Böhm’s Bee-eater looking awesome in the sun!
📍Mbuyuni Farm Retreat, Morogoro, Tanzania🪶
📸 by Will Wilson @2wsphotography

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Böhm’s Bee-eater looking awesome in the sun!
📍Mbuyuni Farm Retreat, Morogoro, Tanzania🪶
📸 by Will Wilson @2wsphotography
Morogoro, Tanzania
Dar Es Salaam - Iringa Highway near Morogoro in Tanzania.
Summiting Mount Kilimanjaro will undoubtedly be the highlight of your trip, but there are so many more things to see in Tanzania. Now that you’ve flown all the way here, it’s time to explore Africa’s natural beauty! A safari is the quintessential bucket-list item for most travelers to Africa, right after scaling Mount Kilimanjaro. Tanzania is home to all sorts of spectacular wildlife, and a safari also presents a unique opportunity to get to know the customs of the local people. Which national park you will visit after your climbing ? Serengeti, ngorongoro, manyara, tarangire or Arusha? #kilimanjaro #tanzania #arusha #dodoma #mwanza #mbeya #daressalaam #moshi #zanzibar #morogoro #diamondplatnumz #africa #photosafari #safaritanzania #africanwildlife #safarilodge #wildlifesafari #southafrica #safaritour #serengetinationalpark (at Arusha, Tanzania) https://www.instagram.com/p/Ckn9geFtpAX/?igshid=NGJjMDIxMWI=
A7 between Morogoro and Chalinze, Morogoro Region, Tanzania by Tzconnect TheDiscovery
Travel Day: Tanzania to Kenya
Fighting for seeds and soil in Tanzania
“large-scale farming turns small farmers into mere labourers”
Zitto Kabwe, 2014
Erste Schritte im Kindergarten
Nach gut einem Monat in Tansania hat letzte Woche nun endlich mein Arbeitsleben angefangen, Montag stand mein erster Tag im Kindergarten an. Typisch deutsch bin ich extra früh aufgestanden, um schon um 7:30 Uhr am Kindergarten sein zu können, der zwar eigentlich erst um 8 Uhr anfängt, da ich aber nicht genau wusste, wann ich da sein sollte, wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen.
Von den zwei Kindergartenlehrern war noch keiner da, empfangen wurde ich nur von ein paar aufgeregten Kindern, von deren Gerede ich aber leider nicht viel mehr als „Shikamoo“ (eine übliche Begrüßung für Ältere und ranghöher gestellte Personen) verstand.
Als einer der Lehrer kam, durfte ich mit ihm erst einmal den Gang vor den Kindergartenräumen fegen und ihn dann in den Unterricht begleiten. Die Kinder sind in zwei Gruppen, die watoto wadogo (die Jüngeren von 2 bis 4 Jahre) und die watoto wakubwa (die Älteren von 4 bis 6 Jahre) eingeteilt, deren Unterricht sich vom Anspruch her unterscheidet.
In der ersten Woche begleitete ich den Lehrer der größeren Kinder in den Unterricht. Auf dem Lehrplan stehen kusoma (Lesen), was bei den kleinen Kindern aus dem Lernen der einzelnen Buchstaben in Kiswahili und Englisch, bei den Älteren aus dem Lernen von Silben und einfachen Wörtern, besteht, hesabu (Rechnen), die Kleinen lernen hier die einzelnen Zahlen, die Größeren die Zahlen bis 100 und einfache Rechnungen, Siansy (eine einfache Form von Heimat- und Sachkunde) und Englisch.
Ein Tag im Kindergarten sieht für mich so aus: ich komme um ca. 7:40 Uhr an, fege den Gang und gehe mit einem Lehrer in den Unterricht. Von 8 Uhr bis 8:30 Uhr ist die erste Stunde, in der die Kinder einen Buchstaben, eine Zahl, Wörter oder eine Rechenart erst an der Tafel vorgemacht bekommen und dann durch Abschreiben ins Heft festigen sollen. Danach ist von 8:30 Uhr bis 9 Uhr Morgenandacht, diese wird entweder von einem Lehrer oder einem der angehenden Lehrer, die dafür kommen extra dazu kommen, gehalten. Dabei werden Kinderlieder gesungen, gebetet und eine Geschichte aus der Bibel erzählt.
Danach ist bis 10 Uhr die zweite Unterrichtsstunde, in der ein anderes Fach behandelt wird. Um 10 Uhr gibt es dann uji, eine Art Porridge aus Mehl, Zucker und Wasser, den Kinder und Lehrer aus Tassen trinken und der echt sättigend ist.
Von 10:30 bis 11 Uhr spielen die Kinder entweder oder schlafen (oder tun zumindest so), was von beiden passiert hängt davon ab, ob der Lehrer gerade Lust auf spielende, laute Kinder hat oder eben nicht. Während dieser halben Stunde trinken wir Lehrer noch chai oder Kaffee.
Die letzte Stunde besteht je nach Tag entweder aus einem der beiden Fächer, die alle Kinder zusammen haben (Englisch oder HSU), es wird gesungen oder draußen oder mit Spielzeug gespielt.
Um 12 Uhr kommen dann wieder alle Kinder und Lehrer zusammen, es wird ein Abschiedslied gesungen und jedes Kind steht noch einmal auf, sagt auf Englisch seinen Namen und verabschiedet sich.
Die Kinder, die in der Nachbarschaft wohnen laufen eigenständig nach Hause, die restlichen werden von ihren Eltern mit dem pikipiki (Motorrad) abgeholt oder wir bringen sie zum daladala (Bus), mit dem sie dann alleine nach Hause fahren.
