Trump und die Physiognomie des Systems
"Wie gesagt, die psychische Physiognomie des neuen US-Präsidenten mag da den Anschein erwecken, nur die Person stelle ein Problem dar, nicht das System sei irre geworden, an dessen Spitze er tritt. Doch was, wenn diese Physiognomie die des Systems selbst wäre? Wenn die Zerrissenheit seiner Auftritte, die Kurzatmigkeit seiner Reden, die hohle Kraftmeierei, die unerfüllbaren Ankündigungen und Versprechen, die er macht, das hohle Pathos der Größe, der Einzigkeit und Omnipotenz, das er mit bulligem Blick mobilisiert, nur die Signatur ungelöster Fragen und eines unaufhaltsamen Niedergangs wäre? Die Physiognomie einer Macht, die begonnen hat, im Absturz um sich zu schlagen?"
Trump und die Physiognomie des Systems von Hans-Joachim Lenger
















