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Waldstadion.
Zu Besuch im größten Plattenpresswerk der Welt Na schau mal einer an, da soll noch mal einer sagen, dass Totgesagte nicht länger leben, wobei ich relativ spät erst auf Zahlen schaue: Vinyl ist so stark wie schon lange nicht mehr. Haben über die Jahre diverse Formate stark am Thron der Lackscheiben genagt, hat sich ab ca. 2010 ein neuer Trend losgeschlagen und dem Medium neue Höhen bescherrt, zumindest wenn man den Blick auf die jüngere Vergangenheit richtet. Da mag sicher ein gewisser Kultstatus mithelfen, vor allem zeigt es meiner Meinung nach aber auch, dass Musik in physischer Form noch mal einen anderen Stellenwert bekommen hat. Wenn durch Streaming und Co. alles zu jeder Zeit verfügbar ist, man gleichzeitig aber merkt, dass man abhängig von den Launen der Plattformen und Rechteinhaber ist (und die Playlist dann plötzlich ganz anders klingt als vor zwei Wochen), ist der Besitz von Musik noch mal was ganz anderes. Du brauchst halt nicht mehr „alles“ irgendwie Zuhause, aber das, was du schätzt und liebgewonnen hast, soll dann doch etwas Besonderes sein. Und da kommt die Form der Schallplatte gerade richtig ums Eck. Zumal man ja nicht einfach eine Schallplatte nur für die Hintergrundbeschallung anmacht – da wird Musik einfach noch richtig zelebriert und bewusst konsumiert. Daher ist es eine gute Gelegenheit, einmal in das größte Plattenpresswerk der Welt vorbeizuschauen und mal wieder zu sehen, wie die Dinger eigentlich hergestellt werden. Viel hat sich allerdings an dem Prozess nicht verändert, es wird noch immer Granulat gemischt, weich gemacht und gepresst und am Ende sind es erneut die Rillen, die dafür sorgen, dass wir überhaupt etwas hören. Interessant ist das kleine Filmchen von Business Insider dennoch: Weiterlesen ->
The New Roses exklusiv in der Schweiz
The New Roses – Nothing But Wild Tour
Musikalisch sind THE NEW ROSES ein explosiver Sprengstoff, der sich an Vorbildern wie Guns N´Roses, AC/DC, Kid Rock, Aerosmith, Metallica oder auch The Black Crowes orientiert, aber das in einer ganz eigenen Machart.
Die THE NEW ROSES Geschichte begann 2013 im beschaulichen Rheingau. Mit ihrem Song “Without A Trace” landeten Timmy Rough und seine Mitstreiter auf der Compilation der US Kult Biker TV Serie “Sons Of Anarchy” und lieferten damit auch den Song für die “Sons Of Anarchy” DVD Trailer-Kampagne in Deutschland.
In den folgenden Jahren erfreuten sich THE NEW ROSES einer stets wachsenden Fangemeinde und tourten fast pausenlos in sämtlichen Regionen Deutschlands und Europa. Das kontinuierliche Touring sollte sich auszahlen.
Im November 2018 starteten THE NEW ROSES ihre ersten US Live-Aktivitäten. Als erste deutsche Band überhaupt wurden THE NEW ROSES vom KISS Management zur THE KISS KRUISE eingeladen, die von Florida auf die Bahamas führte.
Mit über 8000 Plays wurden die drei Single-Auskopplungen „Life Ain`t Easy“, „Every Wild Heart“ und „One More For The Road“ seit August 2017 zu Dauerbrennern in den deutschen Rockradios. Im Oktober 2019 startete der erste Part, der überwiegend ausverkauften „Nothing But Wild – Tour”, während dieser auch wieder ein 5-tägiger Besuch auf den Bahamas und Jamaika im Rahmen der diesjährigen THE KISS KRUISE ansteht! Im Januar 2020 startete der zweite Teil der „Nothing But Wild – Tour“ mit Shows in Frankreich, der Tschechischen Republik, UK und Deutschland. Die Zeichen stehen auf Sturm!
