Marc Meier ist so "beziehungsgestört" weil er Angst hat. Nicht weil er Gretchen nicht liebt -das tut er und das ist auch schon von Folge 1 an klar-, nicht weil er sich alle Möglichkeiten offen halten will, nicht weil er wirklich in Ruhe gelassen werden will, denn als er Gretchen genau das sagt, tut es ihm mindestens genauso weh wie ihr. Dieser Mann hatte eine Kindheit geprägt von Gewalt. Gewalt, die von seinem eigenen Vater ausging, der Person, die er vielleicht am meisten gebraucht hätte. Vielleicht auch um jetzt nicht so zu sein, wie er eben ist: Ein egomaner, arroganter Chirurg, der jeden von sich stößt, wenn er ihm zu nahe kommt. Er will nicht, dass Gretchen ihm zu nahe kommt, weil er weiß, dass er ihr dann nicht widerstehen könnte. Weil er sie liebt. So sehr. Aber er hat auch so Angst. Angst vor einer Beziehung. Weil diese eine Beziehung, die er kennt, die seiner Eltern ist. In der sein Vater seine Mutter geschlagen hat. Und ihn. Und jetzt hat er eben Angst davor. Denn was, wenn er genauso ist? Wenn er so ist, wie sein Vater, wenn er auch dazu in der Lage wäre dasselbe zu tun, wenn er Gretchen etwas antun würde, wenn er- Dieser Mann liebt diese Frau so sehr, dass er lieber sie und sich selbst leiden lässt, als überhaupt nur in die weiteste Versuchung zu kommen, ihr jemals etwas antun zu können.
And don't even get me started on wie er mit diesem kleinen Jungen aufs Klo geht, so lieb zu ihm ist, ihm auch noch das Hemd in Hose stecken will und dabei die Verletzungen an seinem Rücken bemerkt. Verletzungen, die er nur allzu gut kennt. Weil er sie selbst in seinen Kindheitstagen getragen hat.














