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Another postcard
feeling bubbly?
Hey Ho!
Wie einige sicher wissen, waren Laura, Lotte, Steffi und ich letztes Wochenende in Hiroshima und haben Mark und Olschi besucht. Es war wirklich ein klasse Wochenende und wir hatten eine Menge Spaß. <3
Da Olschi und Mark regelmäßig bloggen und ihre Erfahrungen aus Hiroshima teilen, werde ich hier nichts wiederholen, sondern nur meine Eindrücke (passend zu meinem Blog-Thema 'Behinderitis') mit euch teilen!
Es ging natürlich schon direkt bei unserer Ankunft los...
Die Geschäfte, Bars und was auch immer hatten auch ihren ganz besonderen Charme. (Wenn man beim letzten Geschäft den Namen umschreibt entsteht 'Kinki(kinky?) home'......)
Eine Taube....im früheren Leben ein Strauß?
Wind-Selfie
Olschi zeigt uns noch einmal, wie man in Japan für Photos posiert!
Allein wegen der letzten beiden Photos, hat es sich schon gelohnt den Mount Misen zu besteigen!
<3
Sabine
It's time to reiß Flachwitz #6
Es ist wieder Dienstag und für mich heißt es wieder freies Schussfeld!
Ich muss leider zugeben, dass ich mich zwar beim Bloggen an die wöchentliche Vorgabe halte, aber die bittere Realität an der 広大 sieht so aus, dass Olschi doch häufiger meinen miesen Humor aushalten muss. Vor allen Dingen an auch an Tagen die auf g enden und mittwochs.
Aber möge nun der heutige Spaß seine Lachattacken loswerden. Übrigens kommt die Inspiration vom deutschen Filmklub hier an der Uni. Letzten Donnerstag sahen wir einen österreichischen Krimi mit dem Titel Der Knochenmann!
Brenner: Ich hab' übrigens 'nen Finger gfunden!
Herr Löschenkohl: Tjoa, man findet so allerhand.
Brenner: In ihrem Keller!
Es war eine schöne schwarze Komödie ganz nach meinem Geschmack. Wer sich auf diese Weise weiterhin belustigen möchte, lese entweder die Krimis von Wolf Haas oder schaue sich seine verfilmten Werke an!
MFG aus Japan
It's time to reiß Flachwitz #4
Hallo alle miteinander! Es ist mal wieder soweit und die Welt schreit nach dem nächsten Straßenfeger in Form eines markischen Flachwitzes! Haltet euch fest und springt hoch, wenn er auf euch zukommt.
Aber vorweg erstmal ein Dankeschön an die Sponsorin, Stuti, für diesen Beitrag, aber das Foto ist von mir geschossen:
- Don't look at miau! -
Olschi und MFG aus Iwakuni
Das Problem "Internet im Wohnheim an der Universität Hiroshima"
Hallo liebe Leute!!! Ich bin froh, mich endlich wieder melden zu können. Aber ohne Internet ist es halt schwierig Deutschland auf dem Laufenden zu halten, wenn man "abgeschnitten" von der Moderne dahinvegetiert... Aber dank eines (etwas teureren) Handyvertrags ist es mir (und Olschi selbstverständlich auch) endlich möglich, auch ohne Student-ID und ohne nervige Wartereien auf bürokratische Abwicklungen möglich, wieder mit der WELT zu kommunizieren!
Also freut euch auf eine baldige Wiederaufnahme der chronologischen Berichterstattung aus Higashi-Hiroshima (aka Osthiroshima)! MFG aus H-H
Lotte erzählt V oder der Auftakt zum Doofen Donnerstag I
Buongiorno Amigos! :)
Heute ist unser vorletzter Tag in dem wahrscheinlich seltsamsten Hostel Asakusas und wir finden, es ist an der Zeit, unsere Erfahrungen mit euch zu teilen.
Der Beginn:
Es fing schon gut an: nach einer Tour durch Asakusa im strömenden Regen bin ich erst einmal straight am Hostel vorbei gewandert. Haha.
