Viele Unternehmen wünschen sich keine komplizierten Systeme. Sie wünschen sich:
weniger Chaos
weniger Rückfragen
bessere Übersicht
schnellere Informationssuche
strukturierte Kundenanfragen
nachvollziehbare Dokumentation
KrambergAI entwickelt digitale Lösungen für Unternehmen, die ihre Abläufe verständlicher und effizienter organisieren möchten – mit Fokus auf Mittelstand, Handwerk und praxisnahe KI-Unterstützung.
Software, die Abläufe vereinfacht und Mitarbeiter entlastet. Für mittelständische Unternehmen mit komplexen Prozessen und steigenden Anforde
Nein – denn die aktuelle Digitalisierung aller Lebensbereiche ist gerade für Manufakturen eine Chance! Aber warum?
Aktuell entwickeln sich Konsumenten durch das Internet immer mehr zu Prosumenten und greifen so auf unterschiedlichen Wegen in die Produktion und Kommunikation im Unternehmen ein.
Der Kunde von heute ist nun der wahre König. Bestens informiert, bereit zur Diskussion und vernetzt von Facebook bis Snap-Chat. Auch kleinere Unternehmen müssen nun lernen, sich den neuen Schnittstellen zu bedienen. Dabei stellen die Kommunikationsplattformen nur den Anfang dar. Internet-Konfiguratoren lassen schon heute den Kunden zum Designer werden. Dies funktioniert im Großen wie im Kleinen. Bekannt aus der Automobilindustrie, wo wir schon länger bis ins Detail entscheiden können, gibt es aktuell auch Neues aus der Welt der Manufakturen.
Den Anfang machte in Deutschland Julia Kasper von Holzgespuer.de. Aufgewachsen in handwerklicher Meisterleistung von Echtholzprodukten, hat sie die Chancen der Digitalisierung schnell erkannt. Holzgespür bietet handgefertigte Möbel aus heimischen Hölzern. Ihre Kunden wollen erlesenes Handwerk, einmalige Qualität und die Gewissheit, dass Material und Arbeitsleistung aus deutschen Landen stammt. Und eines mehr wollen die Kunden – den genau passenden Tisch für ihr Leben. Da lag es nahe, alle diese Anforderungen zu verbinden. Heute kann der Kunde über einen 3D-Konfigurator seine Möbel bis ins Detail gestalten. Jedoch kann Holzgespür mehr. Der Kunde erhält auf Wunsch eine reale Musterbox und kann zu Hause mit allen Sinnen Eiche gegen Rüster oder Nussbaum abwägen. Nicht genug: Ist das Material ausgewählt, erhält der Kunde ein Video vom aufgeschnittenen Baumstamm und kann dann entscheiden, ob Maserung und Astverlauf seinen Wünschen entsprechen. Wer gleich selbst gestalten möchte, dem bietet sich eine zweite Schnittstelle – der Wunschupload. Die eigene Idee hochgeladen, meldet sich die Unternehmerin sogleich per Chat zu Wort und gemeinsam entsteht das neue Produkt. Holzgespür zeigt so, wie Beratung und echte Kommunikation auch über das Internet gelingen kann.
Da war einmal das Klischee der verstaubten Manufaktur mit ihren rostigen Maschinen und Handwerkern. Doch so fertigen erfolgreiche Manufakturen schon lange nicht mehr. Das handwerkliche Expertenwissen der Meister gepaart mit der Präzision digitaler Fertigung lässt heute Produkte in atemberaubender Qualität und Langlebigkeit entstehen.
Die digitale Maschine – ob Fräser, Laser oder Roboter – bleibt ohne die Intelligenz des Meisters ein dummes Werkzeug. Handwerk, Gestaltung und digitales Engineering müssen heute zusammenspielen um bleibende Werte jenseits der Massenprodukte zu erzeugen.
