Moses, ein Dackel
Hot dogmatics: Die mit Abstand liebenswürdigsten Linien zieht im Alltag der Dackel. Der zieht immer der Nase lang, immer in Richtung Liebe. Im Moment findet er sie beim REWE in Bockenheim, im Stock darüber wohnt Maia. Morgens um sieben müssen wir dort auf der Matte stehen. Moses sagt, laut ab 6.15, wir könnten Maia sonst verpassen.
Je mehr Moses eine Muse oder ein Mosaiksteinchen, etwa Maia liebt, desto mehr liebt er alle und alles, denn alle sind nur Elementarteilchen, alle und alles sind nur, weil alle und alles nur im Haufen sind.
Zizek kann man trauen, muss man aber nicht. Er sagt, die Liebe sei eine brutale, bedrängende Auswahl. Klamm ist sie durchaus, furchtbar auch. Zizek ist vielleicht nur noch nicht an den richtigen Moses und die richtige Maia geraten und hat bisher auch eher schlechte Erfahren im Lassen gemacht. Machen alle Mal, Zizek, möchte man ihm sagen, vermutlich weiß der das eh schon. Trotz allem ist Lassen möglich und mag sein, mag das Sein und lässt das Sein möglich und mögend sein. Zwang ist drin, Zwang ist immer drin, aber auch nur dort. Zwang muss aber nicht sein, draußen ist viel Luft, für alle und jeden.
















