Daniel spielt... Panzer Corps - Fall Weiß. Station 5: Sea Lion ‘40 (London!)
Mission #5 führt uns an die französische Küste und den Ärmelkanal, wo wir unsere Pakete auf Transportboote schaffen. Ziel: London, Großbritannen.
Diese Mission ist eine aus Sicht der Missionsstruktur sehr relevante. Schauen wir einmal kurz hinter die Kulissen und auf Missionsbaum (ja, kleiner Spoiler, aber spannend find ichs schon):
Sea Lion ‘40, in der wir uns gerade befinden, ist die letzte die wir mit einem "überragenden Sieg" bestehen müssen, um auf dem linken, grün markierten, Missionsbaum zu bleiben, und damit auf der Überholspur. Hier haben wir mehrere Missionen keinen Zwang für einen "überragenden Sieg", was aufgrund der entspannteren Rundenlimits deutlich ressourcenschonender möglich ist.
Uns zeigt sich auf der Karte der Ärmelkanal, die französische Küste und der Süden Großbritanniens. Eine große Stadt, bestehend aus mehreren Hexfeldern fällt ins Auge. London. Einst größte Stadt der Welt. Bald in unseren Händen. Unsere Einheiten starten direkt in Transportschiffen vor der Küste auf Seiten Kontinentaleuropas. Marine bekommen wir wie in Norwegen gestellt, Budget steht uns auch ordentlich zur Verfügung. Wie wir es einsetzen, beeinträchtigt den Erfolg der Mission erheblich. Ich weiß wovon ich rede, ich habe sie sechsmal spielen müssen, bis ich die korrekte Kette von Entscheidungen beisammen habe.
Die Mission verläuft folgendermaßen. Unsere Truppen sind sicher verpackt, aber naturgemäß verwundbar auf Transportschiffen untergebracht. Vor ihnen kommandieren wir eine größere Flotte an Zerstörern, Kreuzern und U-Booten. In der ersten Runde haben wir das Ziel, die gegnerischen Seestreitkräfte zu dezimeren. Das ist aufgrund einer ordentlichen Übermacht kein Problem, aufgrund des heftigen Rundenlimits ist es aber entscheidend, ob wir mit unseren Truppen in Runde drei, vier oder gar erst fünf ans britische Festland gehen. Ein klares Abwägen von Risiko und Tempo ist erforderlich, da wir unmöglich mit den Transportschiffen vor Frankreich warten können, bis die britische Marine komplett zerstört ist. Also bringen wir Temo in die Sache, fahren mit den Transportschiffen hart an der Grenze zum Gegner und beschleunigen die Seeschlacht mit unseren Bombern, die höchst effektiv gegen die gegnerischen Schiffe vorgehen.
Doch hier folgt schnell der erste Neustart. Wir haben die Rechnung ohne die Royal Air Force gemacht. Mit einer kräftigen Übermacht greifen uns die gegnerischen Spitfires an. So viele Messerschmidts können wir kaum abstellen um alle Bomber zu sichern. Also doch etwas vorsichtiger, und die Bomber erst einsetzen wenn die Spitfires zum Tanken auf die Insel zurückkehren. Ein oder zwei Runden verloren. Hm.
Wir landen tief im Nordosten bei Ipswich, im Süden fast über die gesamte Küste verteilt. Als nördlichstes Angriffsziel liegt Oxford, ungünstig gelegen an der Themse. Weit im Westen liegt Bristol, das ich mit meinen beiden bereitgestellten Fallschirmjäger-Maschinen zu erobern suche. Ich fliege möglichst weit im Westen, damit ich von den englischen Abfangjägern nicht erwischt werde und komme immerhin mit einer Maschine durch.
Als die beiden Knackpunkte der Kampagne stellen sich London und Oxford heraus. Wie erwartet ist die Hauptstadt der Briten mit allem ausgestattet, was uns das Erobern schwer macht: Tief eingegrabene Einheiten (solche haben einen starken Kampfvorteil und müssen erst mühsam “aufgeweicht” werden), unerreichbare Artillerie, mehrere FLAKs. Wir müssen möglichst zeitgleich mit den Truppen von Ipswich an einigen Stellungen - darunter auch ein Panzerzug - vorbei uns von Norden an London nähern, um die gegnerischen Truppen einzukesseln, während wir mit den ein, zwei Einheiten bei Bristol plus Verstärkung der gelandeten Armee aus dem Süden nach Oxford ziehen. An zumindest einer der beiden Städte scheiterte ich mehrfach, zumindest innerhalb des reduzerten Rundenlimits. Nach mehreren Versuchen bemerkte ich, dass ich die Lufthoheit bis zum Schluss nicht für mich entscheiden konnte und begann noch einmal komplett von vorne mit einer neuen Aufstellung. Diesmal kaufte ich noch zwei Messerschmidts.
Und tatsächlich: Ich konnte die Spitfires und Bomber erledigen und schaffte es im allerletzten Zug sowohl London als auch Oxford einzunehmen. Puh, was ein Kampf. Nächstes Ziel: Russland!