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Zusammenbruch
Nachdem Harry mit Draco den Keller besichtigt hatte, blieb er den Abend über im Büro und erstellte den Dienstplan für November. Vorne im Café saßen die MALOGs, die Gruppe der magielosen Geschwisterkinder, und unterhielten sich mit ruhigen, ernsten Stimmen. Aus dem Seminarraum 1 drang permanent Gelächter. Bei den Muggelfrauen ging es immer sehr fröhlich zu, wenn sie sich über ihre magiebegabten Partner austauschten. Harry hatte die Gruppenleiterin Sybilla vor ein paar Monaten ohne böse Absicht gefragt, ob die Damen überhaupt Probleme hätten, die es zu besprechen gäbe. Sybillas aufgebrachte Antwort ließ ihn sehr bald wünschen, besser nichts gesagt zu haben. Sybilla machte sehr deutlich, was sie von Männern hielt, die glaubten, Frauen würden immer nur tratschen und albern sein. Gerade die ungezwungene Atmosphäre in der Gruppe ermögliche es den Mitgliedern, sich zu öffnen und ihre Probleme von einer humorvollen Perspektive aus zu betrachten.
Als die Seminarteilnehmer gegen 22 Uhr das Café verließen, fuhr Harry den Computer runter. Es gab für ihn sowieso keinen Grund, auf das Ende der Seminare zu warten, da die Gruppenleiter einen Schlüssel für das Café besaßen und immer darauf achteten, die Räume ordentlich zu hinterlassen. Harry war an diesem Abend nur nicht gerade erpicht darauf, in seine Wohnung zurückzukehren.
Als er es dann doch tat, setzte er sich mit einer Chips-Tüte vor den Fernseher und ging erst ins Bett, als er die Augen kaum noch offenhalten konnte. Trotzdem war nicht zu überhören, dass Malfoys Husten nicht besser geworden war. Manchmal schien er regelrecht zu würgen. Aufgrund der unbestimmten Angst, eine drastische Verschlimmerung von Dracos Gesundheitszustandes zu verpassen, traute Harry sich nicht, die Geräusche auszublenden.
Frustriert zog sich Harry die Decke über den Kopf. Er wollte das nicht! Er wollte sich nicht für Malfoy verantwortlich fühlen und sein Leben durch seinen ehemaligen Mitschüler beeinflussen lassen. Sobald Draco gesund war, würde er dafür sorgen, dass die blonde Nervensäge woanders unterkam. Irgendwie.
Es kam einer Flucht gleich, als Harry sich am nächsten Morgen spontan zu einem Frühstück bei Ron und Hermine einlud und danach zwei Stunden im Viertel durch seine Lieblingsläden zog. Er ging selten shoppen, aber heute kaufte er zwei CDs, zwei T-Shirts, einen langen Mantel, ein Paar Chucks, vier enganliegende Boxerbriefs, Socken und einen rotkarierten Schal. Zurück in der Parkway schmiss er die Sachen auf sein Bett, suchte seine Sportklamotten zusammen und blieb bis zum Abend im Fitnesscenter.
Gegen acht apparierte er zu Dean, um mit ihm und seinem Freund Marc durch die Kneipen zu ziehen und danach tanzen zu gehen. Sie strandeten um eins im Duckie, einem Club, der in der Londoner Muggel-Schwulenszene sehr angesagt war. Harry strebte sogleich auf die Tanzfläche und hielt unauffällig Ausschau nach jemanden, mit dem er die Nacht verbringen konnte. Er war kein Aufreißer und hasste One-Night-Stands, bei denen man direkt nach dem Sex aus dem Haus komplimentiert wurde. Sex und Liebe konnte Harry durchaus voneinander trennen, er vermied es aber, mit Personen intim zu werden, mit denen er ansonsten nicht viel anfangen konnte. Für eine Übernachtung, einen Kaffee am Morgen und ein bisschen Smalltalk sollte es dann doch reichen. Erst recht, wenn er nicht vorhatte, die Nacht in seiner eigenen Wohnung zu verbringen – wie heute.
Obwohl der Alkohol Harrys Hemmschwelle bereits beträchtlich gesenkt hatte, wollte er gerade aufgeben und nach Hause gehen, als er seinen Exfreund Lucas an der Bar entdeckte. Harry bahnte sich einen Weg durch die Menge, um ihn zu begrüßen: „Hi Luke!“
„Oh, hallo Harry!“ Lucas wirkte ein wenig überrumpelt, ihn zu sehen.