Durch eine Schiebetür betritt man das Hostel und dann, ja dann, steht man in einer Bar. Die Rezeption liegt nämlich mitten in einer Bar, gut ausgestattet mit Barhockern und Massen an Alkohol. Sie erinnert ein bisschen an Olschis Wohnheimsbar, nur sehr viel zugemüllter und dreckiger. Da wir scheinbar nicht die einzigen waren, die zu früh zum Einchecken gekommen sind, stand die gesammte Lobby – oder eben die Bar – voller Taschen und Koffer. Hinter der Rezeption war gerade so der Haaransatz der Rezeptionistin zu erkennen, aber mit einem aussagekräftigen „BACK SOON“ - Schild verweigerte sie sich der breiten Masse. Unsere Zeit im Asakusa Smile Hostel begann also mit langem Warten. Wenigstens gab es eine Toilette – die aber, wie Olschi feststellen musste, von einem Poster dominiert wurde, das einem Titan aus SNK alle Ehre gemacht hätte. Wir werden hier ein Foto posten, wenn wir können.
Das Zimmer:
Um drei war es uns dann endlich erlaubt, einzuchecken. Die Suche nach dem Zimmer dauerte ebenfalls etwas, außerdem gab es keinen Fahrstuhl – bei Anblick des Zimmers waren wir dann aber erstmal still, bevor wir in einen historischen Lachflash ausgebrochen sind. Laut Olschi war das Asylantenheim nicht so schlimm gewesen, Sabine und ich wurden stark an eine alte polnische oder deutsche Pension erinnert und Steffi verlieh ihm den Titel „Knastzimmer“. Wir haben vier ineinander verkeilte Betten (Hochbetten), ein paar Kleiderbügel, an die Wand gelehnte Leitern zum Tragen, Klappfenster und wahllos verteilte Steckdosen. Olschis Matratze, ebenso wie die feschen pinkfarbenen Gardinen, lockten mit gelben Flecken, und der Holzboden mit weißen Spritzern. Anfangs konnte das Zimmer wenigstens noch mit brauchbarem WLAN punkten, aber auch das hielt sich bloß einen Tag.
Einige Fragen bleiben bis jetzt unbeantwortet – ist es wirklich eine Matratze oder bloß ein Fake? Und wieso schließt die Tür so, wie sie schließt?
Badezimmer:
Auf unserem Flur gibt es zwei Toiletten beziehunsweise Badezimmer – in dem einen schwammen am ersten Tag verdächtige rote Sachen herum und in dem anderen gibt es die Mondscheinversion einer Glühbirne. Außerdem liegen auf unserem Flur die einzigen Duschen des ganzen Hostels – vier Stück für ca. 50 Menschen. Abschließen kann man sie auch nicht, sondern man markiert draußen an der Tür mit einem Smiley, dass die Dusche besetzt ist. Natürlich klappt das nicht immer.
Die schiere Masse an Duschen führt natürlich dazu, dass sich lange Dusch-Schlangen bilden, manche Frauen sich noch entkleiden, während man selbst gerade noch in der Dusche steht, und man das Gefühl bekommt, dass sich manch Asiatin dreimal am Tag duscht. Heute hatte außerdem jemand seinen Müllbeutel im Bad platziert. Ist ja ein guter Platz.
Küche:
Wir glauben, dass die Küche nur so zum Spaß mitgebaut wurde. Essen kann man da nämlich eigentlich nicht, weil es bloß ein Messer, einen Teller und einen Topf an Geschirr gibt. Und ein Klo direkt neben an, dass an ein Plumpsko erinnert. Oh, und Wurstreste im Toaster.
Klientel:
Man sollte zuerst einmal erwähnen, dass wir uns sicher sind, das ca. 150 Prozent der Gäste hier Männer sind. Und sie sind meistens auch etwas eigen. Erstmal haben wir ständig Typen ohne T-Shirts hier. Als wir gestern nichtsahnend unsere Toasts gegessen haben, kam ein Asiate herein, ohne Oberteil und mit Bierbauch, und begann, sein T-Shirt im Waschbecken zu waschen. Kaum unten, begegneten uns wieder zwei Exemplare.
