Ringsy OS: Häs du de Ress vun dingem Levve schon jet vür
Karneval ist zwar vorbei,
aber hier ist ein kleiner OS/ eine kleine Songfic für euch.
Bei dem Lied handelt es sich um "Der Ress vun dingem Levve" von Kasalla. Hört doch mal rein, wenn ihr mögt.
Viel Spaß beim Lesen und wie immer freue ic mich über eure Feedbacks.
PS: Auf Fanfiktion.de findet ihr den OS hier.
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Häs du de Ress vun dingem Levve schon jet vür
Es war mal wieder soweit. Im Schiller war es laut und stickig. Dutzende von gutgelaunten Kostümierten feierten ausgelassen die fünfte Jahreszeit. Und trotz der ganzen Menschenmasse hatte Easy nur Augen für Ringo, der ausgellassen an der Seite von ihren Freunden tanzte. Und auch wenn Easy’s Aufmerksamkeit nur Ringo galt, horschte er doch auf, als er dem Text des Liedes zuhörte, zu welchem sein Freund tanzte.
Ich han keine Plan von Quantentheorie
Un Raketewissenschaftler werd ich nie
Doch ich han ene Mensch do jehür ich zu
Dat bes du
Es war nun knapp über ein Jahr her, doch er erinnerte sich daran, als wäre es erst gestern gewesen, als er plötzlich beim Tanzen Ringo gegenüber stand und ihre Blicke sich trafen. Ringo, der ihm nachlief, als er mit aufgewühlten Gefühlen das Schiller verlassen hatte. Ringo, wie er Easy an sich gezogen und ihn stürmisch geküsst hatte. Ringo, der ihm gestand, dass er Easy mehr als nur ein Kumpel für ihn war.
Oh oh
Ich ben kein Genie, doch ich weiß eins un eins mät zwei
Wie süht et us, häs du net Lust, ich wör dabei
Dann han mer beide ene do jehürn mer zu
Ich un du
Ringo. Jedes Mal wenn er nur an ihn dachte, schien es so als würde sein Herz jeden Augenblick vor lauter Glück platzen. Aber nicht nur ihm ging es so, das konnte er sehen. Denn Ringo strahlte übers ganze Gesicht. Ihn so ausgelassen zu sehen und nichtmehr so angespannt, erfüllte Easy mit Freude. Nach all der Zeit schien es so, als wäre Ringo endlich angekommen. Es waren nichtmehr nur Easy’s, sondern ihre gemeinsamen Freunde. Es war nichtmehr nur Easy’s oder Ringo’s, sondern ihr gemeinsames Schlafzimmer. Es war unmöglich etwas als „nicht gemeinsam“ betrachten zu können. Es war unmöglich ein Leben ohne Ringo zu führen.
Oh oh
Ich weiß, ich weiß net vill ich han net vill jeliehrt,
Doch eins weiß ich un daför han ich net studiert
Du un ich sin mer
Häs du de Rest vun dingem Levve schon jet vür
Denn wenn du nix dajäje häs bliev ich bei dir
Du bis wo ich hinjehür,
von he bis an de Himmelsdür
Häs du de Ress vun dingem Levve schon jet vür
Hey du, hür mir doch ens zo
Hey du, hür mir doch ens zo
Er dachte an all das, was sie bereits erlebt hatten. An all die Höhen und Tiefen. All der Mist, den sie beide verzapft hatten, schien mit einem Mal wieder ganz und gar unwichtig zu sein. Denn letztendlich liebten sie sich. Komme was wolle.
Ich weiß dat klingt bekloppt
Doch ich weiß dat et stimmt
Sach jo zu mir und ich jonn mit dir ejal wohin
Gläuv mir in einer Sach mät uns keine jet vür
Dat sin mer
Und er wusste, dass egal wie oft sie sagten, dass sie sich hassen würden, es nie der Wahrheit entsprach. Und er wusste, dass Ringo ihm nie egal sein würde. Wie konnte er nur jemals gedacht haben, ein Leben ohne ihn führen zu können?