Sie starrten sich einen Augenblick an, dann öffnete Lucas die Arme, um Harry richtig zu begrüßen.
„Schön, dich zu sehen“, murmelte Harry an seinem Ohr.
„Finde ich auch“, antwortete Lucas und lächelte. „Lange nicht gesehen.“
Lucas Lächeln hatte schon immer sehr anziehend auf Harry gewirkt und verfehlte auch dieses Mal seine Wirkung nicht. „Ich bin mit Dean und Marc hier“, erklärte er. „Sie sind aber schon weg.“ Lucas hielt kein Getränk in der Hand. „Möchtest du was zu trinken? Warte, ich besorg‘ uns zwei Bier.“
Nachdem Harry bezahlt hatte, stießen sie an und unterhielten sich. Harrys Blick glitt anerkennend über Lucas muskulösen Körper und blieb mehrfach an dessen Lippen hängen. Er lachte viel, lehnte sich nah an Lucas ran und berührte seinen Exfreund immer wieder flüchtig mit den Händen. Seine Absichten waren eindeutig. Zunächst blieb Lucas zurückhaltend, aber je länger sie redeten, desto mehr ging er auf Harrys Annäherungsversuche ein. Nach dem dritten Bier fragte er Harry geradeheraus: „Kommst du mit zu mir?“
Harry lächelte glücklich. „Sehr gerne, wenn das …“, er machte eine Bewegung mit der Hand, die sie beide einschließen sollte, „…wirklich ok für dich ist.“
„Absolut“, antwortete Lucas und lehnte sich nach vorne. Harry kam ihm entgegen und ihre Lippen trafen sich zu einem süßen Kuss.
Nach ein paar Minuten, die Harrys Bewusstsein auf wunderbare Weise von jedem Gedanken an Malfoy befreiten, zog Lucas ihn von der Bar weg in Richtung Toiletten. Sie schlossen die Kabinentür hinter sich und apparierten geradewegs in Lucas Schlafzimmer. Harry hatte seinen Exfreund vermisst. Allein der Geruch von Lucas Schlafzimmer versetzte ihn direkt zurück in die schönsten Augenblicke ihrer gemeinsamen Zeit. Die Enge in seiner Jeans zeigte ihm, wie sehr sich sein Körper auf den vertrauten Sex freute.
Erst am nächsten Tag, als er dicht neben Lucas warmen Körper aufwachte, kamen ihm Bedenken, ob es eine gute Idee gewesen war, die Nacht mit seinem Exfreund zu verbringen. Auch wenn sie sich in beidseitigem Einverständnis getrennt hatten, so waren die nachfolgenden Wochen nicht leicht gewesen. Harry hatte sich erst vor Kurzem wieder an das Singleleben gewöhnt. Während er nun so neben Lucas lag, konnte er förmlich spüren, wie ihn die Sehnsucht nach Zweisamkeit zu überrollen drohte, und er musste sich zusammenreißen, ihr nicht nachzugeben. Lucas war nicht der richtige Mensch für ihn. Es hatte einfach nicht gepasst, jedenfalls nicht in der Weise, die sich Harry für eine Partnerschaft erträumte.
Lucas wurde wach und schaute Harry aus schlaftrunkenen Augen an. Als sein Blick klarer wurde, stieß er ein kleines, ungläubiges Schnaufen aus: „Jetzt bereust du es schon, Harry? Du musst dir nicht immer so einen Kopf machen. Es war doch schön und ich glaube, es war genau das, was du gestern gebraucht hast.“
Harry wurde rot. Es war ihm peinlich, durchschaut worden zu sein, und doch war es auch angenehm, dass er Lucas nichts vormachen musste. Also nickte er und antwortete: „Ja, stimmt. Ich habe nur Angst, dass es alles verkompliziert.“
„Von meiner Seite aus gibt es da nichts zu befürchten“, beruhigte ihn Lucas und gab Harry einen freundschaftlichen Kuss auf den Mund. „Wir wissen doch schon, dass das mit uns in einer festen Beziehung nicht funktioniert.“ Harry nickte und Lucas fuhr fort: „Außerdem war ich gestern im Duckie, weil ich hoffte, dass da dieser Typ aus der Uni ist. Er sitzt in einer meiner Seminare und … naja, er ist süß.“
Lucas Augen leuchteten, als er das sagte, und Harry fühlte einen kurzen Stich der Eifersucht. Vielleicht war es aber auch eher Neid. Lucas schlug die Bettdecke auf und stand auf. „Ich mach uns jetzt Frühstück und danach muss ich los. Ich habe Dienstag eine Prüfung und bin zum Lernen verabredet. Du kannst ruhig schon mal duschen, während ich den Tisch decke.“
Beim Frühstück erzählten sie sich gegenseitig von den neusten Entwicklungen in ihrem Leben. Harry spach mit keinem Wort von Malfoy. Der ehemaligen Slytherin sollte keinen Platz in seinem Leben haben. Dann verabschiedeten sie sich herzlich, aber ohne sich zu verbreden. Harry wollte noch etwas frische Luft schnappen und die sonntägliche Stimmung in Kensington genießen, daher lief er den Drayton Garden und die Beaufort Street hinunter bis zur Themse. Von dort apparierte er in den Grimmauld Platz.