Tickets gibt es hier
Special Guest ist Worry Blast (Sion, VS):
Authentischer Hard Rock aus der Schweiz! Ehrlich druckvoll und knallhart springt der Funke bei der Crowd über. Mitreissend erobern diese Jungs bereits unzählige Club Bühnen so wie Festivals in ganz Europa. Bei den mittlerweile über 200 Shows spielte das Gespann zusammen mit Bands wie SCORPIONS, GOTTHARD, SUM41, NAZARETH, PHIL RUDD ( AC/DC) und viele mehr… Mit drei Alben im Gepäck sind sie bestens gewappnet, im 2020 die Bühnen zu erobern. Die Schleifpapier Stimme gefolgt vom donnernden Schlagzeug, sowie den schreddernden E-Gitarren sind bereit!
Quelle: 36zwei Entertainment
The New Roses exklusiv in der Schweiz was originally published on The Art 2 Rock
Das Saint City Orchestra feiert Unified
«Vereint», so kann man den Plattentitel «Unified» in etwa übersetzen. Unified heisst die neue Platte des Saint City Orchestra und diese wird am Freitag, 24. September 2021 veröffentlicht. Natürlich gehört zu jeder Veröffentlichung eine gebührende Party, erst recht, wenn man sich dem Irish Folk Punk verschrieben hat, so wie es das Saint City Orchestra getan hat, dann ist Party erst recht Pflicht. Diese Party steigt am eben genannten Datum im Presswerk in Arbon. Der Besuch wird sich lohnen, dafür garantiert die Band, die auch für ihre schweisstreibenden Liveshows bekannt ist. Es wird brodeln, wenn die Band ihre neuen Songs dem Publikum ins Gehör donnern wird. Dass die Songs das Zeugs zu neuen Hymnen haben, zeigen auch die bereits bekannten drei Videoauskopplungen aus dem von Sascha Paeth produzierten Album. Die Rauheit der grünen Insel konnte eindrücklich auf der Platte festgehalten werden und dürfen wohl auf der Bühne noch einiges zulegen. Die Band hat das Publikum schon immer als Bandmitglieder verstanden, vereint, oder eben Unified und zieht so ihre Fans auch immer mit in die Show mit ein. Zudem haben sie keinen Aufwand gescheut um dem Ganzen noch eins draufzusetzen und so wird das Saint City Orchestra am 24.09.21 eine komplett neue Bühnenshow präsentieren. Die von der Band schon veröffentlichten Bilder aus der Werkstatt lassen Grosses erahnen. Unified nicht nur ein Albumtitel sondern auch das Gefühl wenn man einem Saint City Orchestra Konzert beiwohnt, deshalb fett in der Agenda markieren nach Arbon ins Presswerk pilgern.
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Das Saint City Orchestra feiert Unified was originally published on The Art 2 Rock
Das Ein-Mann-Presswerk
Das Eis bricht man bei Björn Bieber nicht mit warmen Worten oder einem freundlichen Lächeln, sondern mit ein wenig Lästerei über ahnungslose Rundfunkjournalisten. „Anfragen vom Fernsehen lehne ich inzwischen alle ab“, sagt der 42-Jährige und schaut genervt, „das ist viel zu stressig, wenn die drehen, und in den Berichten erzählen sie immer dasselbe.“ Lieber presse er in Ruhe seine Schallplatten, als noch ein weiteres Mal die Geschichte vom angeblichen Vinyl-Revival zu erzählen und hinterher Clips anschauen zu müssen, in denen reichlich unoriginell von „schwarzem Gold“ die Rede ist. „Erstens“, sagt Björn Bieber, „ist das Vinyl-Revival langsam wieder vorbei, zum Glück.“ Und zweitens presst er an diesem Mittwochvormittag keine schwarzen, sondern rote Schallplatten.
