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Eine raue Fabrik-Brache in Obersendling wird zum Freizeit- und Kunstareal. Mitten in der Pandemie brauchen die Betreiber viel Mut.
Wie durch ein Café eine graue Straße ein bisschen bunter wurde
Ich liebe mein Viertel! Es ist ruhig, es ist grün, es gibt alles, was ich brauche: U-Bahn, Supermarkt, Bücherei und Apotheke. Es mag spießig sein, aber ich bin gerne in Obersendling zuhause (zumal die Mietpreise hier noch einigermaßen erschwinglich sind). Doch nur ein paar hundert Meter weiter grenzt eine laute, breite Straße an unsere kleine Familien- und Rentneridylle: Die Boschetsrieder Straße.
Gewiss, es gibt viele große, laute Straßen, doch um diese hier machte ich Tag und Nacht möglichst einen Bogen. Nur über die Distanz von knapp zwei U-Bahn-Haltestellen streckt sich das besagte Stück. Doch selbst, wenn ich diesen kurzen Abschnitt durchquerte, fühlte ich mich wie in einer anderen Welt - und leider keine der guten Sorte.
Hat man die Vorstadtromantik erst einmal verlassen, türmen sich auf der einen Seite alles überragende Wohnblöcke, dicht an dicht gedrängt. In der Mitte liegen stillgelegte Tramgleise, die Natur und Sprayer bereits lange für sich erobert haben. Dazwischen Müll und das vor allem in Form von leeren Gasflaschen diverser alkoholischer Getränke, die bei der Tankstelle auf der gegenüberliegenden Seite erworben wurden.
Auf dem dort angrenzenden Parkplatz eines ehemaligen Supermarktes, die Fenster gebrochen und die Wände verschmiert, tummelt sich von früh bis spät eine feuchtfröhliche Meute mit immerwährender Alkoholzufuhr. Ein ähnliches Bild liefern die Bushaltestellen dieses Abschnitts - sie bieten den Trinkenden Schutz vor Regen und einen Platz zum Sitzen.
Es mag sein, dass solche Orte auch eine gewisse Romantik haben können, doch der Straßenabschnitt zwischen den Stationen Forstenrieder Allee und Aidenbachstraße gehört nicht dazu. Es braucht zwischen den Lieferdiensten, Ein-Euro-Shops, den Bauruinen und Bordellen Orte, die das graue Gesamtbild unterbrechen, ohne die Gegend dabei zu einem hippen und gentrifizierten Viertel zu wandeln.
Genau so einen bunten Akzent im grauen Alltag der Boschetsrieder Straße setzte das Café Schnickschnack. Eine gelbe Markise, ein Schaufenster mit vielen kleinen Details und der Spruch “Brauchst du auch mal wieder eine Pause? Komm ins Schnickschnack” laden vorbeigehende Passanten zum Verweilen ein. Im Inneren findet sich liebevoll platziertes Interieur des Vorbesitzers, der dort zuvor einen Antiquitätenladen betrieb. Die alten Schulstühle und Samtsofas in Kombination mit ausgefallenen Lampenschirmen könnten direkt einem Designer-Wohnmagazin entstammen. Daneben tummeln sich Bücher und Schallplatten und man fühlt sich wie im heimischen Wohnzimmer - wenn nicht sogar in einer schöneren Version davon.
Postkarten, Schmuck, Pflanzengestecke und andere Kleinigkeiten, teils von Freunden der Besitzerin, warten nur darauf, gekauft zu werden. Ketten mit Spruchmotiv aus Stoff, Hängepflanzen in Kartoffelsäckchen, Keramik-Geschirr: Man möchte bei allem zugreifen, weil jedes einzelne Stück für sich besonders ist. Ein persönliches Highlight ist die kleine Werkstatt im hinteren Bereich des Cafés, in der alle Altersstufen an Näh-, Stick- und Bastelkursen teilnehmen können.