Und so sehen wir von den Alpen bis zur See Manufakturen, die mit ihren technisch anspruchsvollen Produkten zur Weltmarke werden. Wie dies geht zeigen beispielsweise die Deutschen Werkstätten Hellerau. Nach der Wende und einer Traditionsgeschichte bis ins Jahr 1898 zurück, startete die Manufaktur mit präziser digitaler Fertigung und handwerklicher Meisterleistung ihr Wachstum. Projekte wie eine in England umgesetzte Bibliothek in freien Formen lassen staunen. Angelehnt an die Formensprache Antoni Gaudis überzeugt das Projekt mit einer einmaligen digitalen Fertigungskompetenz. Freigeschwungene Formen in Echtholz zu fertigen, heißt zuerst mit einer 3D-Modellierungssoftware virtuell erste Entwürfe zu gestalten. Stimmt der Entwurf, braucht es bei solchen extremen Formen schon eine komplexe 5-Achs-Fertigung, um der Produktion Herr zu werden. Über solche Projekte an der Spitze des Holzhandwerks haben sich die Werkstätten Hellerau nun bereits international einen exzellenten Ruf erarbeitet. Hochwertiges Handwerk gepaart mit digitaler Fertigung sind so Grundlage für den zukünftigen Erfolg der Manufaktur.
Umweltverträgliche und nachhaltige Produkte liegen im Trend. Sozial verantwortliche Beschaffung und Produktion werden immer gefragter. Die Transparenz, die das Internet hier erzeugt, ist das Gold der Manufakturen. Denn die Ansprüche an Nachhaltigkeit erfüllen Produkte echter Manufakturen schon seit jeher. Doch nun wird sichtbar, was oft verborgen war. Heute kommunizieren auch Manufakturen über Webseiten, Blogs und Social Media die Themen der Gesellschaft und ihrer Produkte. Und so findet der Käufer aus Hamburg nun endlich auch die Manufakturküche aus den Tiefen des Westerwaldes.
Die Möbelmanufaktur Tischlerei Sommer fertigt Küchen in einer Qualität, die ihres gleichen sucht. Die Fertigungskompetenz und ein internationales Netzwerk für einzigartige Materialien lassen wenig Raum nach oben. Ob Küchenblock aus Ibbenbürener Sandstein auf heimischem Apfel oder das Mobile Cooking Center zum Braten, Grillen und Servieren im Freien zeigen die Innovationskraft, gepaart mit Exklusivität. Aber was nützt das beste Produkt, wenn nicht auf gleichem Nivea digital kommuniziert wird. Der Kunde von heute sucht auch über das Smartphone nach Manufakturwaren und weiß sehr genau über Material und Verarbeitung bescheid. Dies erkannt, setzt die Manufaktur auf eine breite Kommunikationsstrategie. Die Webseite holt als Plattform die Kunden ab und verzaubert in Text und Bild für den nächsten Kauf. Social-Media-Aktivität und gekonnte Suchmaschinenoptimierung lassen das Unternehmen dort erscheinen, wo Manufakturen hingehören. Nach oben auf Seite eins. Auch hier bietet Digitalisierung unzählige Möglichkeiten für Manufakturen.
Klappt dann noch Lieferung und Service in der Excellence der Produkte, haben Manufakturen eine goldene Zukunft. Hier gilt es, die Geschäftsprozesse intelligent zu digitalisieren. Wer wartet heute schon gern auf das Angebot oder den Service? Also auf in die digitale Zukunft der Manufakturen.
Die digitale Transformation der Unternehmen ist in vollem Gange. Ob größerer Mittelstand oder Handwerk – die zu bewältigenden Aufgaben sind vielfältig und oft komplex. Im Zentrum des Wandels steht die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle und die Anpassung bestehender Geschäftsmodelle mit digitalen Produkten und Services. Das trifft ins Herz der Unternehmen, stellt es doch die jahrelangen Traditionen oft auf den Kopf. Doch es gilt genau hinzuhören, was die Kunden heute und morgen wollen und in den Angeboten intelligente wie elegante Antworten umzusetzen. Wer hier erfolgreich sein will, dem sei die Innovationsmethode „Design Thinking“ ans Herz gelegt.
Das Design vermochte schon immer mehr als reine Ästhetik zu bedienen und denkt seit Entstehen vom Prozess her. Die Methode eignet sich hervorragend, um Produkte und Services gemeinsam zu betrachten und zu erproben. Zukünftig werden nur noch wenige Produkte ohne einen digitalen Service erfolgreich sein. „Design Thinking“ kann hierbei konkret die Fragen nach der tatsächlichen digitalen Anwendung als Schnittstelle zum Kunden beantworten.