Als „badische Schallplatten-Manufaktur“ bezeichnet Björn Bieber seine Garage in einem Pforzheimer Industriegebiet – nein, die Goldstadt gehört nicht zum württembergischen Landesteil, außerdem kommt Björn Bieber aus seinem Büro in Karlsruhe hergefahren. Sein Minipresswerk ist zur Gänze mit alten Maschinen vollgestellt: an der rechten Wand eine Handpresse, hergestellt von Werner & Pfleiderer in Stuttgart, daneben ein sogenannter Diskomat zum Einschmelzen des zunächst einmal farblosen Vinyls. Der Stoff, aus dem die Schallplatten sind, steckt in einem Sack, der in dem hinteren Teil der Garage an einer Werkbank lehnt – Vinyl in seiner rohen Form.
Die linke Hälfte der Garage nimmt schließlich Biebers ganzer Stolz ein: eine Toolex Alpha, schwedisches Fabrikat, der Goldstandard unter den Plattenpressen. Um das Jahr 1990 wurde die letzte dieser Maschinen gebaut. Danach kauften die Menschen immer weniger Platten, sondern zahlten lieber für CDs und, vielleicht, für Musikdownloads. Seitdem auch diese Darreichungsformen auf eine abschüssige Ebene geraten sind, besinnt sich ein stetig wachsender Teil der Musikhörer wieder auf die Qualitäten schwerer Schallplatten und großer, gern kunstvoll gestalteter Kartonhüllen. Falls es stimmt, dass Musik ein Liebhaberprodukt ist, dann entspricht die Schallplatte diesem Ideal am ehesten. Man hat was in der Hand. Wenn es gut läuft, sogar etwas sehr Schönes.
Björn Bieber sieht es so. Er hat nur keine Lust, diese Geschichte immer wieder zu erzählen. Die Schallplatte ist in seinem persönlichen Universum nämlich nie untergegangen. Bieber hat zwar Betriebswirtschaft studiert – aber nur, um damit im Musikgeschäft arbeiten zu können. Er hat in Punkbands gespielt und fühlt sich noch als Punk. In diesem Genre haben sie ihre Musik immer schon auf Platten gepresst: Früher war das billiger als CDs, später konnte man sich damit vom Mainstream abgrenzen.
Mit Vinyl wird wieder Geld gemacht
Als vor einigen Jahren die Plattenverkäufe wieder anzogen, sprang die Musikindustrie auf den rollenden Zug auf. Seither werden wie am Fließband alte Alben wiederveröffentlicht, entstehen aufwendige Sondereditionen oder überteuerte Schallplattenversionen von Musik, die soundmäßig eigentlich für zeitgenössische Streamingdienste aufbereitet ist. Kurz: Mit Vinyl wird wieder Geld gemacht. Aber es gibt kaum noch Presswerke und, bis vor zwei Jahren, auch keine neuen Pressmaschinen.
Goldene Zeiten also für die Presswerke, die sich gehalten haben. Auch Björn Bieber bekommt mehr Aufträge, als er annehmen kann. Allerdings mischt er nicht im Big Business mit, sondern hat sich auf Kleinauflagen spezialisiert: 100 Stück, 200 Stück. Viel mehr verkaufen Bands ohne Werbebudget nicht, eigentlich sind solche Auflagen ein Witz. Und trotzdem wollen alle Vinyl, weil das bei den Fans Eindruck schindet und chic ist. Und klar, für die bekannten Bands und ihre Labels lohnen sich Schallplatten allein deshalb, weil der Verkaufspreis und damit die Gewinnspanne viel höher ist als bei CDs, vom chronisch schlecht bezahlten Streaming via Internet ganz zu schweigen.
