Nach einem kurzen Einblick in die Sicht von Marx und Engels auf Hegel und Feuerbach betrachten wir heute die Grundidee des dialektischen Materialismus.
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Nach einem kurzen Einblick in die Sicht von Marx und Engels auf Hegel und Feuerbach betrachten wir heute die Grundidee des dialektischen Materialismus.
Im neuen Themenblock gehen wir auf das große Themengebiet Imperialismus ein.
Zuerst wollen wir uns mit Lenins berühmter Imperialismusschrift ansehen, wieso der Kapitalismus dazu tendiert, imperialistisch zu werden und gehen dazu in diesem Post auf die Monopolbildung ein, die wir auch heute am Beispiel Amazon oder Facebook beobachten können.
Weiterlesen: Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus T3n: Amazon Marketplace: Jedes fünfte Produkt wird mit Verlust verkauft – aus gutem Grund [Podcast] Wohlstand für alle: Ep. 57: Die Macht der Monopole
Um den gewonnenen Mehrwert zu erhöhen, kann der Kapitalist zunächst den Arbeitstag auf 10, 12, 14, oder mehr Stunden erhöhen. Da der Tag aber immer nur 24h hat, stößt er hier auf eine natürliche Grenze. Wir hatten bereits festgestellt, dass die Arbeitenden einen Teil des Tages dafür aufbringen, dem Kapitalisten den Lohn ihrer Arbeit wieder einzubringen (notwendige Arbeit), aber darüber hinaus noch mehr arbeiten, um Mehrwert zu generieren (Mehrarbeit). Neben der absoluten Mehrwertsteigerung durch die Verlängerung des Arbeitstages ist es nun auch möglich, durch eine Verkürzung der Zeit der notwendigen Arbeit, in der die Arbeitenden den Lohn wieder einbringen, die Mehrarbeit zu verlängern. Wie ist das nun möglich? Wie wir in einem früheren Post bereits erwähnt haben, ergibt sich der Wert einer Ware auf der Basis der gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit. Diese gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit hängt wiederum damit zusammen, wie beispielsweise die technologischen Errungenschaften der jeweiligen Zeit sind. So mag ein Schuhmacher an einem Tag x Schuhe mit den Händen herstellen können; sobald ihm eine Maschine zur Verfügung steht, wird er ein Vielfaches davon herstellen. Stellen wir uns jetzt vor, der Kapitalist hätte vom bereits erwirtschafteten Kapital einiges dafür investiert, dass eine Maschine für ihn hergestellt wird, die die Produktion schneller und effektiver macht. Die anderen Kapitalisten haben diesen Vorteil noch nicht, sodass der Kapitalist, dem die Erfindung gehört, mehr produziert und dadurch die notwendige Arbeitszeit reduziert. Denn selbst wenn er den Preis seiner Waren etwas senkt, wird er dennoch die Waren, die es braucht um den gezahlten Lohn wieder einzubringen, in kürzerer Zeit eingenommen haben. Es ist klar, dass in diesem Spiel der Kapitalist mit dem größten Kapital einen Vorteil hat. Die anderen Kapitalisten sind mit der Zeit nicht mehr konkurrenzfähig und entsteht ein Monopol.
Quellen: Marx, K.: Das Kapital; Harvey, D.: Marx‘ »Kapital« lesen; Cafiero, C.: Einführung in das »Kapital« von Marx