Einen Tag vorher waren wir gerade dabei, ein Päuschen zu machen, als sich plötzlich die Tür öffnete und ein Mann wie selbstständig herein trat, einmal durchs Zimmer blickte und dann mit einem lauten NOPE die Tür wieder schloss. Hat wohl nicht gefunden bei uns, was er gesucht hat.
Dank der hellhörigen Wände hier sind wir schon Zuhörer vieler Bromance-Gespräche geworden, durften der angenehmen Stimme unserer amerikanischen Zimmernachbarin lauschen (sowie ihrem Vibrationsalarm) und wurden gleich mit der quietschenden Toilettentür bekannt gemacht.
Ein Bewohner muss hier aber noch gesondert erwähnt werden – gestern entdeckte ich eine Baby-Kakerlake auf dem Klo! CHEERS!
Trockner-Drama:
Eines Tages wollten wir waschen und was ist los? - eine Frau lässt alles für Stunden in den Maschinen. Und dann, das mussten Olschi und Steffi voller Grauen feststellen, gibt es hier nicht mal Kochwäsche und der Trockner trocknet nicht richtig. OH WELL.
Also, wenn ihr mal nach Asakusa kommt – schaut euch das Hostel an, aber belasst es auch dabei! ;)
Lotte erzählt.... III
Hallo ihr Lieben :)
Heute sind wir in Tokyo angekommen und mussten uns von Laura und Nadin trennen :( Die zwei sind zu ihrem Wohnheim gezogen und wir haben uns auf dem Weg zu unserem Hostel gemacht. Der heutige Tag war tatsächlich ein „doofer Donnerstag“, dank der Übermüdung resultierend aus einem Trip im Nachtbus, aber davon soll später mehr berichtet werden. Jetzt erstmal eine Übersicht über das, was wir so alles in Kyoto unternommen haben :)
Kyoto I:
Unser Hostel lag auch dieses Mal sehr zentral, nahe am Bahnhof Kyoto und dem Kyoto Tower, und man konnte einiges zu Fuß erreichen. Für den ersten Tag haben wir uns aber erstmal ein Tagesticket für den Bus gekauft und sind Richtung Philosophenweg aufgebrochen. Das ist ein ca. halbstündiger Weg von einem größeren Tempel bis zum Ginkakuji, der silbernen Pagode. Man läuft an einem kleinen Bächlein entlang, wandert zwischen – noch nicht ganz – blühenden Bäumen, beobachtet Maler am Wegesrand und muss ständig den Drang unterdrücken, ein Haiku zu dichten.
Ginkakuji ist eine silberne Pagode inmitten eines Tempels und umgeben von vielen grünen Moosgärten. Es war wahrscheinlich immer noch ein bisschen weniger besucht als Kinkakuji (goldene Pagode), aber immer noch sehr sehr voll. Als Mittags-Snack haben wir uns dann einen Portatonado gegönnt – denkt euch selbst aus, was für eine awesome Sache das ist, aber ich würde es jedem als Mittagssnack empfehlen ;)
Unser nächster Stopp war der Imperial Palace, beziehungsweise der Imperial Garden. Hier haben wir ein Mittagessen verdrückt, nommnomm, und die Palastmauern angeschaut. In den Palast selbst kommt man leider nur mit Sondergenehmigung rein, aber von außen war er auch schon sehr beeindruckend. Bei der nächsten Vending Machine wurde dann auch das Getränk des Urlaubs entdeckt – HOT GINGER ALE. Haltet Ausschau danach, es scheint großartig zu sein :D
Eigentlich wollten wir uns dann ein weiteres Schloss ansehen, Nijojo, aber es hatte schon geschlossen. Wir haben uns dann nur noch in einem Supermarkt für die nächsten Tage eingedeckt und sind zurück ins Hostel gefahren. Das Abendessen war Yakisoba mit Gemüse, sehr gut. Man musste unserer Hostelküche schon lassen – sie war sehr gut ausgerüstet.