Auch Andromeda erzählte er nichts von Draco. Sie hatte durch Voldemort und seine Todesser ihren Mann Ted, ihre Tochter Tonks und ihren Schwiegersohn Remus verloren und wollte nichts mit Leuten zu tun haben, die für deren Tod mitverantwortlich waren. Harry war das nur recht gewesen. Hätte Andromeda den Kontakt zu ihrer Schwester und ihrem Neffen gesucht und sie wohlmöglich noch in Azkaban besucht, hätte auch Harry sich früher oder später mit den Malfoys auseinandersetzen müssen, und genau das hatte er ja vermeiden wollen. Teddy mit Draco Malfoy teilen zu müssen, war undenkbar.
***
Nach dem Abendessen kehrte Harry in die Parkway zurück. Kaum trat er aus dem Kamin des Cafés, scholl das schrille Piepsen eines Rauchmelders an sein Ohr. Der Feueralarm kam eindeutig aus einer der oberen Etagen. Außerdem hörte er laute Rufe und ein aggressives Klopfen. Eilig schloss Harry die Tür zum Treppenhaus auf und rannte die Stufen zum ersten Stock hoch. Vor Malfoys Wohnung standen Patrick und Joyce, Harrys Nachbarn aus dem 2. Stock, und hämmerten gegen die Tür. Als Joyce nun auch noch Türklingel gedrückt hielt, war der Lärm kaum noch zu überbieten.
„Brennt es? Ist Malfoy nicht da?“, rief Harry atemlos. Er hatte mit seinen Muggelnachbarn in der letzten Woche beiläufige Kommentare über Malfoy ausgetauscht. Sie hatten sich natürlich gefragt, wer da in Lydias Wohnung eingezogen war. Ob sie Malfoy inzwischen kennengelernt hatten, wusste Harry nicht.
„Doch, er müsste da sein. Wir haben ihn heute Nachmittag noch husten gehört und das Licht brennt auch. Es macht aber kei-...“
„Ich glaube, ich kann Rauch riechen“, unterbrach Joyce ihren Freund.
In Harry stieg Panik auf. „Warte, ich habe einen Schlüssel“, behauptete er und ging mit seinem eigenen Schlüsselbund in der Hand auf Malfoys Tür zu. Während er so tat, als würde er den Schlüssel in das Schloss stecken, sprach er leise einen Alohomora. Als die Tür aufschwang, roch es tatsächlich nach Rauch.
„Malfoy?“, schrie Harry und stürmte den Flur entlang. Seine Nachbarn folgten ihm. „Malfoy?“
Schließlich gelangte Harry zu Mrs Pentriss‘ ehemaligen Schlafzimmer. Er stieß die Tür auf und wäre vor Schreck fast zurückgesprungen. Der Bettvorleger stand in Flammen und der Raum war voller Rauch. Malfoy saß mit angezogenen Knien im Bett und starrte das Feuer an. Er presste seinen Rücken gegen die Wand und hielt sich die Decke über Mund und Nase.
