Money Talks – im Schatten der Türme
Die Performancegruppe Arty Chock partizipiert am Lichter Filmfest mit einem Audiowalk im Film Noir - Stil. Man schaut aber keinen Film, man ist Teil dessen. Es sind zwei magische Stunden, die einem beschert werden – außergewöhnlich, surreal, nachhaltig beeindruckend.
Um keineswegs zu spoilern und den noch Ahnungslosen nicht jedwede Details vorwegzunehmen, belasse ich es bei ein paar Vergleichen. Den meisten von Euch sollten diese doch zumindest teils verständlich sein, vor allem wenn man davon ausgeht, dass UTV-Konsumenten auch Film und andere Medien zu schätzen wissen. Das Grundgerüst sei die Prämisse von „The Game“ mit Michael Douglas – wir geben unser Leben für ein paar Stunden auf und lassen uns auf ein Abenteuer ein, dessen Ablauf wir nicht kennen. Die Grenzen der Realität verschwimmen, wir verlieren die Kontrolle, leben ein fremdes Szenario, hoffen und bangen, es möge gut durchdacht sein. Zu vertrauen ist alles, was uns bleibt. Vermengt wird mit der „Truman-Show“ – alles um uns herum ist nur für uns erschaffen, wirkt aber doch so echt, real, so gut getimt und dargestellt, dass ungewollt Zweifel aufkommen – vielleicht ist es ja gar kein Spiel… Was noch hinzukommt, ist ne Prise „GTA“ – man ist auf einer Mission, trifft Entscheidungen, interagiert oder lässt es bleiben. Und irgendwo weht auch ein Hauch von Kriminalität, es ist ein wenig düster und alles so ungewiss – Noir eben.
Am Endpunkt die Sprachlosigkeit – so ging es mir und auch den Einigen, die nach mir ankamen. Es braucht ein wenig Zeit, um einzuordnen und zu verarbeiten, das Feedback-Buch aber strotzt nur so vor Lob und Begeisterung. Wenn auch ihr Mal alles loslassen, das Smartphone aus der Hand legen und für zwei Stunden jemand Anderes sein wollt, unterwegs in großer Mission… – ein paar wenige Startplätze soll‘s wohl noch geben. MONEY TALKS – hört mal zu. -Daniel Mayorov











