Manches wird besser, aber bis dahin haben wir das Problem schon wieder vergessen
Er sei in den 1990er Jahren mal in einem sehr heißen Sommer in Berlin gewesen, sagt der Ire. Dort habe es Ozonwarnungen gegeben, man solle am besten das Haus nicht verlassen. So etwas sei in Irland bis heute unbekannt. Ob es in Berlin immer noch so sei?
Ich muss überlegen und sage dann, dass ich mich zwar dunkel an das Problem erinnere, aber eigentlich an keine Warnungen aus der letzten Zeit. “Vielleicht haben sie das Ozonloch repariert?”, vermutet der Ire. Aleks sagt, das Ozonloch sei wirklich repariert, naja, zumindest auf dem Weg der Besserung ist es. Aber ich glaube, dass es sich um zwei verschiedene Ozonprobleme handelt. Berlin liegt schließlich nicht in der Antarktis. War es nicht irgendwas mit Straßenverkehr? Aber der ist doch sicher nicht zurückgegangen seit den 90er Jahren?
Am Ende müssen wir die Frage googeln. Das Ozonwarnungs-Ozon hat nichts mit dem Ozonloch zu tun, sondern mit Stickoxiden in den Autoabgasen. Die Ozon-Höchstwertüberschreitungen werden tatsächlich weniger, und zwar, weil die Autos inzwischen Katalysatoren haben: “Die Höhe der Ozon-Spitzenkonzentrationen und die Häufigkeit sehr hoher Ozonwerte haben seit 1990 deutlich abgenommen.” Verschwunden ist das Problem aber noch nicht. Ich habe nur alles vergessen: Die Warnungen von früher, die selteneren Warnungen von heute und die Einführung des Katalysators.