Nachdem wir mit dem Peg-System bereits eine Art Hybrid haben, wollen wir uns nun auf die "Verortung" von Wissen konzentrieren.
Die Loci-Methode ist eine mnemotechnische Lernmethode und Assoziationstechnik. Sie ist leicht zu erlernen und wird aufgrund ihrer Effektivität von praktisch allen Gedächtnissportlern verwendet. Sie kann auch für umfangreichen Lernstoff genutzt werden, da sich Bilder besser ins Gedächtnis einprägen als bloße Informationen wie Text oder Zahlen. Zudem profitiert sie von der assoziativen Funktionsweise des menschlichen Gehirns.
In der Loci-Technik wird für jeden Begriff ein eigener Platz reserviert, werden also Variablen geschaffen, die mit verschiedenen Inhalten belegt werden können.
Diese fixe Struktur kann ein wohlbekannter Weg sein, aber auch ein Raum oder eigene Körper.
Zusätzlich kann man diesen Plätzen noch Nummern zuweisen, z.B.: mit Hilfe des Peg-Systems.
Traditionell wird an einem Ort/Platz nur ein Begriff/Bild abgelegt.
Man kann den Weg oder das Zimmer immer wieder benutzen, quasi neu „beschreiben“, wenn das alte Wissen vergessen wurde. Ohne Wiederholung werden die Bilder im Kopf immer schwammiger, bis sie irgendwann ganz vergessen werden.
Level von Computerspielen
Einprägung per Spaziergang
Man schreibt sich den Lernstoff auf Merkzettel auf.
Man begibt sich mental auf einen Spaziergang (eine bestimmte Tour) und hält dann an bestimmten Orten an (beispielsweise auf einer Bank, an einer Bushaltestelle, bei einem Brunnen, bei einem Restaurant, bei einem markanten Baum) und merkt sich den Stoff eines bestimmten Merkzettels.
Auf dem Merkzettel wird notiert, an welchem Ort der Inhalt gelernt wurde.
Man macht den Spaziergang (mit immer denselben Stationen) so lange, und wiederholt das Auswendiglernen der Merkzettel, bis man das Thema beherrscht.
In einer Prüfungssituation reicht es dann, sich gedanklich auf den Spaziergang zu begeben und man erinnert sich verhältnismäßig mühelos an das Gelernte.