Die Lob Lüge - Was Deiner Exzellenz im Wege steht.
Auf Lob warten Anfänger. Die Besten der Besten beherzigen 4 einfache Tipps.
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Herzlich Willkommen zu Max Bormann.
Heute geht es um die Lob Lüge. Es geht um den Mythos, dass wir unbedingt gelobt werden müssen, um besser zu werden.
Natürlich gibt es Menschen, die behaupten, wir brauchen das Lob. Und einige von Euch werden sich vielleicht gerade wieder finden und sagen, es wäre schon schön, wenn mein Chef mir ab und zu auf die Schulter klopft. Und ja, bestimmt ist das so. Auf der anderen Seite wird von Lob niemand besser.
Bist Du schon mal kritisiert worden, beruflich oder privat, vielleicht zu Recht oder zu Unrecht, und hast Dir gesagt, ne, das wehre ich ab.
Ich möchte Dir ein Beispiel von mir erzählen. 2001, ich bin in den Vertrieb gekommen, und ich hatte keinerlei Ahnung von Verkauf, keinerlei Ahnung von Verhandlungen. Fachidiot schlägt Kunde tot, wäre das beste Wort gewesen damals für mich.
Und es gab einen neuen Geschäftsleiter und einen neuen Vertriebsleiter. Und der Vertriebsleiter kam mit mir zum Kundentermin, weil „ich möchte gucken, wo können wir uns noch hin entwickeln, was macht Ihr gut, was könnt Ihr besser machen“.
Wir waren bei Karstadt in Köln, erster Termin, wir kommen raus und Christian fragte mich, Max, wie fandst Du das Gespräch? Und ich sage, super, guter Termin. Wir haben gute Laune gehabt, wir haben zusammen gelacht. Denen hat die neue Kollektion gefallen. Sie haben viele Schuhe ausgemustert.
Ey, das war ein guter Termin. Und Christian guckt mich an und sagt, weißt Du Max, ich möchte mit Euch in die Champions Leage, ich möchte auf Champions Leage Level spielen. Und das, was ich gerade von Dir gesehen hab, war eher so Kreisklasse. Und ich habe mir gedacht, was für eine Unverschämtheit.
Ich Kreisklasse? Geht ja mal gar nicht. Und der Vorteil von ihm war sicherlich, dass ich bis heute noch nicht weiß, wie groß der Unterschied zwischen Kreisklasse und Champions Leage ist. Und ich habe es mit mir rumgeschleppt, zwei, drei, vier Tage, bis ins Wochenende. Und gesagt, NEIN! Es ist unverschämt.
Der Mann kennt mich nicht, der ist den ersten Termin dabei. Der weiß doch überhaupt nichts über mich. Wieso kann er sich das rausnehmen, mir zu sagen, ich wäre Kreisklasse. Und dann ist es mir selbst um die Ohren geflogen, weil ich mir dann gedacht habe, hallo, Kreisklasse heißt nicht, dass du dich nicht engagierst, dass du nicht alles gibst, was Du hast.
Das Problem ist nur, Kreisklasse hat irgendwo ein Ende, es gibt irgendwo einen Stillstand. Es fehlt die Weiterentwicklung. Und der Punkt ist der, Leute, die in der Kreisklasse im Leben, im Beruf spielen, sind nicht kritikfähig. Sie können nicht mit Kritik umgehen. Sie weisen Kritik zurück, weil sie Angst davor haben, nicht perfekt zu sein.
Und in dem Augenblick habe ich mir gedacht, dann bin ich aber richtig Kreisklasse, wenn ich das alles mir nicht annehme. Weil, wenn Christian zehn Jahre länger im Verkauf ist, länger im Vertrieb, zehn Jahre lang mehr Berufserfahrung hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit schon da, dass er mehr weiß als ich.
Ich vielleicht ein kleines Bisschen, oder ein bisschen mehr von ihm lernen kann. Dann wurde mir auch klar, dass die Bundesliga auf einem anderen Level spielt. Die Bundesliga kann mit Kritik umgehen. Sie hört sich Kritik an, und sie nimmt sie nicht persönlich. Sie macht etwas draus.
Aber, die Champions Leage spielt auf einem anderen Level. Die Champions Leage wartet nicht darauf, dass Kritik kommt. Die wartet nicht auf Feedback, konstruktiv oder nicht. Die Champions Leage holt sich das Feedback. Die holt sich die Kritik.
Eine Frage an Dich, denke mal an den Beruf, den Du gerade machst, Vorrangig an die Kernaufgabe, die Du in dem Beruf zu erledigen hast. Und dann frage ich Dich, wie viele Mentoren hast Du.
