Es gibt Menschen, die bewusstlos werden, wenn sie Blut sehen oder die nicht alleine in einem Zimmer schlafen können. Vieles sind Krankheiten eines fehlerhaften, verletzten Lebens, das Wunden an Seele, Körper oder Psyche hinterlassen. Gott kann uns helfen. In allen Bereichen kann er helfen und heilen. Vieles überträgt sich von der Mutter auf uns. Wir leiden oft darunter, ohne es zu wissen. Mütter, die während der Schwangerschaft Schweres durchmachen mussten, an Depressionen litten, Furcht hatten oder sich mit Selbstmordabsichten quälten, können diese Neigung an Kinder weitergeben.
Bitterkeit der Mutter, zum Beispiel, kann in ihrem Kind später Gewalttätigkeit hervorrufen. Es gibt auch Kinder, die ihren Vater aus verschiedenen Gründen hassen. Es kommt vor, dass er auf die Abtreibung des ungeborenen Kindes drängte, bis seine Frau ihn hasste und diesen Hass auf ihr Kind übertrug.
Dies sind nur einige Störungen in unserem Leben, von denen es mehr aufzuzählen gäbe.
Furcht überfällt uns als erstes, wenn wir gegen den Willen Gottes oder gegen die Gebote Gottes handeln. Im Buch Genesis lesen wir: „Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich" (Gen 3,10). Furcht kann auch aufkommen, wenn wir Staatsgesetze oder Regelungen in der Gemeinde, im Haushalt oder von Vorgesetzten missachten.
Die Bibel erzählt von der Furcht der Frevler: „Der Frevler flieht, auch wenn ihn keiner verfolgt, der Gerechte fühlt sich sicher wie ein Löwe" (Spr 28,1). Jede Sünde, jede Missetat belastet uns mit Furcht. Wir lassen Furcht zu, später werden wir davon ganz ergriffen und fliehen vor Polizei, Vorgesetzten, der Dunkelheit, der Einsamkeit usw. Der Schöpfer, der uns ins Dasein gerufen hat, ruft uns zu: Fürchte dich nicht! Vielleicht haben wir ihn vergessen oder haben seit langem keinen Kontakt mehr mit ihm. Wir wähnen uns selbständig und denken manchmal, dass wir niemand brauchen und schließen Gott und seine Liebe somit aus. Unsere Kräfte sind beschränkt und bald ausgeschöpft, dann bekommen wir regelrecht Angst und Furcht. Sie überfallen uns, obwohl es nichts zu fürchten gibt.
Gott will uns nicht in dieser Furcht sehen, denn wo Liebe ist, gibt es keine Furcht, sichert uns der Apostel Johannes zu: „Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht", (1 Joh 4,18). Wenden wir uns der Quelle der Liebe zu und lassen wir uns von Liebe erfüllen, dann werden wir von Furcht befreit.
Gottes Schutz ist uns gewiss.,,So spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich geformt hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir" (Jes 43,1).
Lasst uns deshalb unter Gottes Schutz stehen und uns wieder sicher fühlen.
-Pater Zacharias Thudippara
















