Von Kathmandu nach Lukla
31.10./1.11.2022
Bevor wir Kathmandu verlassen gilt es noch die Herausforderungen beim Packen zu meistern. Es gibt die Möglichkeit, eine Tasche im Hotel zu deponieren. Auf dem Inlandsflug dürfen nämlich nur 10 kg Gepäck sowie zusätzlich 5 kg Handgebäck mitgenommen werden. Bir Sing hat darauf hingewiesen, dass am Flughafen jedes Gepäckstück gewogen wird. 10 kg erweisen sich als erstaunlich wenig. Was muss mit, was kann im Hotel bleiben? Wanderstöcke? Reiseapotheke? Schlafsack? PowerBank? Müsliriegel? iPad, Kamera, Objektiv und Ersatzakkus machen schon das Handgepäck zum Problem. Also packe ich in immer neuen Runden, wiege, merke, dass es immer noch zu viel ist und gebe schließlich bei knapp 12 kg auf. Weniger wird es einfach nicht.
Am Nachmittag geht es mit einem kleinen Bus ostwärts nach Mulkot. Die Fahrt ist recht beschwerlich. Für die Strecke von 100km brauchen wir 4 Stunden. Im Linksverkehr geht es erst durch den dichten Verkehr in Kathmandu, dann weiter in die zunehmend armen Gebiete am Stadtrand und dann über Land. Einige Baustellen und Brücken mit nur einer Fahrbahn verlangsamen die Fahrt. Einmal steige ich mit einem Mitreisenden aus, um auf der anderen Brückenseite den Verkehr anzuhalten. Die uns entgegenkommenden Autos und Busse sind teilweise hoffnungslos überladen. Die Straßen sind oft ziemlich schmal. Wenn es dunkel wird machen die Autos/Laster den Blinker auf der Innenseite der Straße an damit das entgegenkommende Fahrzeug genauer sehen kann wie viel Platz ist. Unfälle gibt es aber kaum.
Unterwegs gibt es die ersten Blicke auf die Berge des Himalaya. Auf dem nächsten Bild ist der Annapurna zu sehen (8.091 m).
Am Abend beziehen wir unser Quartier im Hotel Akshit Resort in Mulkot (495m). An Schlaf ist nicht zu denken. Es ist sehr laut, die Beleuchtung vor dem Fenster flackert und so wirklich sauber ist es auch nicht. Das Bad ist eher eklig. Na ja, ich lege mich für ein paar Stunden mit Klamotten auf das Bett. Am nächsten Morgen ist ohnehin um 3.30 Uhr morgens Abfahrt.
Früh morgens geht es dann weiter mit dem kleinen Bus nach Ramechap. Der Flughafen ist einmalig. Das Bild zeigt den Zugang zur Sicherheitskontrolle, getrennt nach Männern und Frauen. Ab einer Körpergröße von ca 1,60m war Vorsicht geboten 😂.
Der für 6.15 Uhr geplante Abflug verzögert sich wg leichtem Nebel um rd 2 Stunden. Der Flug nach Lukla ist ein Sichtflug, da bin ich eigentlich ganz froh wenn alle etwas vorsichtig sind.
Der Flug selbst dauert nur 20 Minuten und ist wie erhofft ganz toll. Ganz ruhig und mit klarer Sicht auf die Berge.
Trotzdem bin ich auch froh als wir sicher gelandet sind. Lukla gilt als der spektakulärste oder auch gefährlichste Flughafen der Welt. Die sehr kurze (530m) Landebahn geht bergauf. Davor und dahinter geht es steil bergab bzw. bergauf. Durchstarten ist nicht.
Jetzt sind wir auf 2.800 Meter Höhe angekommen. Das Wetter ist traumhaft, die ersten Berge sind in Sicht und es kann losgehen.