Die Entwicklungsgeschichte der Methode ist schnell erzählt. David Kelley, Gründer der bekannten Design-Agentur IDEO im Silicon Valley, entwickelte „Design Thinking“ als ein wichtiges Werkzeug zur Innovationsentwicklung. Die Stanford-Professoren Terry Winograd und Larry Leifer prägten fortan mit der amerikanischen d.school an der Stanford University die weitere Entwicklung. Von der Methode begeistert gründete Hasso Plattner 2005 das Hasso-Plattner-Institute of Design in Potsdam, an dem seither „Design Thinking“ gelehrt wird. Inzwischen hat sich die Methode als eines der wichtigsten Werkzeuge in der Innovations- und Produktentwicklung in kleinen wie großen Unternehmen etabliert. Heute wird die Methode bereits in allen Formen der Lehre gewinnbringend eingesetzt.
Die richtige Mischung macht’s!
Treffen sich fünf Tischler und denken darüber nach, wie Ihre Zukunft aussieht. Hier wirklich neue Geschäftsmodelle oder Produkte zu erdenken wird schwerfallen. Das kennen wir alle aus unserem Alltag im Unternehmen. Also raus aus der Alltäglichkeit. Treffen sich ein Tischler, ein Arzt der Kunde ist, ein Comedian, ein IT-Spezialist und ein Frästechniker, wird das Ergebnis allein durch die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Kompetenzen um einiges erfolgsversprechender ausfallen. Das selbst erlebte Beispiel will sagen, „Design Thinking“ lebt von der Unterschiedlichkeit seiner Teilnehmer. Die Grundlage eines jeden Design Thinking-Prozesses bildet daher ein Team, das sich aus verschiedenen Gewerken, Abteilungen und Hierarchieebenen zusammensetzt. Das Mitwirken von externen Mitdenkern kann überaus hilfreich sein. Die Methode lebt somit zum einen von der wirklichen fachlichen Expertise wie der Fähigkeit der Teilnehmer, sich neuen Ideen anderer Bereiche zu öffnen und eigene Ideen mit denen des Teams zu vernetzen.
Der Mensch ist zum Sitzen nicht gemacht!
Damit „Design Thinking“ funktioniert, sollte man den richtigen Rahmen bereitstellen. Im Sitzen neue Ideen sprudeln zu lassen, Modelle zu bauen und Mockups zu testen passt nicht wirklich zusammen. Räume zum „Design Thinking“ brauchen modulartige Tisch ächen in Stehhöhe, Ablageflächen für Material und Modelle und Rückzugsflächen zur intensiven Denkarbeit. Große freie Wand- oder Tafelflächen sind unmittelbarer Bestandteil der Arbeit. Gesunde und frische Nervennahrung begeistern die Teilnehmer. Intensives Denken muss Spaß machen und darf dauern! Ein Tipp für das Handwerk: Räumen Sie Ihre Werkstätten und machen Sie diese zu Denklaboren. Eine gute Montagebank eignet sich hervorragend, um den Teilnehmern einen guten Platz zur Ideenfindung bereit zu stellen. Zudem sind sie somit gut gerüstet, die entstandene Idee sofort in der Produktionsumgebung zu testen.
Der richtige Prozess bringt den Erfolg.
„Design Thinking“ arbeitet in den Komponenten (technologische) Machbarkeit, (wirtschaftliche) Tragfähigkeit und (menschliche) Erwünschtheit. Damit rückt der Mensch stärker als bei anderen Methoden in den Fokus der Ideenarbeit. Nur wenn wir begreifen, welche Wünsche unsere Kunden im Innersten haben, können wir die Angebote der Unternehmen innovativ weiterentwickeln. Wir müssen die Probleme unserer Kunden erkennen.
So frei die Ideenfindung – so fest sollte der Prozess der gesamten Methode umgesetzt werden. Er teilt sich in sechs einzelne Phasen, die sich in Schleifen wiederholen können. Hierbei beschäftigen sich die ersten drei Phasen mit dem Verstehen und der Analyse, die letzteren drei mit Ideenfindung und Umsetzung.