Harry wollte gerade seinen Zauberstab ziehen und das Feuer löschen, da drängte Patrick ihn zur Seite und stürmte zum Bett. Er griff nach der braunen Wolldecke, die am Fußende des Bettes lag und breitete sie über den brennenden Teppich aus. Dann trat er noch mit den Füßen auf die Decke. Joyce war in der Zeit zum Fenster gerannt und hatte die Läden aufgerissen. Unbemerkt sprach Harry einen Luftreinigungszauber, damit der Rauch möglichst schnell verschwand. Dann trat er zu Malfoy ans Bett. Der wandte ihm nur langsam den Blick zu, die Augen schreckgeweitet und nach Luft ringend. Es wirkte, als würde er Harry gar nicht erkennen. Heimlich zielte Harry mit seinem Zauberstab auf Draco und wirkte einen Respirare liberi, um dessen Lunge zu befreien. Den Zauber hatte er in einem Erste-Hilfe-Kurs für Magier gelernt, den er besucht hatte, weil Teddy sich ständig selbst in Gefahr brachte.
Draco wurde sofort von einem Hustenanfall ergriffen. Hilflos warf Harry einen Blick in Richtung Patrick und Joyce. Vielleicht wussten seine Nachbarn, was zu tun war. Joyce kam zu Harry ans Bett während Patrick auf einen Stuhl kletterte, um den Rauchmelder abzustellen. Endlich verstummte das schrille Piepen.
„Malfoy?“, fragte Harry vorsichtig und versuchte, Malfoy in das Hier und Jetzt zurückzuholen.
„Wo sind Crabbe und Vince?“, fragte dieser tonlos. Und dann lauter: „Vince?“
Malfoys Worte ließen Harry das Blut in den Adern gefrieren. Malfoy sah ihn nun direkt an. „Potter? Wo ist dein Besen? Wir müssen uns beeilen. Das Feuer.“ Seine Stimme ging in einem weiteren Hustenanfall unter. Trotzdem schob er sich die Bettdecke von seinem Körper. Harry glaubte schon, er wolle aufstehen, doch dann sackte er in sich zusammen und begann zu weinen. „Ich wollte das nicht. Ich wollte das nicht.“
„Nimmt er Drogen?“, fragte Patrick, der nun ebenfalls am Bett stand.
Vom Fenster zog kalte Luft in den Raum. Malfoy erschauerte. Sein Körper war nassgeschwitzt.
„Ich glaube, er hat Fieber. Vielleicht halluziniert er“, vermutete Joyce.
Sie beugte sich vor, um Malfoy wieder in die Decke zu hüllen. Ihre wasserstoffblond gefärbten Haaren steiften Malfoys Gesicht. Er hob den Kopf und schaute die langen Strähnen mit verquollenen Augen an. Dann hob er eine zittrige Hand, um sie zu berühren. „Mutter, sing noch einmal das Lied von den Sternen. Vince hat Heimweh, er kann nicht einschlafen.“
Joyce besaß tatsächlich etwas Ähnlichkeit mit Narcissa, musste Harry zugeben. Sie hatte das gleiche Alter und ein feingeschnittenes Gesicht mit großen blauen Augen. Wie üblich trug sie ein langes, altmodisches Kleid, das ihre zierliche, aber hochgewachsene Figur vorteilhaft unterstrich und an die Mode des vorherigen Jahrhunderts erinnerte.
Draco lehnte sich zurück. Er ließ seine Hand in der Luft hängen, die Handfläche nach oben gedreht, und begann mit einer leisen krächzenden Stimme zu singen: „Meine Lieben sind die Sterne. Sieh, sie leuchten in der Ferne. Dort, der Hund und hier der Fuchs, wo zieht der Adler, wo der Luchs?“ Die letzten Worte waren kaum zu hören.
„Ich rufe einen Krankenwagen“, unterbrach Joyce die Stille und verließ den Raum, wahrscheinlich, um das Telefon im Flur zu benutzen.
Harry sah ihr nach, spürte dann aber eine Veränderung in der magischen Aura um Malfoy herum und wandte sich ihm schnell wieder zu. Er hatte sich nicht getäuscht, der ehemalige Slytherin war dabei, einen Zauber zu wirken.
Oh shit, dachte Harry. In der Luft über Malfoys Händen erschienen kleine, goldene Lichtpünktchen. Sie wirbelten durcheinander und setzten sich dann zum Sternenbild des Großen Hundes zusammen. Malfoy begann, das Liedchen summen, das er davor gesungen hatte. Er bewegte seine Finger in einer leichten Drehbewegung und die Fünkchen setzten sich erneut in Bewegung. Das Sternenbild des Fuchses erschien.
Harry erinnerte sich nicht, wann er Malfoys Magie jemals so nahe gewesen war, ohne von ihr bedroht zu werden. Das hier fühlte sich ganz anders an, warm und zärtlich und irgendwie vertraut – und vor den Muggel gerade absolut fehl am Platz.
