Die Idee
"Die da oben", "wir hier unten" - nie schien die Kluft zwischen den Bürgern und den Menschen, die sie vertreten, so weit zu klaffen wie heute. Politiker gelten als geltungssüchtig, kooperationsunwillig und nur um der eigenen Vorteile und der ihrer Partei bemüht. So ein Verständnis ist fatal für eine funktionierende, repräsentative Demokratie.
Gleichzeitig haben es sich Politikerinnen und Politiker aller Parteien angewöhnt, sich nur noch in Floskeln auszudrücken. Die politische Kommunikation ist clean geworden, alles, was an Persönlichkeit anecken und Wähler verschrecken könnte, wird glattgeschliffen. Auf der Strecke bleibt dabei viel zu oft - das Menschliche, das Gefühl, dass "da oben" eben keine seelenlosen Roboter sitzen, sondern Menschen wie du und ich.
Dieses kleine Projekt möchte das ändern. Nicht mit harten, journalistischen Fragen oder persönlichem Seelenstriptease, sondern mit einem Rückgriff auf die Kindheit. In meiner Grundschulzeit gab es eine nette Tradition: Wir haben Freundebücher herumgereicht, um ein wenig mehr von unseren Mitschülern zu erfahren - mein Lieblingsgericht, mein Lieblingsschriftsteller, meine Lieblingsfreizeitbeschäftigung. Harmlose Sachen waren das, die doch manchmal zu überraschenden Erkenntnissen über den Klassenkameraden aus der letzten Bank geführt haben. Genau das möchte ich nun wieder tun... nur unter den Politikern dieses Landes.
