Phase 1 – Verstehen
Wir können nur Neues entwickeln, wenn wir wissen, was die richtige Frage ist. Sehr oft stellt diese sehr einfache Feststellung das wahre Problem in Ideenfindungsprozessen dar. Hier hilft das Verstehen der konkreten Problemstellung und des damit verbundenen Problemfeldes. Man sollte offen sein, die erste Frage immer weiter zu konkretisieren oder gar in die eine oder andere Richtung zu verschieben. Der ersten Phase sollte also genügend Zeit eingeräumt werden, da sie für den weiteren Verlauf von hoher Bedeutung ist. Wenn klar ist, was wir fragen, beginnt das genaue Hinsehen.
Phase 2 – Beobachten
Das „Design Thinking“ lebt von der detaillierten Beobachtung der Menschen in der Anwendung von Produkten oder Services. Hierbei steht das „Miterleben“ von tatsächlichen Situationen im Vordergrund. Wollen wir also die Küche von morgen erdenken, müssen wir kochen und verspeisen. Hier hilft es tatsächlich, die Workshopräume zu verlassen und sich vor Ort in den Situationen umzuschauen. Allein die Beobachtung reicht jedoch nicht. Vielmehr kommt es darauf an, durch gezielte Dialoge möglichst viele relevante Details zu entdecken. Hierbei sollten alle Punkte detailliert aufgeschrieben, skizziert, fotografiert oder per Video festgehalten werden. Am Ende der Phase sollte eine für alle Teilnehmer umfassende Dokumentation der Problemstellung erarbeitet sein.
Phase 3 – Synthese
Mit dem Ende der Beobachtungen beginnt die Synthese aller gesammelten Informationen. Alles Material wird durch die jeweiligen Teilnehmer an die freien Wände arrangiert und den anderen Teilnehmern detailliert erläutert. Am besten erzählt man hier die Geschichten, die tatsächlich erlebt wurden, und untersetzt diese mit Skizzen und Bildern. In Schritt zwei der Phase fassen alle Teilnehmer im Dialog die Ergebnisse zusammen. Hierbei gilt es zusammen Überschiften, Schlagwörter und Gemeinsamkeiten in den Materialien zu entdecken und zu strukturieren. Hierfür eignen sich Rahmenstrukturen wie Mengen- oder Ablaufdiagramme als Grundlage einer Sortierung. Ziel ist es, ein Spannungsverhältnis der einzelnen Informationen zu erzeugen. Was ist für die folgende Ideenfindung wirklich wichtig? Worauf kann der Kunde keinesfalls verzichten? Was sind Felder für Neuerungen in Produkten und Services? Dies sind hier die Fragen, die übersichtlich beantwortet werden.
Phase 4 – Ideenfindung
Erst nach dieser langen Vorbereitung der Phasen Verstehen – Beobachten – Zusammenfassen gilt es, in die Ideenfindung einzusteigen. Dies kann nach den Methoden des Brainstormings erfolgen und sollte die in der Synthese aufgestellten Schwerpunkte in einzeln zu lösende kleinere Fragen gliedern. Im Fokus der gesamten Ideenfindung steht die weitere Visualisierung der Ideen. Hierbei gilt es, nicht den Gewinn in einem Zeichenwettbewerb zu erhalten, sondern vielmehr die eigenen Ideen den anderen Mitgliedern anschaulich erläutern zu können. Das Denken in Comicgeschichten kann hier sehr hilfreich sein. Eine Regel in dieser Phase lautet: Alles ist erlaubt, keine Idee schlecht und wir suchen nach vielen sowie vielfältigen Ideenansätzen. Bis hierhin gelten Neutralität und Offenheit gegenüber jeder neuen Idee. Sind die Ideen an den Wänden versammelt, gilt es auch in dieser Phase im engen Dialog der Teilnehmer eine geeignete Struktur zu finden. Hierbei werden die Ideen auf Grundlage der drei Komponenten des Design Thinkings beleuchtet. Die Wünsche der Menschen sollten hierbei neben der Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Ideen an vorderster Stelle stehen, liegen hier doch die wirklich erfolgreichen Innovationen verborgen.
