Das ganze Internet ist voll mit mundharmonikaartigen Dingern
Kollege Hans kommt mit einem Dings durch die Tür, das er kommentarlos von einem Bekannten zugeschickt bekommen hat und fragt, was das ist.
Ich nehme es mit scharfem Blick unter die Lupe und lese:
Docking Station. Und: Hi-Speed USB 2.0.
Gut. Eine Docking-Station kenne ich. Aber die sieht anders aus. Man kann dort ein Laptop hineinstecken oder aufsitzen lassen. Das geht hier nicht. Aber hier kann man allerlei Zeugs anschließen:
Parallele und Serielle Schnittstelle lassen es tendenziell in den Nullerjahren oder früher verorten. PS/2-Buchsen für Maus und Tastatur eher früher, die zwei USB-Ports ziehen es wieder näher an die Gegenwart.
Man kann auch Strom und USB-”Upstream” anschließen. Das wird dann die Verbindung mit einem Rechner sein.
Auf der anderen Seite findet man noch einen LAN-Anschluss:
Ich biete Hans an, stante pede in der ständigen Redaktionskonferenz des Techniktagebuchs nach Rat zu fragen und poste dort die Bilder.
Felix Lorenz meint, es sei vielleicht ein Universaladapter. Kathrin Passig vermutet mit einem Augenzwinkern einen Computer in dem Kasten. Immerhin könne man Maus, Tastatur und Monitor anschließen, vielleicht sogar einen Drucker. Ich schlage vor, dass es eine Art Hub "einer für alle - alle für einen" ist. André Spiegel schreibt: “Lustig. Sieht aus als könnte man alles reinstecken, was es so gibt auf dem Markt, und dann funktioniert einfach alles.” Stefanie Otersen hat so ein ähnliches Ding gerade neulich noch in der Hand gehabt, nur ohne LAN-Anschluss, dafür aber mit Netzteil und identifiziert es als primitive Docking-Station. Sie sortiert es etwa im Jahr 2005 ein. An ihr Dings scheint man auch Monitore anschließen zu können. Das scheint hier nicht zu gehen. Jedenfalls muss man nur ein Kabel lösen, wenn man das Laptop mitnehmen möchte. Dem könnte sich auch Kathrin anschließen, “statt täglich die 10 Kabel vom Laptop zu allem verlegen zu müssen?”, wenn sie das nicht sowieso nie müsste, da ihr eigentlich fast immer ein Stromanschluss an einem Laptop genügt, wie sie gestern wissen ließ.
Eben eine Dockingstation, nur nicht formschlüssig, sondern kabelschlüssig.
Maik Novotny schließlich liefert die Lösung samt Link:
This USB 2.0 Docking Station is a unique expansion unit designed to complement the Notebook/Laptop Computer to a desktop equivalent. It will also work on desktop computers.
https://www.usbgear.com/USBG-620U1.html
und ergänzt: “Das ganze Internet ist voll mit diesen Dingern!”
Hans hat inzwischen mein Büro wieder verlassen. Dabei hat er mit dem Dings eine Mundharmonikageste gemacht. Das kommt der Gehäuseform ziemlich nahe!