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Kaffee und Buch = ❤️ #oderwas
Süßer 😏
Ja vermutlich wirds beim grinsen nicht bleiben, aber wenn ich mich ganz arg zusammenreiß und du nicht so süss kuckst, dann kriegen wir das ohne probleme hin.
C, 28.09.16, 23:34
Sagt mal, bin ich eigentlich der einzige der von #helden erst erfahren hat, als es schon vorbei war? #nixzutun #oderwas?
Der Rauschzustand war ein fester Teil unseres noch jungen Lebens geworden. Alkohol, Zigaretten, Drogen. Einmal den Himmel berühren und zurück. Jeder Freitag, jeder Samstag glich einer einzigen großen Party. Fremde Leute, die zu Freunden wurden, ohrenbetäubende Musik, schwitzende Menschen und der Drang, zu leben, nicht an die Zukunft denken zu müssen. War es das, was das Erwachsenwerden ausmacht? Der ewige Rausch, das ewige Verdrängen, die ständige Angst. Die Angst regierte uns. Angst, den Abschluss nicht zu schaffen, Angst, nicht akzeptiert zu werden und die Angst, nicht geliebt zu werden. Unser Leben glich einem Haufen Komplexen, den wir mit Hilfe des Alkohols und der Drogen jedes Wochenende von neuem in Flammen steckten. „Ich kann nicht mehr, mir ist schlecht.“ „Ich halt dir die Haare, wenn du kotzen musst.“ lachte meine beste Freundin. Samstag Nacht, ein komplett überfüllter Club und eine Menschenmasse, die einen in Angst und Schrecken versetzen konnte. Aber ich liebte es. Ich fühlte mich zu Hause. „Steh auf, Ellie.“ Ich konnte nicht und ich wollte auch nicht. Für immer und ewig wollte ich auf dem Boden liegen bleiben, bis ich sterben würde, und wer weiß, wie lange das noch dauerte. „Ich mein es Ernst. Wir müssen los.“ „Ich will nicht, ich kann nicht, ich will sterben, Mia. Ich will sterben, jetzt und hier.“ Ihr Blick traf den meinen und wieder einmal wusste ich, warum grade Mia meine beste Freundin war. Ich konnte an ihrem Blick sehen, was sie dachte. „Ich auch. Du weißt das. Wir werden sterben. Aber nicht heut Abend. Kommst du?“ Langsam half sie mir hoch und stütze mich so gut wie sie es konnte. Wie schön sie war. Meine Mia. Klein und zierlich war sie, einen frechen Kurzhaarschnitt und das schönste Lachen. Sie bedeutete mir alles und sie war der Grund, warum ich immer noch lebte. Nach einer kurzen Zeit erholte ich mich und konnte wieder allein laufen, zwar torkelnd, aber- selbstständig. Wir liefen die dunklen Straßen entlang, das Licht der Laternen leuchtete uns schwach den Weg. „Danke. Wirklich, danke. Schön, dass ich auf dich bauen kann, wenn es mir schlecht geht.“ „Ellie, mein Spatz, immer. Das weißt du.“ Schweigend gingen wir die Straßen entlang. Die Stille der Nacht löste eine Ruhe in mir aus, die mich fast in einen meditativen Zustand beförderte. „Glaubst du, dass wir normal sind?“ Mia lachte laut auf. „Niemals. Wir sind ein Teil einer komplett kaputten Jugend und wir genießen es. Merkst du das nicht? Die Partys, der Rausch, die Menschen... Das sind wir.“ „Manchmal hab ich Angst, dass ich nie wieder raus finde. Aus diesem bescheuerten Labyrinth, mein Leben, dass mich so in die Irre führt, dass ich nicht weiß, wohin.“ „Mir geht es genau so. Aber es ist okay. Wir finden da raus. Denn wir haben uns. Wenn wir uns haben, finden wir aus dem größten Labyrinth der Welt raus, egal, wie lang es dauert. Aber lass uns erst einmal genießen, dass wir diesen Weg gehen. Gemeinsam. Du und ich.“ Hand in Hand liefen wir nach Hause. Es war eine warme Sommernacht und genau in diesem Moment, als ich fest an meinen Todeswunsch dachte, sah ich eine Sternschnuppe.