Saga no Arashiyama:
Heute sind wir nach Saga no Arashiyama gefahren. Das liegt etwas südlich von Kyoto, ein bisschen auf dem Land. Es ist wirklich sehr schön dort; alles ist wunderbar grün! Zuerst haben wir uns den Tennryuji angeschaut, einen der ersten Zen-Tempel (ringing any bells, Marlon? ;D). Das Wetter war wunderschön und es gab bereits viele blühende Blumen – Kamelien, Pflaume, Kirsche, eine große Farbenpracht. Und natürlich viele andere Menschen mit uns. Steffi und ich möchten außerdem an Kimmi und Lea weitergeben, dass wir nun wissen, wo sich der Nemeton in Japan befindet.
Vom Tempel aus konnte man durch einen Bambuswald schlendern, wunderbar von Sonnenlicht erleuchtet und angenehm kühl. Hier haben wir schon wieder einen alten Mann entdeckt, der Postkarten bemalt hat – und mit uns in einem spanisch-englisch-japanisch Mix gesprochen hat. Sehr sympathisch :)
Unterwegs wurden wir noch von einem älteren Herren angesprochen, der uns den Tipp gegeben hat, auf eine Aufsichtplattform etwas weiter oben zu steigen. Hier hatte man einen hervorragenden Blick auf den Fluss und einen kleinen Berg. Die Idylle wurde zwar hin und wieder gestört von aggressiven Koreanern, die Steine in den Fluss geworfen haben und einer sehr lauten Reisegruppe, aber wir haben unsere Pause dort haben sehr genossen. Zu Sabines großer Enttäuschung haben wir keine Affen gesehen. Man darf sie zwar nicht ansehen, mit ihnen reden, sie nicht berühren oder füttern, aber von nicht spielen dürfen stand da ja nunmal nichts.
Wir wollten uns dann noch eine Steinbrücke ansehen – in der Hoffnung, endlich die Brücke aus der Geschichte in „Tiere“ zu entdecken – aber sie war nicht mal aus Stein und relativ unspektakulär. Man konnte aber eine Steinpromenade am Wasser entlang gehen und japanische Pärchen bei einer romantischen Bootsfahrt betrachten. A propos Romantik – in Saga no Arashiyama (und an vielen anderen Orten auch) gibt es Unmengen an Riksha-Fahrern. Gebräunt, gut gebaut, ziemlich groß... wir mussten gleich an unsere liebste Anne-Sophie denken, die sich die gleich etwas näher anschauen sollte, wenn sie mal in die Gegend kommt ;).
Auf dem Rückweg zur Station sind wir noch kurz in England gelandet – es begegnete uns ein Buchladen namens „London Books“ - aber leider war der Abstecher nur kurz.
Ich möchte hier noch um eine kurze Schweigeminute für Olschis Wurt bitten, die irgendein ziemlich mieser Hostelgast einfach aus dem Kühlschrank entwendet und komplett verzerrt hat. Manche Menschen wissen einfach nicht, wie man sich benimmt.
(Wir haben uns übrigens auch mit dem Reiskocher duelliert – und gewonnen. Das Teil ist gar nicht so schwer zu bedienen).
Nara:
An einem weiteren, sonnigen Tag ging es dann nach Nara. Hier in der Touristeninformation haben wir sogar eine deutsche Karte bekommen und uns gleich ins Getümmel gestürzt – Getümmel heißt hier scheinbar die gesamte Pilotenmannschaft einer japanischen Fluggesellschaft. Wen man so alles trifft.
