Konzentrationsprobleme kommen bei jedem Menschen zeitweise vor. Dies ist nicht unbedingt unnatürlich und auf jeden Fall nicht zwingend pathologisch.
Definition: Konzentrationsprobleme
Die Konzentrationsprobleme sind Zustände, bei denen sich das Individuum nicht auf eine Sache bzw. nicht in einer benötigten Zeit ausreichend konzentrieren kann. Dies äußert sich darin, dass der Betroffene abschweift und sich von externen Reizen ablenken lässt.
Einfache Konzentrationsschwäche versus pathologische Konzentrationsprobleme
Neben den oben genannten normalen Konzentrationsproblemen, die in Form eines Durchgangssyndroms auftreten, existieren die pathologischen Formen. Diese sind beispielsweise das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS), welches vorwiegend in der Kindheit beginnt. Weitere Ursachen können Erkrankungen wie Alzheimer, Schilddrüsenunterfunktion oder Nierenschwäche sein. Die pathologischen Konzentrationsprobleme, die eher eine Auswirkung bzw. Folgeerscheinung auf die oben genannten ursächlichen Krankheiten sind, sind vom Arzt zu behandeln. Medikamente kommen meist zum Einsatz. Psychologische Ursachen können ein Burnout oder eine Depression sein. Negative Folgewirkung könnte eine Magersucht auf die Konzentrationsfähigkeit haben. An dieser Stelle ist die ärztliche und psychotherapeutische Behandlung angezeigt. Ggf. kommen zusätzlich Medikamente zum Einsatz.
Behandlung normaler Konzentrationsprobleme
Eine ärztliche Behandlung bräuchte nicht unbedingt notwendig sein. In der Regel sind die ursächlichen Fehlverhalten, Fehlernährung oder belastende Situationen zu verändern, um eine Besserung zu erzielen.
Fehlverhalten können das Überfrachten von gleichzeitigen Informationen bzw. Informationseinflüssen sein. Paralleltätigkeiten wie verschiedene Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, sind vom Betroffenen zu vermeiden.
Eine Fehlernährung wie beispielsweise einen vermehrten Koffein-, Nikotin- und Alkoholkonsum ist einzustellen. Beruhigungs- und Aufputschmittel sind ebenso wegzulassen.
Stattdessen ernährt sich der Betroffene am besten mit ausreichend Kohlenhydraten, Vitaminen, Eiweiß, Fett, Mineralstoffe und Wasser. Zwei Liter Wasser müssten es am Tag sein. Im Sommer oder bei sportlichen Aktivitäten könnte der Betroffene noch mehr zu sich nehmen.
Belastende Situationen sind zu meiden und ausreichend Ruhepausen einzulegen. Dazu gehört, ausreichend zu schlafen. Falls die Belastung noch zu groß ist, können autogenes Training und Yoga zur Entspannung beitragen.
Prophylaxe gegen Konzentrationsprobleme
Die Behandlung ist gleichzeitig Prophylaxe, wenn der Betroffene sich nach den oben genannten Vorgaben gesund ernährt, Ruhepause sowie Entspannung sucht und Informationsüberfrachtung vermeidet.
Da Durchblutungsstörung und niedriger Blutdruck gleichfalls Ursachen für Konzentrationsprobleme sein können, sind sportliche Aktivitäten vorbeugend. Sport ist zudem wichtig, um weitere körperliche Erkrankungen und Depressionen zu vermeiden.
Wann sollte ein Arzt konsultiert werden?
Dies ist abhängig davon, ob sich der Betroffene von der Konzentrationsschwäche gestört fühlt. Ein plötzliches Auftreten oder chronische Konzentrationsprobleme müsste sich der Arzt auf jeden Fall anschauen.
Mehr gibt’s hier: https://www.psychotipps.com/Konzentration.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Konzentration_(Psychologie)