Zum Zwecke gemeinsamer Anbetung haben sie sich gegenseitig mit dem Schwerte zerfleischt. Sie haben Götter geschaffen und haben sich gegenseitig zugerufen: ‚Verlasset eure Götter und betet die unsrigen an, wo nicht, so sollt ihr des Todes sein, ihr und eure Götter!‘ Und so wird es bis zum Ende der Welt sein, selbst dann noch, wenn die Götter aus der Welt werden verschwunden sein: vor Götzen wird man dann niederfallen.
Sieh DICH um, was DU weiter vollbracht hast, und immer wieder um der Freiheit willen. Ich sage DIR, der Mensch kennt keine quälendere Sorge, als den aufzufinden, dem er rasch sein Geschenk der Freiheit abtreten könnte, mit der er unglückliches Wesen geboren wird. Die Freiheit der Menschen aber beherrscht nur der, der ihr Gewissen beruhigt. Mit dem Brote ward DIR ein unstreitiges Zeichen verliehen. DU gibst ihm Brot, und der Mensch beugt sich vor DIR; denn es gibt nichts Zwingenderes als Brot.
Bei uns werden alle glücklich sein, und sie werden sich nicht mehr empören, noch sich gegenseitig vertilgen, wie sie es allüberall in Deiner Freiheit tun. Oh, wir werden sie davon überzeugen, daß sie nur dann zu Freien werden, wenn sie zu unsern Gunsten auf ihre Freiheit verzichtet und sich uns unterworfen haben. Und wir, werden wir darin recht haben oder lügen? Sie selbst werden sich davon überzeugen, daß wir recht haben; denn sie werden sich erinnern, zu welchen Schrecknissen der Sklaverei und der Herzensangst Deine Freiheit sie geführt hatte. Die Freiheit, der freie Verstand und die Wissenschaft werden sie in solche Abgründe führen und werden sie solchen Wundern und unerforschlichen Mysterien gegenüberstellen, daß einige Übermäßige und Wilde unter ihnen sich selbst vertilgen werden, andere Unbotmäßige, aber Schwache, werden sich untereinander vertilgen, die übrigen aber werden kraftlos und unglücklich zu unsern Füßen herankriechen und zu uns aufschreien: „Ja, ihr hattet recht, ihr allein seid im Besitz seines Mysteriums, wir kehren zu euch zurück, rettet uns vor uns selber!“ Wenn sie von uns Brot empfangen, werden sie natürlich erkennen, daß wir von ihnen ihr eigenes, mit ihren eigenen Händen erarbeitetes Brot nehmen, um es unter sie zu verteilen, sie werden erkennen, daß wir keine Steine in Brot verwandelt haben, aber sie werden in Wahrheit mehr als über das Brot selbst darüber erfreut sein, daß sie es aus unsern Händen empfangen! Denn nur allzusehr wird ihnen erinnerlich sein, wie früher, ohne uns, selbst das Brot, das sie erarbeitet hatten, sich in ihren Händen in Steine verwandelte, wie aber, seit sie zu uns zurückgekehrt waren, dieselben Steine in ihren Händen zu Brot wurden. Zu sehr, zu sehr werden sie es schätzen, was es bedeutet, ein für alle Male sich untergeordnet zu haben.