Ich weiß, ich weiß net vill ich bin net talentiert
Äver wat wichtig is is uch net kompliziert
Du un ich sin mer
Häs du de Ress vun dingem Levve schon jet vür
Denn wenn du nix dajäje häs bliev ich bei dir
Du bes wo ich hinjehür,
von he bis an de Himmelsdür
Häs du de Ress vun dinge Levve schon jet vür
Hey du, hür mir doch ens zo
Hey du, hür mir doch ens zo
Hey du, häs du de Ress vun dingem Levve schon jet vür
Es war doch verrückt, was in einem Jahr so alles passieren konnte. Und sein Herz machte Saltos, als er daran dachte noch mehr Jahre an seiner Seite verbringen zu können. Für immer.
Ein Huus, Zich Pänts un zwanzig Enkel
un mir Zwei mitten drin
Un ich halt ding Hand bis mer alt und schrumplig sin
Ich kann uns do schon sinn
Häs du de Ress vun dingem Levve schon jet vür
Denn wenn du nix dajäje häs bliev ich bei dir...
Er dachte an den Ring denken, der sich gut versteckt zwischen seiner Fotografie-Ausrüstung befand. Er konnte es kaum erwarten Ringo endlich ganz offiziell als seinen Ehemann bezeichnen zu können. Er malte sich ihre gemeinsame Zukunft aus. Ein Haus mit Garten ganz für sie alleine, bis sie irgendwann nichtmehr alleine waren. Ein gemeinsames Kind, vielleicht auch zwei. Und ohne es hinterfragen zu müssen wusste er, dass Ringo das auch wollte. Bei den Kindern würde er wohl noch Überzeugungsarbeit leisten müssen, aber dafür hatte er ja wohl mehr als genug Zeit.
Häs du de Ress vun dingem Levve schon jet vür
Denn wenn du nix dajäje häs bliev ich bei dir
Du bes wo ich hinjehür
Von he bis an de Himmelsdür
Häs du de Ress vun dingem Levve schon jet vür
Denn wenn du nix dajäje häs bliev ich bei dir
Du bes wo ich hinjehür
vun hier bis an de Himmeldür
Häs du de Ress vun dingem Levve schon jet vür
Auf einmal spürte er zwei starke Arme, die sich um seine Hüfte legten. „Hey, du. Warum sitzt du denn hier ganz alleine?“, fragte sein Freund, bevor er ihm einen Kuss auf die Stirn gab. Easy konnte nicht anders, als vor lauter Glück zu lächeln. Sanft schmiegte er seine Wange an die seines Partners. „Dein wievieltes ist das?“, Ringo deutete auf das halbvolle Kölsch, welches vor ihnen auf dem Tisch stand. Easy zuckte nur mit den Schultern. Er hatte aufgehört zu zählen. Und interessieren tat es ihm auch nicht. Seine Gedanken kreisten einzig und alleine um Ringo. Ringo, belustigt über das Verhalten seines Freundes, drückte ihn leicht von ihm weg. Sofort wollte Easy protestieren, doch dann trafen Ringo’s Lippen seine. Ganz sanft. Fast wie ein Windhauch. Und ehe er den Kuss vertiefen konnte, hatte Ringo sich schon entfernt. Doch der liebevolle Blick ließ all die Enttäuschung über den kurzen Kuss verschwinden. Sanft berührte Ringo’s Nase die seines gegenübers. „Worüber denkst du nach?“, es klang wie ein Flüstern, welches eingentlich in all dem Chaos, was um sie herrschte, hätte untergehen müssen. Doch mal wieder war Ringo das Einzige, was Easy wahrnehmen konnte. Sein Herz machte einen Sprung, denn trotz der jecken Zeit und ausgelassenen Stimmung machte sich Ringo Sorgen. Sanft strich er über Ringo’s Wange: „Daran, wie glücklich ich gerade bin.“. „Ach, ist das so?“, Ringo zog eine fragend eine Augenbraue hoch. Easy nickte: „Ja, aber weißt du was mich noch glücklicher machen würde?“. Sein Gegenüber war überrascht, als er sich erhob und nach seiner Hand griff. „Wenn du jetzt mit mir tanzt.“.
Hey du, hür mir doch ens zo
Hey du, hür mich doch ens zo
Hey du, häs du de Ress vun dingem levve
Häs du de Ress vun dingem Levve
Häs du de Ress vun dingem Levve schon jet vür