Der erste Stopp war theoretisch der Todaiji, aber zwischendurch waren die Rehe natürlich die größte Attraktion. Für alle Nicht-Japanologen: In Nara sind Rehe heilig und dürfen überall in der Stadt unbehelligt herumrennen. Das heißt, man gerät ständig in die Gefahr, von einem Hirsch angestupst und freundlich nach Essen gefragt zu werden. Nadin wurde von den Rehaugen so erweicht, dass sie sogar ein paar Reiscracker für die ganzen Freunde gekauft hat. Später wurden wir noch Zeuge davon, wie ein Reh verzweifelt versucht hat, die Liebe seines Lebens – einen japanischen Geschäftsmann mittleren Alters – bezirzt hat (NOTICE ME SENPAI), für ihn Tauben verjagt und dann für seine Mühen mit einem Sandwhich belohnt wurde. Es war sehr romantisch. Außerdem, ein Geheimtipp: Falls ihr jemanden wirklich nicht mögt, packt ein bisschen Weißbrot in seine Unterhose und werft ihn in einen Teich voller Karpfen. Das wird nicht angenehm sein.
Weil wir eine Snackpause brauchten, haben wir uns vor den Tempeln eines kleineren Tempels niedergelassen (was einem älteren japanischen Herren stark missfallen hat, weil wir dem Tempel unserem Po zeigen) und sind dann zu einer Aussichtsplattform gelaufen, von der man wunderbar auf Nara herabschauen konnte.
Dann aber ging es endlich zum Todaiji und dem großen Buddha. Es ist sehr beeindruckend, wie der Tempel in der Mitte der Rasenfläche thront und wie gewaltig der Buddha in seinem Inneren aussieht. Es ist zwar der größte Touristenspot Naras, aber immer empfehlenswert.
Von dort aus sind wir zu einem kleinen Park gegangen, der für Touristen umsonst war. Falls ihr mal einen japanischen Garten sehen wollt, ist das definitiv ein Geheimtipp. Wir wurden zwar schon 15 Minuten vor fünf wieder rausgeworfen, but oh well.
Das Dessert war Mr. Donut – und wie gut es war. Wie gut es war.
Hiermit möchte ich noch einmal unseren Cleaning Guy aus dem Hostel erwähnen – ich habe selten einen verwirrteren jungen Mann gesehen. Man hat das Gefühl, er putzt dort, wo ihn unsichtbare Stimmen gerade hinrufen. Großartig.
Und ach ja, die Inder in unserem Wohnheim haben auf unsere Marmelade gegeiert. Wir haben sie mit unserem Leben verteidigen können.
Kyoto II:
Heute haben wir zuerst den Fushimi-Inari-Schrein besucht, hinter dem die berühmten tausend Tore liegen. Es ist wunderbar, durch sie hindurchzulaufen, ein ganz spannendes Gefühl. Man kann übrigens auch selbst ein Tor kaufen, wenn man das möchte ;) Also, boys and girls, spart mal ein paar Millionen an :D
Wir sind tatsächlich bis ganz nach oben gelaufen, ganz nach oben heißt 233 Meter. Leider waren wir anfangs verwirrt, weil uns gar nicht klar war, dass wir bereits oben waren, da es nicht besonders beeindruckend auf der obersten Spitze war. Trotzdem waren wir ziemlich angestrengt und können jetzt alle mit neu gewonnen Disney-Waden prahlen.
Auf dem Weg nach unten haben wir gesehen, wie ein neues Tor angemalt wurde – es ist eigentlich gar nicht dieses knallrot, was man immer auf Postkarten sieht, sondern eher ein Orangeton – ich bin in Zement getreten und wir haben gemeinsam eine Fuchstatue bemalt und im Schrein aufgehängt. Der Fushimi-Inari-Schrein ist ein Tempel für Händler und Kaufleute, und dicht besiedelt von vielen kleinen Fuchstatuen.
(Ach ja, wir haben schon wieder keine Affen gesehen. Die scheinen sich wirklich vor uns zu verstecken).
