Aufbruch Dem Eichhorn gleich, das seine Nuß verscharrt Als Zehrung für die kalten Hungertage, So grab ich meine blauen Träume ein Und alles Hoffen, das ich in mir trage. Die Spuren tilgend vor der Füchse Blick, - Verborgne Schätze, finde ich euer wieder? Wer weist den Weg mir, kehre ich zurück? Des Adlers Flug und einer Lerche Lieder. Sei achtsam, spreche ich zum Sommerregen. Behutsam, bitte ich den Winterschnee. So bangt das Herz um die verscharrten Träume, Ich aber weiß, daß ich sie nimmer seh. Stumm folge ich dem Zug der fremden Brüder. Die tragen große Fahnen vor sich her. Doch sah ich ihre Augen gegen Abend, Sie waren leer. So schlepp ich weiter an der schweren Kette Und presse Brot und Wasser aus dem Stein. Kehr ich einst wieder, werden meine Hände Zu rauh für alle blauen Träume sein. - Mascha Kaléko










