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Minimalistischer Wal
Gouache auf Papier
2014
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Minimalistischer Wal
Gouache auf Papier
2014
rusty shells.
Abtauchender Pottwal by bruesch5812
~ WAL ~ Ruhig liegt Linda die Waldame im Wasser und spürt das Atmen des Meeres. Diese Schönheit könnt ihr bei mir im Onlineshop oder bei @nanaleaf_am_chiemsee in Bernau erwerben. Der Druck lässt sich als große Postkarte verschicken (A5) oder einrahmen und aufhängen. Ich wünsche euch einen ruhigen und schönen Mittwoch. #wales #pottwal #grün #meer #atmen #onlineshop #smallbusiness #chiemgau #bernau #prienamchiemsee #badendorf #rimsting #illustration #druck #postkartenliebe #postkarten #druck #ecoprint (hier: Bad Endorf In Oberbayern, Bayern, Germany) https://www.instagram.com/magdawolf/p/CXN8vUxIgZU/?utm_medium=tumblr
Beängstigende Grösse: Die Besatzung des Walfangschiffs «Essex» wird bei ihrer Jagd auf den berüchtigten weissen Wal selber zu Verfolgten. (Bild: PD)
Verfolgt vom virtuellen Riesenwal
In seinem neuen Abenteuerfilm erzählt Ron Howard, basierend auf einem Erlebnisbericht, die wahre Geschichte hinter Herman Melvilles Roman «Moby-Dick» über den Kampf mit dem berühmten weissen Pottwal.
Christoph Egger, 2.12.2015, 14:00 Uhr
Am 1. August 1819 wurde Herman Melville in New York geboren; am 12. August lief aus dem Hafen von Nantucket der «Essex» aus, ein schon älteres Walfangschiff, das Kurs auf die Fanggründe im Pazifik nahm – wo es fünf Vierteljahre später, am 20. November 1820, von einem mächtigen Pottwalbullen attackiert und so nachhaltig gerammt wurde, dass es, leckgeschlagen, aufgegeben werden musste. Dieser Teil der Ereignisse, wie sie Owen Chase, der Erste Offizier, 1821 in seinem «Narrative of the Most Extraordinary and Distressing Shipwreck of the Whale-Ship ‹Essex›» schilderte, hat bekanntlich die unvergleichlichen letzten drei Kapitel von«Moby-Dick» inspiriert .
«Einfältige Verkürzung»
Doch während dieses im Urteil William Faulkners bedeutendste Buch der amerikanischen Literatur längst fast vollständiger Vergessenheit anheimgefallen war, wurde die Geschichte vom Untergang des «Essex» – meist in «einfältiger Verkürzung», wie Melville anhand von Chases Bericht notierte – während des ganzen 19. Jahrhunderts als unerhörte Begebenheit in zahlreichen Sammlungen von Seeabenteuern in allen Sprachen erzählt. So auch bei Jules Verne , gleich im ersten Kapitel von «Vingt mille lieues sous les mers» (1869), das die Geschichte aber nur noch ganz ungefähr kennt.
Weniger öffentliches Interesse fanden die Erlebnisse der Männer nach dem Untergang des Schiffs. Auf drei Fangboote verteilt, hatten Kapitän Pollard und seine zwanzig Mann Besatzung, anstatt das ungleich nähere Tahiti anzusteuern, die Küste Südamerikas ins Auge gefasst. Drei Männer überlebten zurückgelassen auf einer Insel, ein Boot blieb verschollen, von den übrigen elf Männern hatten nach qualvollen drei Monaten deren fünf überlebt – indem sie sich von den Verstorbenen ernährten.
Es ist keineswegs so, dass die Öffentlichkeit von den kannibalistischen Vorfällen nichts wissen konnte; bei Chase wie auch in einem 1831 publizierten kurzen Bericht des Kapitäns waren sie erwähnt. Weshalb man auf Nantucket nicht darüber sprach, legt der Autor Nathaniel Philbrick in «In the Heart of the Sea» dar, seiner detaillierten Aufarbeitung der Ereignisse: weil die schwarzen Besatzungsmitglieder als Erste verzehrt worden waren, was dem abolitionistischen Selbstbild der Insulaner zuwiderlief.
