April 2025
Wie ist der Stand beim Noten scannen 2
Ich lese im Techniktagebuch diesen Post von Scott Hühnerkrisp, und bin sofort brennend interessiert. Denn auch ich würde sehr gerne gescannte Noten in abspielbare digitale Form überführen, und mein Wissensstand sind, dass alle verfügbaren Programme dafür komplett und lächerlich unnütze Ergebnisse liefern. Die dort empfohlene Anwendung Soundslice probiere ich auf der Stelle aus.
Ergebnis: Es ist wahr. es ist beinahe zu einfach. Kitschig, wie eine Daktari-Folge. Vorher funktionierte nichts, jetzt funktioniert einfach alles. Die Scanergebnisse lassen sich in Soundslice abspielen, verändern, was man will.
Man kann die Noten anschließend auch im MusicXML Format exportieren, um sie in einem anderen Notensatzprogramm zu bearbeiten. Zum Beispiel in MuseScore, das vermutlich sehr viel mehr kann, und das ich (wichtiger) schon ziemlich gut beherrsche - denn Notensatzprogramme sind mächtige und unweigerliche komplexe Dinger, die eine harzige Einarbeitungsphase erfordern.
Siehe da: Nach der Überführung in MuseScore ist alles wie gehabt. Unauflösbare Knubbel von halben und vierundsechzigstel Pausen, die Noten in einer Notenzeile wurden in eine unbekannte Anzahl von Einzelstimmen überführt, die beim Abspielen ein unbrauchbares Geruckel aus Clustern und Pausen erzeugen.
Fast erleichtert stelle ich fest, dass die Welt doch nicht so kitschig ist, dass doch nicht alles funktioniert. Stand jetzt kann ich die Digitalisate nur in Soundslice selbst bearbeiten und benutzen. Das ist durchaus verschmerzbar.
(Tilman Otter)















