BadUSB-Sticks geben sich als Tastatur aus und hacken im Vorbeigehen Rechner. Mit der richtigen Software können sie entschärft werden.
Ihre Namen lauten Bash Bunny, Rubber Ducky oder Malduino. Für Menschen sehen sie aus wie handelsübliche USB-Sticks, für Computer sind sie jedoch Tastaturen. Werden sie in einen Rechner eingesteckt, beginnen sie zuvor festgelegte Befehle einzutippen. Mit solchen BadUSB-Sticks können Admin-Aufgaben automatisiert oder Rechner in wenigen Sekunden mit Schadsoftware übernommen werden.
Letztlich stehen dem Nutzer damit alle Möglichkeiten offen, die ihm eine angeschlossene Tastatur bietet - mit rasender Tippgeschwindigkeit. Keystroke Injection werden solche Angriffe genannt. Wir wollten wissen, wie einfach sie sich durchführen lassen und wie sich Nutzer, Firmen und Admins davor schützen können.
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Die Angriffe mit Malduino, Bash Bunny oder Rubber Ducky sind geradezu gruselig einfach durchzuführen. Einfache Scripte sind in kürzester Zeit geschrieben, neben dem Öffnen von Golem.de kann so auch Schadsoftware heruntergeladen und ausgeführt werden. Auch aufwendigere Angriffsszenarien sind problemlos umsetzbar - und mit etwas mehr Geduld und Erfahrung klappt dies auch mit herkömmlichen USB-Geräten - die sogar vom potenziellen Opfer stammen und an einem PC unbemerkt umprogrammiert werden können.
Dass die Gefahr durchaus real und vielfältig ist, konnten wir in unseren Tests zeigen. Neben dem kompletten Verzicht auf USB-Geräte und -Ports, der nur in extremen Szenarien umsetzbar sein dürfte, hilft nur ein Schutz über Sicherheitssoftware, die mindestens USB-Tastaturen blockiert und per Whitelist erlaubt. Dazu kommen USB-Geräte, die mit signierter Firmware arbeiten und so nicht angreifbar sind. Die Geräte sind allerdings selten und teuer.
Insgesamt überzeugt uns der Ansatz des USBGuards aus der Sicherheitsperspektive am meisten. Solange der Nutzer selbst keine schädlichen USB-Geräte zulässt, ist er umfassend vor BadUSB-Angriffen geschützt. Noch nicht ganz ausgereift wirkt der von Gnome implementierte Schutz, der sich jedoch noch in der Entwicklung befindet. Den Ansatz, den Schutz einfach zu halten und direkt ins Betriebssystem zu integrieren, halten wir jedenfalls für am vielversprechendsten.