Phase 5 – Modelle bauen
Ideen werden zu Juwelen, wenn wir Modelle von ihnen bauen und anhand der Erfahrungen sofort verbessern. Leider tun wir dies heute gerade in kleinen Unternehmen viel zu wenig, obwohl hier die Struktur die richtigen Möglichkeiten bietet. Für die Umsetzung der Ideen eignen sich insbesondere schnelle Baumaterialien wie Papier, Pappe, Furnier, Holzplatten und alles weitere, welches sich schnell falten, bemalen und kleben lässt. Der Fantasie sollten hierbei durch nicht vorhandenes Material und Werkzeuge keine Grenzen gesetzt werden. Im Mittelpunkt der Modelle steht die direkte Anwendung von Produkten oder Services. Das Modell wird zum erneuten Ideengeber im weiteren Prozess. Sollte unsere Idee für den Kunden von morgen eine digitale Heizungsplattform sein, über die der Handwerker exzellenten Service für seine Kunden anbietet, dann gilt es, die Oberfläche der Software, das Steuerungsgerät an der Wand oder die Oberfläche auf unserem Smartphone als Modell nachzustellen. Dies so, dass alle Teilnehmer gemeinsam daran das „Gefühl des Machens“ erfahren können. Hierbei entstehende neue Ideen und Anpassungen sollten sofort in Form von Skizzen und Erläuterungen festgehalten werden.
Phase 6 – Testen, testen, testen
In dieser Phase gilt es, die ausgewählten und verbesserten Modelle in Praxistests auszuentwickeln. Hierbei geht es um den direkten Dialog mit dem Anwender. Es gilt, durch gekonntes Befragen der Tester weitere Verbesserungen zu provozieren und direkt in die Entwicklung einfließen zu lassen. Hierbei kann die Aufzeichnung der Tests per Video ein hilfreiches Werkzeug sein, um spätere Anpassungen zu dokumentieren und keine Kleinigkeiten zu vergessen.
Phase 1 bis 6? Besser 1-2-1-3-2-4-3-4-5-4-5-6
Der besondere Erfolg von „Design Thinking“ liegt im Prozess der Iteration, also dem ständigen schleifenförmigen Wiederholen der einzelnen Phasen. Hier ist nicht die stringente Abfolge gefragt, sondern der intelligente Sprung zurück in eine vorangegangene Phase. Dabei braucht es die richtige Offenheit und die hierfür nötige Zeitstruktur, um dieses Zurückspringen zu ermöglichen. Das bedingt zugleich die Liebe zu Fehlern. Diese in vielen Unternehmen noch ungewohnte Haltung ist der Garant für nachhaltige Innovationsentwicklung. Nur wer eine offene Fehlerkultur als Lernwerkzeug in seinem Unternehmensprozess etabliert, spart hohe Kosten und beflügelt zudem seine Mitarbeiter. So kann ein entdeckter Fehler in einem der Modelle zur Anpassung der Fragestellung in der Phase der Synthese führen.
Aus der Praxis für die Praxis
„Design Thinking“ ist ein Werkzeug aus und für die Praxis. Gerade für kleine Unternehmen eignet
sich die Methode, um an den eigenen Innovationen intensiv zu arbeiten. Der Ablauf von „Design Thinking“ zwingt zum Umdenken im Unternehmen und bringt zugleich gewerkeübergreifende Sichtweisen mit ein. Gerade für traditionsreiche Branchen birgt dies die Chance, wirklich innovative digitale Geschäftsmodelle entwickeln zu können. Ein Durchlauf eines Design Thinking-Workshops sollte mindestens zwei Tage beinhalten. Auch kürzere Intervalle können erfolgreich sein, wenn die Fragestellung genügend eingegrenzt ist.
Den gesamten Beitrag findet man hier.
