Hallo ihr Lieben, 😊 Heute ist hier wieder so schönes Wetter 😄 ich mag es wenn man die Vögel zwitschern hört und alles langsam amfängt zu blühen. 😊 • Heute Abend heißt es für mich wieder Proben und ich muss mir nochmal den Text angucken 😣 das ist soo viel. Naja egal😅. • Und ich werde noch weiter in Daughter of Smoke an Bone lesen. Das Buch lese ich zusammen mit der lieben @daniiwho und der lieben @lenas_bookworld 💕 • Was sind eure Pläne für heute? Einen schönen Dienstag wünsche ich euch.😙 [ #bookstagram #bookstagrammers #bookstagrammer #instabücher #instabuch #bookporn #bookphotography #booklover #booknerd #bookdragon #bücherverrückt #ILoveBooks #bookenthusiast #iread #ilovetoreadbooks #marmorkuss #jenniferbenkau #roman ]
AutorIn: Jennifer Benkau
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2014
Verlag: script5
Seiten: 432
Einzelband
KLAPPENTEXT:
Jarno, ein rastloser Underdog, küsst ein Dornröschen aus dem letzten Jahrhundert wach - und wird mit ihr in einen Strudel aus Liebe und Gefahr gezogen. Ein berührender Roman mit zwei Liebenden aus verschiedenen Zeiten, meisterhaft erzählt.
Er war ihr in einer alten, mit Rosen überwucherten Villa begegnet - der geheimnisvollen Figur aus weißem Marmor. Und Jarno hatte sich tatsächlich beim Fotografieren der steinernen Schönheit ein bisschen in sie verliebt. Wie verwirrt ist er nun, als nach seinem schüchternen Kuss eine lebendige junge Frau vor ihm steht, die weder elektrisches Licht noch zerrissene Jeans kennt und offenbar hundert Jahre geschlafen hat.
Es beginnt eine märchenhafte Liebesgeschichte und gleichzeitig ein Spiel auf Leben und Tod. Denn Jarno ist kein Prinz - im wirklichen Leben steckt er tief in einem Sumpf aus Verbrechen ...
MEINE MEINUNG:
Winter und Märchen passt für mich genauso gut zusammen wie Winter und Schnee oder Winter und heisse Schokolade... Kein Wunder also, dass eine Märchenadaption den Weg in meinen Dezember-Lesestapel gefunden hat.
Mit Marmorkuss erzählt Jennifer Benkau das Märchen von Dornröschen neu, macht aus dem Prinzen einen Taugenichts, der sich irgendwie durchs Leben wurstelt, aus Dornröschen eine Dame mit heimlichem Verlobten sowie dem Wunsch, Lehrerin zu werden, und wirft alles mit einem Schuss Magie und einer Mini-Portion Krimi in unsere moderne Welt. Den Transport vom traditionellen Märchen in unser Jahrzehnt schafft die Autorin auf beeindruckende, überzeugende Weise, und genau das war es, was den Reiz dieses Buches ausgemacht hat. Trotzdem hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dieser Geschichte, und das liegt an den Hauptcharakteren und am Erzähltempo.
Jarno, der männliche Hauptcharakter, ist alles andere als ein idealer Märchenprinz. Er stammt aus ärmeren Verhältnissen, will Fotograf werden und schlägt sich unterdessen irgendwie als Pizzabote durchs Leben. Er hat das Herz am richtigen Fleck, trifft aber viel zu oft die falschen Entscheidungen. Eigentlich sind das alles perfekte Voraussetzungen, um mit ihm mitfiebern und ihn als sympathisch bezeichnen zu können, aber irgendwie wollte bei mir der Funke nie richtig rüberspringen.
Dasselbe passierte mir mit Klara. Als weibliche Hauptperson kann ich nicht viel Schlechtes über sie sagen – nett, mutig, offen, vielleicht ein bisschen naiv, aber wer wäre das nicht, wenn er aus der Vergangenheit plötzlich in der Zukunft landet, nach hundertelf Jahren? Trotzdem, auch mit ihr hatte ich so meine Mühen. Ich habe mich nicht gut in sie hineinversetzten können und das wurde durch die doch eher schwache Liebesgeschichte zwischen ihr und Jarno nicht besser.
Es dauerte Ewigkeiten (wirklich, E-W-I-G-K-E-I-T-E-N), bis ein bisschen Schwung in die Geschichte kam. Anfangs war es noch in Ordnung, schliesslich ging es darum, die beiden Protagonisten kennen zu lernen. Aber nach einer Weile fand ich das gemächliche Tempo ziemlich anstrengend. Die grösste Action kam irgendwann in den letzten 40 Seiten oder so, dazwischen hätte man ruhig gut 150 Seiten kürzen können. Voll im Ernst.
Pluspunkte gibt es wenig überraschend für den Schreibstil. Jennifer Benkau ist in dieser Kategorie einfach top. Nicht nur die Art, wie sie die Wörter wählt ist beeindruckend, sondern auch ihr Ideenreichtum in Sachen Erzählweise. Im ersten Teil wird die Handlung abwechselnd aus Sicht von Jarno und Klara erzählt, wobei Klaras Teil in der Ich-Form geschrieben war, im Gegensatz zu Jarnos Abschnitten. Nicht nur das – der Wechsel zwischen den beiden Perspektiven geschah fliessend, indem der Satz des einen Charakters einfach mit dem Satz des nächsten Charakters fortgesetzt wurde, so dass am Ende beide Sätze zu beiden Charakteren gepasst haben. Tönt vielleicht verwirrend, so wie ich es beschreibe, aber es war eine willkommene Abwechslung und eine geniale Idee.
FAZIT:
Wer sich Marmorkuss zu Gemüte führt, muss vor allem zwei Dinge mitbringen: viel Geduld und den Willen, das Buch wirklich fertig schaffen zu wollen. Die Dornröschen-Adaption rund um Jarno und Klara hat mich nicht aus den Socken gehauen, war aber gut erzählt und hat meine Neugier genug geweckt, um dran zu bleiben. Sicher nicht der beste Einstieg in eine Märchennacherzählung, aber ganz passabel für einen kalten Wintertag!