So viel zu den Äußerlichkeiten, kommen wir zum wichtigsten Teil: Die Schlemmerei. Wenn ein neues Café während Corona an einem Tag für vier Stunden zum Kuchenverkauf öffnet und die Wartezeit mindestens eine halbe Stunde beträgt, dann spricht das schon für sich. Aber wem das noch nicht als Argument für den phänomenalen Kuchen reicht: Meine fast 90-jährige Nachbarin, eine sehr noble Dame, die für ihr Leben gerne Kaffee und Kuchen-Treffen veranstaltet, sagte nach dem Verzehr des New York Cheesecakes, es sei der beste Käsekuchen gewesen, den sie je gegessen hat. Dem gibt es nichts hinzuzufügen, oder?
Neben dem einzigartigen Geschmackerlebnis (auch veganer) Kuchen, bietet die Besitzerin salzige Snacks in Form von vegetarischen und veganen Sandwiches sowie allerlei Heiß- und Kaltgetränke an - und das zu erschwinglichen Preisen! Den besten Kuchen Münchens, den legendären New York Cheesecake, gibt´s schon für 3,60 Euro!
Egal ob alleine oder mit Freunden, durch die herzliche Besitzerin und ihre positive Ausstrahlung fühlt man sich auf Anhieb wohl. Ganz nach dem Motto: Hier bist du richtig! Auf der Terrasse unter der gelben Markise die Sommerwärme genießen oder von drinnen auf einem Retrosofa zwischen Avocadopflanzen und allerlei Antiquitäten durch die Fensterfront nach draußen schauen: Mit einer Gabel für Kuchen in der einen und einem leckeren Kaffee in der anderen Hand, ist das Leben im Café SchnickSchnack noch in Ordnung.
Liebe Boschetsrieder Straße, bitte mehr davon! Vielen Dank.
Vertikale Freiräume in Obersendling - eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Stadt München, dem Bezirksausschuss und der TU München.
Obersendling: Lkw-Fahrer übersieht Pedelecfahrerin - 76-jährige Münchnerin überrollt und versorben
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München, 27.10.2017. Am Freitag, 27.10.2017, gegen 10.15 Uhr, fuhr ein 25-Jähriger mit seinem Lkw, Scania, aus einem Grundstück an der Hofmannstraße 50 aus. Er beabsichtigte auf die Hofmannstraße nach links in stadteinwärtige Richtung abzubiegen. Dazu musste er den dortigen getrennten Geh- und Radweg überqueren.
Nach bisherigen Ermittlungsstand fuhr zur gleichen Zeit eine 76-jährige Münchnerin…
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Obersendling: Lkw-Fahrer übersieht Pedelecfahrerin - 76-jährige Münchnerin überrollt und versorben
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Obersendling: Alkoholisierter Pkw-Fahrer kommt von der Fahrbahn ab, prallt gegen Baum und überschlägt sich
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München, 01.06.2017. Ein 34-jähriger BMW-Fahrer fuhr am Donnerstag, 01.06.2017, gegen 01.45 Uhr, die Heckenstallerstraße in Richtung Luise-Kiesselbach-Platz. Dort wollte er links auf die A95 fahren. In einer Rechtskurve zwischen Heckenstallertunnel und A95 verlor der 34-Jährige die Kontrolle über sein Fahrzeug. Offensichtlich war er zu schnell unterwegs und (wie sich im Nachhinein herausstellte)…
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Obersendling: 10-jährige Radfahrerin wird von abbiegenden 40-Tonner-Lkw übersehen und leicht verletzt
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München, 06.04.2017. Ein 31-jähriger Kraftfahrer wollte am Mittwoch, 05.04.2017, gegen 07.45 Uhr, mit seinem 40-Tonner-Lkw von der Kistlerhofstraße rechts in die Schertlinstraße einbiegen. Dabei übersah er eine 10-jährige Fahrradfahrerin. Diese fuhr ordnungsgemäß auf dem rechten Fahrradweg und war auf dem Weg zur Schule. Der Lkw-Fahrer erfasste die Schülerin frontal und schleifte sie ca. 20 Meter…
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