„Malfoy!“, ermahnte Harry und schaute zu Patrick, der wie gebannt auf die kleinen Sternchen blickte.
Malfoy verstieß gerade gegen das Internationale Statut zur Geheimhaltung der Magie. Abgesehen davon durfte er ja noch nicht einmal zaubern, wenn kein Muggel anwesend war. Wenn das Ministerium dahinterkam, dass er grundlos Magie wirkte, würden sie ihn zurück nach Azkaban bringen. Für Malfoy sprach natürlich, dass er gerade nicht Herr seiner Sinne war. Das wiederum war aber auch genau der Grund, warum er jetzt auf keinen Fall in ein Muggel-Krankenhaus durfte. Zu groß war die Gefahr, dass er dort weiter gegen das Heimlichkeits-Dekret verstoßen würde.
Harry hörte Joyces Stimme aus dem Flur und traf eine Entscheidung.
Er richtete seinen Zauberstab auf Patrick und sprach einen Stupor. Dann ging er zu Joyce und ließ auch sie einfrieren. Sofort nahm er den Telefonhörer aus ihrer Hand und beendete das Gespräch mit den Worten, dass es sich um ein Missverständnis gehandelt hätte. Danach apparierte er seine beiden Nachbarn zurück in ihre Wohnung und oblivierte sie. Harry war darin inzwischen recht geschickt, da es im Café hin und wieder zu Zwischenfällen kam, die es nötig machten, die Erinnerung von Muggel an das Gesehene zu löschen. Bevor Harry wieder aus der Wohnung verschwand, weckte er Joyce und Patrick mit einem Enervate auf.
Das Ganze hatte vielleicht sechs Minuten gedauert. Als Harry mit einem lauten Ploppen in Malfoys Schlafzimmer erschien, zuckte dieser zusammen und sah Harry strafend an.
„Potter. Pssscht! Tante Bella wird dich noch hören. Gehen wir wieder in den Keller? Zu Luna und Ollivander? Ich habe aber kein Essen mehr, die Schränke sind leer.“
Malfoy drückte sich vom Bett ab, um aufzustehen. Seine Beine gaben unter ihm nach und er sackte in sich zusammen. Harry war gerade noch schnell genug, um Malfoy aufzufangen, bevor er auf dem Boden aufschlagen konnte. Malfoy hing schlaff in seinen Armen, viel zu leicht für seine Größe. Sein Körper brannte förmlich vor Hitze und sein blauer Pyjama war von Schweiß durchtränkt. Harry sah sich um. Das Schlafzimmer war kalt und stank nach Verbranntem. Das Bett muffelte und war schweißnass.
Harry drückte Malfoy fest an sich und apparierte ihn in sein eigenes Schlafzimmer. Er bettete Malfoy auf sein Bett und lief schnell ins Café hinunter, um die einzige Heilerin anzuflohen, die er kannte, die Malfoy bedingungslos helfen würde: Madame Pomfrey.
Above: the DIFFERENCE between Prateritum and Perfekt!
Perfekt is mostly used in spoken language, dialogues, and business and friendly correspondence in emails and messengers. In other words, it is the past spoken tense.
Präteritum is the past tense for writing and texts. It is usually used in works of fiction, newspaper articles and books, stories and monologues about past events when the event or action is in no way related to the present moment.
Es war Samstagmorgen und Tina stand vor der schäbigen Tür einer kleinen No-Maj-Pension und fragte sich elend, ob sie das wirklich tun wollte.
Sie kannte Jacob nicht gut. Sie wollte nicht über Queenie sprechen. Sie wollte nicht hören, wie viel mehr Jacob ihr bedeutet hatte als sie selbst. Sie fragte sich, ob sie überhaupt ein Recht hatte, ihr nachzutrauern, wo sie doch die Schuld an ihrer Entscheidung trug, wohingegen Jacob in einer Welt, die nicht die seine war, von Queenies Entscheidung völlig überrumpelt worden war.
Aber andererseits hatten Graves und Theseus Scamander ihr nichts anderes zu tun gegeben, als ein Auge auf Jacob zu haben. Der Report an den MACUSA war fertig und abgeschickt und London kam Tina kalt und abweisend vor. Und sie würde es keinen Tag allein in ihrem trostlosen Zimmer aushalten mit nichts anderem zu tun als sich Vorwürfe wegen Queenie und Sorgen um Newt zu machen.