Mit folgender Lektüre gelingt der problemlose Einstieg:
Larry Leifer, Patrick Link, Michael Lewrick (2017): Das Design Thinking Playbook: Mit traditionellen, aktuellen und zukünftigen Erfolgsfaktoren, ISBN: 9783800653843
Walter Brenner, Falk Uebernickel (2015): Design Thinking – Das Handbuch, ISBN: 783956010651
Karla M. Woisetschläger (2010): Analyse und Umsetzung eines Design Thinking Prozesses, ISBN: 3639228960
Christoph Meinel, Ulrich Weinberg, Timm Krohn (Hrsg.) (2015): Design Thinking Live – Wie man Ideen entwickelt und Probleme löst, ISBN: 9783867744270
Der Digitale Wandel ist komplex, weil er alle Bereiche von Unternehmen erfasst. Ausnahmen? Keine. Die Grundlage für eine umfassende Digitalisierung der Wirtschaftsbereiche liegt in der Digitalisierung der Unternehmensprozesse. Hier schlummern die Schätze, die es zu heben gilt. Die Entwicklung und der Einsatz von digitalen Werkzeugen zum Datenaustausch, der Analyse sowie der Bewertung von Möglichkeiten werden zum entscheidenden Kriterium. Hierbei geht es nicht nur um die Effizienzsteigerung der bestehenden Geschäftsmodelle, oft entstehen bei kreativer Betrachtung vollkommen neue Felder. Doch wie kann diese Umwandlung erfolgreich gelingen?
Es braucht digitale Reife in allen Ebenen von Unternehmen. Zu allererst einen Kulturwandel in Führung und Mitarbeiterschaft. Digitalisierung muss gewollt, gelebt und vorangetrieben werden. Ideenreichtum und Prozessdenken müssen abteilungsübergreifend gefördert werden. Es braucht freie Denkorte in Unternehmen, wo neue Konzepte erprobt und Prototypen gemeinsam mit Kunden getestet werden. Und es braucht digitale Bildung, die in ihrer Art und Weise den Anforderungen der Digitalisierung in Schnelligkeit und Komplexität gerecht wird. Herkömmliche Methoden helfen uns hier nur beschränkt weiter.
…
Wer eine digitale Kultur etablieren will, muss seine Mitarbeiter bilden. Ständig. Neben den technischen Kenntnissen, die sich im Monatstakt weiterentwickeln, spielen Kreativität, Problemlösungskompetenz und agiles Prozessdenken in allen Unternehmensbereichen eine immer größer werdende Rolle. Doch was kann und muss ich als Unternehmer konkret und sofort angehen?
…
Vordenker treffen. BarCamps und Hackathons bieten die einmalige Chance digitale Vordenker zu treffen und eine digitale Kultur zu erleben. www.barcamp-liste.de, www.barcamp-koblenz.de
…
Die digitale Eingreiftruppe im Unternehmen etablieren. Das Thema der Digitalisierung gehört auf Platz eins der strategischen Unternehmensplanung. Hier gilt es die digitalen Denker und Macher im Unternehmen in die Verantwortung zu bringen. (P.S. nicht immer findet man diese im Bereich der klassischen IT.)
…
Starten. Als erstes steht die Prüfung des bestehenden Geschäftsmodells und mögliche Anpassungen durch die Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft. Die Identifikation disruptiver Markveränderungen und die Vorbereitung neuer digitaler Geschäftsmodelle und Services muss einmal im Quartal auf die Agenda.
…
Weitere Projektthemen festlegen. Die Digitalisierung ist komplex. Also gilt es den richtigen Start zu finden. Hier eignet sich das Thema der Prozessdigitalisierung als gewinnbringender Einstieg.
…
Fördermöglichkeiten prüfen. Je nach Bundesland sehr unterschiedlich fördert Bund und Land KMU bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten im Unternehmen. www.bmwi-go-digital.de, www.digitalbonus.bayern
…
Experten hinzuziehen. Das in Deutschland einmalige Netzwerk www.mittelstand-digital.de bietet eine Vielzahl von bundesweiten Experten zu allen Themen der Digitalisierung. Im speziellen für das Handwerk stehen die Fachleute aus dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk www.handwerkdigital.de bei der Umsetzung zur Seite.
…
Start-ups gründen und kollaborieren. Gerade die Digitalisierung bietet dem Handwerk ungeahnte Möglichkeiten in neue digitale Geschäftsfelder vorzudringen. Warum nicht ein zweites oder drittes Unternehmen gründen.