Der Film übernimmt von Philbricks ausgezeichnetem Buch zwar den Titel, erlaubt sich im Übrigen aber alle möglichen Abweichungen von historischen und zoologischen Fakten. In den Mittelpunkt stellt er als Gewährsmann jenen Thomas Nickerson, der die Fahrt als vierzehnjähriger Schiffsjunge (Tom Holland) angetreten hatte – und dessen lang verschollenen Erlebnisbericht Philbrick erst 2000 vollständig publizieren konnte. Wir begegnen ihm gleich zu Beginn als älterem Herrn (Brendan Gleeson), der 1850 in seiner Pension in Nantucket keinem andern die Geschichte erzählt als Herman Melville (Ben Whishaw) – der freilich erstmals 1852, ein knappes Jahr nach Erscheinen von «Moby-Dick», die Insel betreten hatte …
Wenn schon das Drehbuch von Charles Leavitt laufend Schabernack treibt, will Ron Howards Regie nicht hintanstehen. Abgesehen von den hektischen Schnitten und den Unterwasseraufnahmen im Wassertank scheint die Inszenierung an eine Hollywood-Ästhetik der fünfziger Jahre angelehnt. Neben der «einfältigen Verkürzung» bleibt sie so auch ohne jegliche Imaginationskraft. Schamhaft versucht der Film, das Faktum des Kannibalismus möglichst zu verschleiern, und wenn uns einmal ein drastischer Moment zusammenfahren lässt, ist es eine falsche Drastik: Owen Coffin (Frank Dillane), der junge Cousin von Kapitän George Pollard (Benjamin Walker), hat sich als Opfer einer Auslosung nicht selber in den Kopf geschossen, sondern wurde von seinen verzweifelten Gefährten getötet.
Digitaler Schabernack
Der enorme Pottwalbulle seinerseits, der den «Essex» mit zwei Rammstössen erledigte und danach auf Nimmerwiedersehen verschwand, gibt dem Schiff hier nicht nur mit der Schwanzflosse den Rest, sondern verfolgt, digital-monströs aufgebläht, die kümmerlichen Fangboote noch quer über den Pazifik, wobei er jeweils wie ein startender Düsenjet aus dem Wasser emporbricht. Chris Hemsworth als Owen Chase ist zwar nicht mehr als ein Schönling, der den Anführer mimt. Dennoch ist vorstellbar, dass Herman Melville nicht ohne Wohlgefallen zugeschaut hätte, wenn er ganz wie einst Billy Budd in den Masttopp aufentert.
https://www.nzz.ch/feuilleton/kino/verfolgt-vom-virtuellen-riesenwal-1.18655828
Erster Satz, letzter Satz: „Anfangs beunruhigte uns weder sein Aussehen, noch sein Verhalten“, erinnerte sich Owen Chase später. (…) „Moby Dick“ wurde früher oft als Gleichnis für die Unbezwingbarkeit der Natur verstanden, heute steht er auch als Mahnmal für den Tierschutz. . Dazwischen die Story hinter der Story: Der Schriftsteller Herman Melville wurde vor 200 Jahren, am 1. August 1819, in New York City geboren. Ein paar Tage später stach die Essex in See, deren Untergang er in seinem Weltbestseller „Moby Dick“ aufgriff. Owen Chase hat die Begegnung mit dem Riesenwal überlebt. Was wirklich geschah – morgen gedruckt in der „nr. sieben“ und online unter www.mittelbayerische.de. (Text: Christian Satorius; Titeloptik: Hal Whitehead/WDC Deutschland/dpa) . . . #mobydick #walfang #hermanmelville #pottwal #spermwhale #geschichte #history #seefahrt #dreimaster #natur #nature #ozean #pazifik #atlantik #meer #naturgewalt #nantucket #naturschutz #longread #wochenende #lesestoff #mittelbayerische #regensburg (hier: Regensburg, Germany) https://www.instagram.com/p/B0GjKfgiZ6S/?igshid=1eyd8xaabv0np
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