Wir sind dann zum Kiyomizudera gelaufen, einem weiteren Tempel, der etwas außerhalb der Stadt liegt und von dem man wieder einen sehr guten Blick auf Kyoto hatte. Manche Gebäude waren zwar wegen Restaurierung geschlossen, die Aussicht war aber trotzdem herrlich. Wir haben unterwegs noch eine Mini-Pagode gesehen und sind dann weiter nach Gion gelaufen, wo wir gleich am Anfang ein paar Maiko gesichtet haben. Einer Gaisha (TM Lotte) sind wir zwar nicht begegnet, dafür ist Gion aber nachts ein wunderbarer Stadtteil – alles erstrahlt in sanftem Licht und man fühlt sich einige Jahrhunderte zurückversetzt. Am Ende sind wir sogar noch an einem Tempel voller Laternen gelandet, es war ganz wunderbar.
Kyoto III:
An unserem letzten Tag begrüßte uns Kyoto mit Regen. Sehr, sehr viel Regen. Also haben wir uns Regenschirme zugelegt und sind bis Sanjusangendo gelaufen, dem Tempel der tausend Buddhas. Hier gibt es tausend verschiedene Statuen von Bodhisatvas zu besichtigen, gemeinsam mit Steinstatuen ihrer 28 Wächter. Es ist wirklich sehr interessant, die Details sind ganz toll ausgearbeitet und man fühlt sich manchmal, als würden die Statuen bald zum Leben erwachen. Wirklich toll.
Im Anbetracht des Regen sind wir dann ins Einkaufszentrum unter dem Bahnhof geflüchtet. Unsere Wege haben sich kurz getrennt – Laura, Olschi und ich sind losgezogen, um einen Pfannkuchen mit Erdbeeren zu verdrücken (sehr lecker, aber sehr schlechter Service) und die anderen haben das Hotel gesucht, vor dem unser Bus später abfahren sollte. Gemeinsam sind wir dann durch die Einkaufspassage gewandert, Olschi hat sich das erste japanische Kleidungsstück zugelegt! <3
Das Abendessen bestand diesmal aus Okonomiyaki und ich glaube, wir waren eine Erheiterung für die gesamte Belegschaft. Zuerst einmal waren wir uns nicht sicher, ob wir nach der Bedienung klingeln sollten oder nicht, also hat Nadin sie ermunternd angelächelt, was aber eher gruselig als freundlich wirkte. Dann haben wir den Kellner, der unsere Okonomiyaki zubereitet hat, angestrengt beäugt – aber uns nicht über seine Zwiebeln lustig gemacht! ;D – und schließlich hatten wir noch einige Sorgen wegen versteckten Fisches in den Okomiyaki. Alles in allem aber war das Essen hervorragend und ein weiteres Restaurant bekommt von uns fünf von fünf Sternen!
Nach einem letzten Bummel durchs Einkaufszentrum war dann der Starbucks unser letzter Stopp. Wir haben die letzten Plätze erkämpft und hingen dann dort ein bisschen herum, haben das Internet genutzt und Plätze blockiert; es wurde uns sogar ein Tisch weggenommen ;). Der doofe Donnerstag zeigte sich schon ein bisschen: Sojamilch schmeckte nach Pappe, Nadin hatte ihre Intelligenz in Deutschland gelassen und Sabine wusste besonders gut über Perioden Bescheid. Aufschlussreich wie immer also.
Schließlich ging es zurück ins Hostel, die Koffer wurden wieder aufgenommen und unter Ächzen und Stöhnen lenkten wir unser Gepäck zum Bahnhof. Wir mussten noch ein bisschen dort verweilen und sind natürlich auch gleich ein paar Polizisten verdächtig geworden, aber um halb zwölf dann haben wir unsere Zelte bei der Busstation aufgeschlagen. Es war ein bisschen deprimierend, zuerst den komfortablen und dann den eigenen, weniger bequemen Bus zu sehen, aber die Fahrt ging schnell rum. Mehr dazu später :)
Wir sagen Kyoto auf wiedersehen, bedanken uns für die schöne Zeit und werden nun Tokyo erkunden gehen. :)
P.S. Wir haben bereits Jenny, Antje und Felix aus dem FSR samt Freundin zufällig in Kyoto getroffen. Letztere sogar zweimal. DIE WELT IST EIN DORF.