Wie ihr seht hat der Kindergarten hier praktisch nichts mit einem deutschen Kindergarten zutun, er ist vor allem auf die Vorbereitung der Grundschule ausgelegt. Dabei wird jede neue gelernte Zahl, Vokabel oder Rechenart drei Unterrichtsstunden hintereinander wiederholt, bevor man zum nächsten Thema übergeht.
Dieses Auswendiglernen hat nicht unbedingt bei jedem Erfolg, als Vorbereitung auf die Anforderungen der Grundschule ist es aber vielleicht gar nicht so schlecht. Mit einem anderen Vorurteil muss ich allerdings aufräumen, geschlagen wird hier (meiner Erfahrung nach) keiner, allerdings kriegen die Kinder teilweise Strafen, wenn sie sich im Unterricht daneben benehmen. So müssen diese Kinder z.B. eine halbe Stunde mit den Armen über dem Kopf ausgestreckt ruhig stehen oder während dem Spielen alleine draußen vor der Tür sitzen.
Außerdem auffällig ist der extreme Respekt, den die Kinder vor den Lehrern haben. Wenn kein Lehrer im Raum ist, reden die Kinder laut, singen vor sich hin oder spielen miteinander, sobald aber ein Lehrer im Raum ist werden sie still. Daher waren die Kinder in den ersten zwei Tagen hier mir gegenüber auch sehr schüchtern, da sie mich noch nicht einschätzen konnten, mittlerweile sind sie aber mit mir warm geworden, auch weil sie wissen, dass sie bei mir mehr Quatsch machen kann und ich mit ihnen spiele, oder sie auch mal auf den Arm nehme.
Um meine Kiswahilifähigkeiten zu verbessern versuche ich im Kindergarten so viel wie möglich Kiswahili zu sprechen und nehme immer ein Wörterbuch und ein Heft für neue Vokabeln mit. Wenn ich ein Wort brauche, dass ich nicht kenne, oder jemand im Gespräch mit mir eins verwendet, schaue ich es einfach nach oder frage einen meiner Kollegen.
Leider sprechen sowohl die Kinder als auch einige der anzugehenden Kindergärtner, die hier manchmal vorbeischauen, sehr schnell, bei den Kindern kommt oft noch Nuscheln oder undeutliche Aussprache hinzu, weshalb ich vor allem diesen Montag und Dienstag sehr frustriert war, da die Kinder die ganze Zeit auf mich eingeredet haben, aber ich leider keine Wörter verstehen konnte.
Nach Feierabend um 12 Uhr mache ich an manchen erst einmal einen Mittagsschlaf und lerne danach Vokabeln oder entspanne. Letzten Mittwoch waren wir abends im Dragonaires, einem Restaurant in der Nähe Billard spielen und haben Fußball geschaut, da eine der Sprachschülerinnen ihren letzten Abend hatte, Freitags waren wir dann nochmal dort.
Samstag habe ich meinem Kollegen, der auch in der Sonntagsschule mithilft bei den Proben für den folgenden Tag geholfen, denn am Sonntag war der Tag der Kinder. Er begann um 8:30 Uhr mit einem Gottesdienst, der sogar von der Kirche in die größere Assembly Hall der Schule verlegt wurde, und wurde von zwei zehnjährigen Kindern angeleitet.
Der Chor der Sonntagsschule
Neben den verschiedenen Liedern und einer Predigt mit Anspiel trat eben auch der Chor der Sonntagsschule und andere Chöre auf. Nach dem Ende des Gottesdienstes um 11 Uhr spielten wir mit den Kindern, um dann um 12 Uhr das Programm mit den Kindern fortzusetzen. Dazu waren mehrere Ehrengäste eingeladen, die allerdings das Programm bis zum Essen nicht ganz füllen konnten, weshalb die Sonntagsschullehrer einspringen mussten.
Interessant finde ich, dass bei Kindergruppe auch muslimische Kinder teilnehmen, die zum Großteil zu den begeistertsten und enthusiastischsten Mitgliedern gehören.
Abends war ich dann mit dem deutschen Pfarrer Michael und seinem Mitbewohner, einem jungen Massai, der gerade die Secondary School nachholt, im Umland des Seminarys unterwegs. Dabei sind wir zwei jungen Massaihirten begegnet, die mit ihren Kühen in vier Tagen von Lugala (ca 300 Kilometer von hier entfernt und auf der anderen Seite der Uluguru Mountains) nach Morogoro gewandert sind. Hier wollten sie mit ihren Kühen nun die Autobahn überqueren, was sich gar nicht so leicht gestaltete.
Massai überqueren die Autobahn
Beim Abendessen erfuhr ich dann einiges über die Massaikultur, vor allem über ihre Haltung zum Christentum und zu Medizinmännern, dazu aber ein anderes Mal mehr.
Am Montag war ich dann mit Michael für das anstehende Mitarbeiterseminar in Bagamoyo Materialien einkaufen. Dabei habe ich zum ersten Mal eine der besten tansanischen Spezialitäten probiert:
Chips Mayai, Pommes mit Eiern und Fleisch angebraten und mit einer Chillisauce serviert. Gegessen habe ich das ganze aus einer Plastiktüte mit zwei Zahnstochern, um das richtige tansanische Streetfoodfeeling zu bekommen.
Am Freitag geht es nun also nach Bagamoyo, wo ich zusammen mit zwei Mädels die Kinderbetreuung übernehmen werde. Dazu aber dann nächste Woche mehr.