwas gehört zu haben, was man so nicht alle Tage auf die Ohren bekommt. Schlussendlich muss man sagen, dass Marsi sich wirklich alle Mühe gegeben hat, die Anti-Haltung konsequent durchzuziehen: ein einziges Promo-Interview, Vinylplatten, gnadenlos absurde Instrumentals und haarsträubendes Storytelling. Und trotzdem konnte ihn nichts vor Platz 3 in den Charts retten. Traurige Welt?
18. Meek Mill - Dreams and Nightmares
M-M-M-Maybach Music! Man kann sich noch so sehr über die frei erfundene D-Boy-Karriere von Rick Ross aufregen, eins muss man ihm lassen: seine Arbeit als Labelboss macht er mehr als gründlich. Nachdem er letztes Jahr schon die vor sich herdümpelnde Karriere von Wale auf Vordermann brachte, war 2012 nun Meek Mill an der Reihe. Diverse Studiologs, Features, Beiträge auf dem Labelsampler und das Dreamchasers 2-Mixtape, das allein auf Datpiff über 2 Millionen (!) mal runtergeladen wurde, brachten den Hype ausreichend zum kochen. Natürlich hat man die vorweg geäußerte Fehleinschätzung, einen Klassiker zu machen, nicht ernst nehmen können. Dennoch deutete alles darauf, dass mit Dreams and Nightmares kein vollständig generisches Streetrap-Album in die Läden kommen wird. Und tatsächlich ist die Platte zwar durchwachsen, wartet aber durchaus mit einigen Highlights auf. Mixtape-B-Ware wie "Freak Show" oder "Believe It" braucht man natürlich genauso wenig wie ein Kirko Bangz-Feature, doch wenn Meek Milly Jahlil Beats von den Reglern verscheucht und den Guntalk auf ein Minimum reduziert, weiß dieses Album durchaus zu gefallen. Wie etwa auf dem konzeptionell hervorragenden Titeltrack "Dreams and Nightmares" oder der pompösen Soul-Posse "Maybach Curtains", die als Anspieltipps auf jeden Fall genannt werden sollten. Und auch wenn Nas in Sachen Storytelling von niemandem geschlagen wird (wenn er grade einen guten Lauf hat), sind auch die Erzählerqualitäten des Rick Ross-Schützlings nicht zu verachten, wie es auf "Tony Story Pt.2" und "Traumatized" deutlich gemacht wird. Ob der Name Meek Mill noch eine Weile in den Billboard-Charts stattfindet, hängt davon ab, ob der Rapper in der Lage ist, sich künstlerisch weiterzuentwickeln, denn mit Dreams and Nightmares scheint er bereits an die Decke gestoßen zu sein. Für den Moment liegt mit dem Debüt allerdings ein solides Stück Futter für Itunes vor. I like this Maybach Music.
17. Odd Future - The OF Tape Vol. 2
"Odd Future: Rap's Jackass or True Genius?" ...betitelte das XXL-Magazine die OF-Coverstory im Mai. Ich sage: Bullshit. Schließt es sich etwa aus, Rap's Jackass und gleichzeitig wirklich genial zu sein? Wann war Jackass denn mal nicht... Okay, okay, kein gutes Argument. Aber nichtsdestotrotz: Wie kann sich diese Frage überhaupt noch stellen, wenn Earl Sweatshirt wieder am Start ist, Frank Ocean das Album des Jahres rausbringt und Tyler nach wie vor nichts von seinem Charisma eingebüßt hat. Wirf einen Blick auf den weißen Hintergrund dieser Seite. Siehst du die Ficks, die OF geben? Richtig! OFWGKTA gibt es jetzt zwar auch schon eine Weile, aber das ändert nichts daran, dass man nach wie vor konsequent seinen eigenen Film fährt und sich von außen nichts sagen lässt. Sollen die Majors doch betteln wie sie wollen. Natürlich klingt dann auch das zweite Tape nach Kraut und Rüben: Disses an alle Crewmitglieder im ersten Track, Ballade von Frank Ocean, vollkommen absurde Punchlines, zehnminütige Crew-Posse und so simpel wie geniale Titel - "We Got Bitches". Aber das ist im Grunde auch alles egal, wer bei der Chaoscrew nach wie vor nur spätpubertäre Allüren sieht, wird das Talent auch weiterhin übersehen, wer sie vorher geliebt hat, wird sie auch weiterhin lieben - denn man bekommt genau das, wofür man sich verliebt hat. Und auch wenn nur die Hälfte der Songs wirklich hörbar ist: man muss die Wolf Gang einfach lieben. Wäre ich 15, würde ich wahrscheinlich nichts anderes hören als den gnadenlos überzeichneten Fickfinger-Soundtrack aus LA.
16. Haftbefehl - Kanackis
Ende 2011 stürzen dank "Easy" sämtliche Chimperator-Server ab, bis 2012 auch noch der letzte Dorftrottel den Cro tanzt. Umso mehr Spaß hatte ich also an der zweiten Haftbefehl-Platte, von der ich mir erhofft hatte, dass es wieder richtig zur Sache geht. Und ich wurde nicht enttäuscht: 15 Tracks abgedrehte Hoodtales und Koksnasen-Humor, wie man ihn nur vom Offenbacher Baba bekommt. Ironischerweise hat das Album seinen absolut gruseligsten Moment, wenn Haft bei "Ich und meine Sonnenbrille" den Slang mal beiseite lässt und eine Hook auf Hochdeutsch einrappt. When you hear it, you'll shit bricks. Und da auch Haftbefehl mittlerweile nicht mehr ganz so abgebrannt ist, inzwischen in Darmstadt wohnt und es sich verhältnismäßig gut gehen lässt, hört man das "Kanackis" auch durchaus an. Denn im Gegensatz zum ersten Album ist die Welt nicht mehr ausschließlich schlecht und zwischen den brettharten Streetbangern wird es auch mal sehr entspannt. Etwa, wenn Hafti es sich mit dem hauseigenen Chaotenduo Celo und Abdi auf einem lässigen G-Funk-Beat gut gehen lässt oder sich mit Jan Delay im Studio zudröhnt. Textliche Kritik hin oder her, der Mann macht schlussendlich Gangsta-Rap, der seine Berechtigung hat. Nach einem schwer zu toppenden Erstlingswerk liefert Haftbefehl ein solides zweites Album ab, das sich durchweg gut hören lässt. Die Diskussionen über Glaubwürdigkeit von Gangster-Image und Nullen auf dem Konto überlasse ich dann doch lieber der Realness-Polizei.
Haftbefehl - Kanackis
Hafti hat ein neues Album released. Ich will es nicht schlecht machen, deshalb schreibe ich keine Review. Angehört hab ich mir sowieso nur die Ausschnitte von Amazon, da ich zu hart arbeite für mein Geld, als dass ich es Haftbefehl geben würde. Album scheint so kurzdurchgehört runder und stimmiger als sein letzter Release. Hätte er jetzt noch ne richtige Stimme, richtige Flows, richtige Texte und ein bisschen Inhalt wäre er gar nicht so schlecht. Äh ja.
Kaufts euch... oder besser nicht. Amazon
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