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Karnawałowy parowóz „Kölle Alaaf”
Kiedyś, to były czasy ... „Kölle Alaaf” - w Kolonii, stolicy karnawału w Nadrenii w sesji 1956/57 skład Kolonia-Deutzerfeld wziął udział ze wspaniale udekorowanym parowozem pospiesznym 03 005 na specjalną procesję dworską księcia karnawałowego. Fotografię wykonał słynny Carl Bellingrodt 03.03.1957 roku. Próżno szukać teraz takich książąt!
opracowanie: Norbert Tkaczyk, źródło: Eisenbahnstiftung - Joachim Schmidt Read the full article
#bikesofcologne 176. #koelnhbf #sbahn #solobikeparking #bahn #klapprad #cologne #öpnv (hier: Köln Hauptbahnhof)
Das Post-#Koelnhbf-Syndrom
Seit demnächst einer Woche erreichen mich Rückmeldungen zu unserer sechsmonatigen ZEITmagazin-Recherche nach der Silvesternacht von Köln. Natürlich ist es immer schön, wenn eine deutliche Mehrheit der Kommentare eher positiv ausfallen und einen in der Arbeit bestärken – vor allem wenn schlaflose Nächte, unzählige Arbeitsstunden und lange Gespräche in der Redaktion dahinter stecken. Dennoch muss man sich als Reporter vor allem mit den kritischen und negativen Rückmeldungen auseinandersetzen – so unverständlich sie aus persönlicher Perspektive und Überzeugung und teilweise auf den ersten Blick sein mögen.
Einige Beispiele:
„Wenn Prostituierte vergewaltigt werden, ist das was anderes als wenn Frauen auf der Straße sexuell belästigt werden“, sagte mir eine Person in Köln. Jemand schrieb mir, dass er (!) denke, dass „unsere deutschen Frauen vor diesen Arabern gerettet werden müssen.“ Hinter beiden Aussagen steckt aus feministischer Sicht ein problematischer Umgang mit „den Körpern der Anderen“. Solange nicht die Formel „my body, my right“ gilt, werden wir diese Kämpfe weiter beobachten und führen. Das Probleme heißen hier: Sexismus und Rassismus. So sauer diese Feststellung einige Menschen macht...
Eine Leserin sah die Würde der Opfer verletzt, indem wir die Täter zu Wort kommen ließen. Diese Reaktion kann ich gut nachvollziehen und ich werde mir Gedanken machen, wie diese Lesart solcher Recherchen in Zukunft vermieden werden kann. Gleichzeitig stehe ich dazu, dass wir versucht haben qualitativ auf die Täter von Köln zu blicken. Es gab wenige Leser, die unsere Rekonstruktion und unsere Recherche in Marokko und im kriminellen Milieu der Täter als Entschuldigung für die abscheulichen Taten gewertet haben. Das ist – mit Verlaub – Blödsinn. Und dennoch haben wir auch darüber beraten: Wie können wir in Zukunft solche Leseeindrücke verhindern, ohne unsere Recherche oder unsere Texte zu beeinträchtigen?
Und dann haben sich einige Kritiker überhaupt Aufgeregt, warum wir in unserer Recherche nach Marokko geschaut haben. Jemand schrieb auf Twitter, dass ihn die Meinung „der Sandfresser“ nicht interessiere. Jemand anderes sah die Köln-Diskussion in der marokkanischen Gesellschaft eher als Nebenschauplatz, auf den man hätte verzichten können. Nun ja: Neue Autoren bringen neue Stimmen in den deutschen Journalismus. Ich bin mir sicher, dass wir uns alle daran gewöhnen werden irgendwann.
Natürlich haben sich einige Leser erhofft, Stoff für ihre persönliche Islamdebatte geliefert zu bekommen. Sie wurden enttäuscht. Über diese Enttäuschung haben wir in Köln auf und nach einem Podium zum Thema diskutiert. Denn hinter #Koelnhbf, aber auch hinter dem #Brexit, hinter der Radikalisierung junger Europäer stehen große, gesellschaftliche Konflikte rund um Gender, Migration, den Umgang mit Minderheiten und Identität im Allgemeinen. Ein geschätzter Kollege und Freund sagte mir, dass er den Eindruck hat, dass sich viele Menschen in diesen und anderen Diskussionen selbst therapieren. Wir geben uns also weiter Mühe, Recherche in Kombination mit Haltung und Einordnung als Beruhigungsmittel anzubieten.
Unsere Podiumsdiskussion in Köln zum Thema #Koelnhbf gibt es hier im Mitschnitt.
Sind alle #BVB-Fans Grapscher?
Auf einer Treppe am Platz der deutschen Einheit sitzt Simo zusammen mit seinen drei marokkanischen Kumpels. Sie beobachten die deutsche Leitkultur. Aus dem Dortmunder Hauptbahnhof strömen tausende freudetrunkene BVB-Fans nach einem haushohen Sieg gegen den VfL Wolfsburg. Jubel, Taumel, Pöbeleien. Aus ganz NRW sind Polizisten angereist, um für ein Mindestmaß an Ordnung zu garantieren. „Wie zivilisiert“, witzelt Simo. Ein langes T-Shirt umhüllt seinen dünnen Körper, so als würde er sich vor irgendetwas schützen wollen.
Eine Junggesellin feiert Mitten im Fan-Gedränge ihren Abschied vom Single-Leben. Sie trägt ein rosa Tütü über ihrer Jeans und eine Box mit Süßigkeiten in den Händen. In ihrem Haar steckt ein Brautschleier. Auf ihrem Gesicht liegt eine Schicht Glitter-Make-Up. Sie verteilt Vitaminbonbons und Küsschen gegen ein paar Euros. Ihre Freundinnen kichern als eine Gruppe betrunkener Fans auf sie aufmerksam wird. Eine Hand streift den Busen der angehenden Braut, bei einer Umarmung fasst ihr jemand an ihr Gesäß, ein Dortmund-Fan küsst sie nicht auf die Wange, sondern fast auf den Mund. Die Frauen kichern konsequent weiter.
„Die Deutschen dürfen ficken. Wir dürfen nichts!“, sagt Simo frustriert. Er versteht nicht, warum der nordafrikanische Mann überall diskriminiert werde – sogar in Sachen sexueller Belästigung. „Dabei können wir das so gut“, sagt er. Simo und seine Freunde lachen chauvinistisch im Chor. Als die Junggesellin die vier Nordafrikaner in der Menge auf der Treppe entdeckt, zuckt sie zur Seite, so als würde ihr Rückenmark Alarm schlagen. Nun lachen die Marokkaner nicht mehr.
Me@work like "oh, no no no, now y'all got me talkin' politics ahaha" *shit-eating grin*
#HighGradeVideo | @EkoFreezy | “Domplatten Massaker” | Prod. by @PhatCrispy | #koelnbhf
Interview aus Verona mit Prof. Goeschel: "Bauchreden und Busengrapschen: Wie das Links-Milieu politischen Selbstmord begangen hat"
Interview aus Verona mit Prof. Goeschel: “Bauchreden und Busengrapschen: Wie das Links-Milieu politischen Selbstmord begangen hat”
Foto: Eichkater via Pixelio.de
Dieser Tage trudelte ein “Interview* mit Prof. Albrecht Goeschel**” in meiner Dortmunder Schreibstube – aus Verona kommend – ein. Rechtzeitig zum Beginn des Wochenendes sollen auch meine verehrten Leserinnen und Leser davon profitieren. Ich verpreche: Beim Lesen bleibt kein Auge trocken. Tränen sind so gut wie garantiert. Sei es, dass sie beim Weinen oder beim…
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