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Films of 2019: Piercing (dir. Nicholas Pesce)
Grade: C+/C
This was on its way to becoming something I could go with, but instead opted for rub-it-in-your-face ugliness/transgression, without the psychological heft to back it up. This, however, remains a Mia Wasikowska stan account.
Mia Wasikowska in Piercing (2018) dir. Nicholas Pesce
Piercing
Regie: Nicholas Pesce Gesehen am: 20.09.2018 (Fantasy Filmfest) Wertung: 03/10
„Can we eat first?“
Nach seinem viel gelobten düsteren Debut „The Eyes of my Mother“ versucht sich Nicholas Pesce an einem quietschbunten Katz- und Maus-Spiel. Ließe sich die fehlende Innovation hierbei noch verkraften, so wiegt die aufkommende Langeweile ungleich schwerer.
Denn auch wenn sich vereinzelt verspielte Momente dazu aufraffen, ein Schmunzeln zu erregen, ist die grundsätzliche Thematik eines Opfers, dass sich nicht in seine Rolle finden will, und eines Täters, der diesem Widerstand durchaus etwas abgewinnen kann, doch alles andere als innovativ. Das wäre per se ja noch nicht dramatisch, da eine bekannte Geschichte, interessant erzählt, ja unter Umständen durchaus zu gefallen weiß. Die Erzählweise wird hier jedoch zum Problem. Pesce verlässt sich hierbei nämlich vollständig auf seine Ästhetik, deren künstlich verspielte Farboptik jedoch nicht besonders interessant ist, so dass sie die klaffenden Lücken in der Dramaturgie in keiner Weise stopfen kann. In Verbindung mit dem uninspirierten Spiel der Hauptdarsteller Christopher Abbot und Mia Wasikowska, die sich beide nicht mit Ruhm bekleckern, kommt hier schlichtweg Langeweile auf. Dabei haben beide Schauspieler bereits in ähnlichen Rollen, Abbot in „Sweet Virginia“ und Wasikowska in „Maps to the Stars“, gezeigt, dass ihr Talent sich auf ganz anderem Niveau zuhause fühlt. Insofern stellt „Piercing“ in vielerlei Hinsicht eine misslungene Fingerübung dar und lässt die Erwartungen an das von Pesce betreute kommende „The Grudge“-Remake eher verhalten ausfallen.
Rico Handorf