Wer ist Dein Mentor? Wer bildet Dich weiter aus? Wer entwickelt Dich? Wer ist in Deiner Sparte, in Deiner Branche, in Deinem Beruf, weiter als Du? Wer ist dort, wo Du hinkommen möchtest? Weil das ist das, was Champions Leage macht.
Die Champions Leage Leute, egal in welchem Beruf, haben Mentoren. Sie haben Trainer, sie haben Coaches. Sie suchen die Kritik. Sie saugen das auf. Sie wollen besser werden. Und mein Kameramann hinter der Kamera hat mir mal gesagt nach einem Vortrag, weißt Du Max, Kritik ist das Frühstück der Champions.
Hört sich an wie ein Kalenderspruch, aber letztendlich ist es doch genauso. Das ist der Punkt. Und deswegen ist auch die Frage, wie viele Mentoren möchtest Du Dir holen? Weißt Du, Bundesliga Leute in ihrem Job, nehmen Weiterbildungsangebote wahr.
Sie gehen auf Seminare. Sie nutzen vielleicht Coaching, was der Arbeitgeber ihnen anbietet.Aber die Champions Leage sagt, das reicht mir nicht, weil manchmal kann es sein, dass es nicht das richtige Angebot ist, manchmal kann es sein, dass es nicht das richtige Qualitätsniveau ist. Manchmal kann es sein, dass die Angebote der Firma nicht in der richtigen Taktung sind.
Und deswegen macht die Champions Leage folgendes. Sie investiert persönliche Zeit, persönliches Engagement, sie investiert persönliches Geld in Weiterbildung. Diese Leute holen sich Trainer und Coaches, was auch immer.
Manchmal musst Du für einen Mentoren bezahlen, manchmal gibt es Leute, die machen das liebend gerne einfach so. Aber das ist keine Garantie. Und deswegen möchte ich Dir vier einfache Tipps geben, wie Du in Deinem Beruf, egal in welcher Branche, egal was Du tust, Dich immer weiter entwickeln kannst Richtung Champions League Niveau Und wenn Du schon auf Champions League Niveau bist, kannst Du das trotzdem noch weiter entwickeln.
1. Suche Dir einen Mentor. Das heißt eine Person, die weiter ist als Du. Die dort ist, wo Du hinkommen willst in Deinem beruflichen Bereich. Wenn Du das aufs Private übertragen willst, Du hast vielleicht Probleme in Deiner Beziehung?
Dann schaue Dich doch mal um in Deinem Freundes- und Bekanntenkreis, nach Menschen, die vielleicht zehn, zwanzig Jahre lang, eine sehr ausgewogene und glückliche Beziehung führen. Mentorship funktioniert genauso im Privaten wie im Beruflichen.
2. Engagiere den Mentor. Sorge dafür, dass der Mentor Dich begleitet. Das der Mentor Deine Arbeit sieht. Das er Dich erleben kann. Denn nur das gibt ihm die Chance, die Möglichkeit, Dir konstruktive Kritik zu geben, um Dich besser zu machen.
3. Die Regelmäßigkeit. Habe regelmäßige Treffen. Alle vier oder alle sechs Wochen mit Deinem Mentor, mit Deinem Trainer, mit Deinem Coach. Um sozusagen die Entwicklung konsequent über ein Jahr lang weiter zu entwickeln.
4. Zwischen den Phasen, wo Du Deinem Mentor triffst, dazwischen, die praktische Umsetzungszeit, frage Dich jedes Mal, wenn Du ein anspruchs-volles Projekt fertig gestellt hast, wenn Du aus einem anspruchsvollen oder wichtigen Kundentermin kommst, wenn Du Leute führst und aus einem Mitarbeitermeeting kommst oder wenn Du Mitarbeiter führst und aus einem Mitarbeitergespräch kommst.
Dann frage Dich eine Frage, nach jedem dieser wichtigen Termine. Stell Dir vor, Du würdest diesen Termin noch mal haben, gleiche Rahmenbedingungen, gleiche Voraussetzungen. Beantworte Dir die Frage, welche eine Sache, würdest Du beim nächsten Mal besser machen.
Weil damit programmierst Du Dich, Deinen Kopf, Dein Handeln schon mal auf Erfolg. Damit weißt Du schon, welche eine Sache Du besser machst. Und wenn Du das Tag für Tag ein kleines bisschen besser machst, dann kommst Du Schritt für Schritt immer weiter dorthin, wo Du hin willst.
In diesem Sinne, wenn Dir das gefällt, bitte ich Dich, teile das. Wenn Dir das gefällt, like es. Und wenn Du noch Geschichten hast, wenn Du persönliche Erfahrungen hast, die Du vielleicht an die anderen Leute hier weitergeben kannst, trage Deinen Kommentar ein, erzähle Deinen Geschichte, und jetzt wünsche ich Dir eine gute, reflektierte und auch Mentorenreiche Woche.