Der 13jährige Tikki wächst unter den Kuppeln des lebensfeindlichen Planeten Karijer auf. Nach dem Tod seiner Eltern möchte er sich seinen Traum erfüllen und heuert auf einem Raumschiff an, um fremde Planeten zu bereisen. Weil er Geld benötigt, tritt er für kurze Zeit in die Dienste von Stasj - einem Phag, dessen Clan im Volksmund nicht umsonst “Dshedai” gerufen wird. Bald darauf befindet sich Tikki bereits mitten im Kampf gegen die Inej, die mittels Gehirnwäsche immer mehr Planeten besetzen...
Tikki mutet anfangs sehr naiv an, nimmt den Leser aber schnell für sich ein. Gerade dadurch, dass er nicht alles richtig macht, einige Male nur pures Glück hat und zum Teil regelrecht durch die Geschichte stolpert, wird er sympathisch und sorgt für das eine oder andere Schmunzeln. Trotzdem bietet “Das Schlangenschwert” noch genug Stoff zum Nachdenken: Tikkis Volk besteht aus Nachfahren ehemaliger Zwangsarbeiter, die nach Karijer geschafft wurden, um Rohstoffe abzubauen. Wer nicht für sein Lebenserhaltungssystem zahlen kann, verstrahlt entweder in der lebensfeindlichen Atmosphäre oder kann den Freitod im Hospiz wählen. Auch die Chancen, den Planeten zu verlassen, steigen und fallen mit dem Geld und dem eingebauten Neuroshunt, einer Art Schnittstelle, mit der sich elektronische Geräte mit dem Gehirn verbinden lassen.
Fazit: Nicht nur fesselnd, witzig und rührend, sondern auch intelligent - absolut lesenswert, ein toller Einstieg in Lukianenko! 5/5 Y-Chromosomen!