So werden Platten gepresst
Björn Bieber mag die Musik oft nicht, die er auf buntem Plastik verewigt. Meistens hört er sie sich nicht einmal an. Ihm geht es um das Produkt, das er herstellt und anfassen kann. Dafür muss nicht er, sondern seine schwedische Maschine mit dem Auftrag warm werden. Bieber mischt die kleinen Plastikkügelchen mit rotem Standardfarbpulver, „PVC Color Mix rot“, und füllt alles in die Maschine. Die Matrizen, also das galvanisierte Negativ der Schallplatte, hat er bereits eingespannt.
Im Inneren der Toolex Alpha ist es so heiß, dass der Kunststoff zu einem zähen Klumpen schmilzt. Die Matrize senkt sich und presst die Rillen, aus denen später die Musik kommt, in das Plastik, den sogenannten Kuchen. Die Pneumatik lässt Dampf ab und fixiert im selben Arbeitsschritt das papierne Etikett auf dem Vinyl. Schließlich wird der Rand so abgeschnitten, dass eine perfekt runde Scheibe auf ein kleines Tischchen vor der Plattenpresse fällt. Eine Scheibe nach der anderen fasst Bieber mit dem Baumwollhandschuh an und prüft sie auf Kratzer oder Pressfehler. Er steckt sie in Papierhüllen und stapelt sie in vorbereiteten Schachteln.
So geht es im 23-Sekunden-Rhythmus voran: pressen, schneiden, ablegen. Dazu die Geräusche und Gerüche der gut geölten Maschine und von schmelzendem Plastik. „Klar steigt einem das alles irgendwann in den Kopf“, ruft Björn Bieber in den rhythmisierten Lärm hinein. Doch beim Plattenpressen ist er ganz für sich: keine Gespräche, kein Radiogedudel, einfach nur er und die Maschine und eine Schallplatte nach der anderen.
Zunächst presste er per Hand
Seine Kleinunternehmerkarriere begann mit einem Job im Freiburger Plattenladen Flight 13. Nach dem Studium traf er mit dessen Chef folgende Abmachung: „Du verkaufst die Platten, ich stell’ sie her.“ Gesagt, getan: Aus der Konkursmasse eines Presswerks erstand er seine erste Maschine, eine Handpresse. Als ihm das nach zwei, drei Jahren zu mühsam wurde, kaufte er sich die gebrauchte schwedische Toolex Alpha, putzte sie liebevoll heraus und nannte sie Paula. Drei, vier Jahre lang mussten der Plattenpresser und Paula sich kennenlernen, bis sie richtig harmonierten. Erst seit diesem Frühjahr gelingen sämtliche Pressungen einwandfrei, gesteht Björn Bieber.
An diesem Tag ist Paula bei Schallplatte Nummer 150 angelangt. Eine 200er-Auflage mit farbigem Vinyl, für die Björn Bieber in der Summe etwa einen Arbeitstag beschäftigt ist, kostet 1100 Euro. Reich wird er mit solchen Aufträgen nicht. Lukrativer als Paula ist der Schneidetisch, den er sein Eigen nennt. Damit erstellt Bieber die Vorlage für die Matrize, aus der im Presswerk die Platten werden. Für 50 000 Pfund holte er das Gerät vor Jahren aus London. Der Schneidetisch ist eine echte Rarität und inzwischen das Fünffache wert. Er macht Björn Bieber zu einem gefragten Mann – nicht nur bei unbekannten Amateurbands, sondern auch bei den Branchengrößen, die es mit ihren Titeln in die Charts schaffen. Immer wieder schicken Plattenfirmen morgens die Tondateien, um abends die geschnittene Vorlage für die Matrize per Kurier ins Großpresswerk liefern zu lassen.
Der Markt ist überhitzt
Die Nachfrage ist also hoch, und nicht wenige Kenner des Metiers sagen: Der Markt ist überhitzt wie eine Plattenpressmaschine nach stundenlanger Arbeit. Björn Bieber glaubt, dass der Hype bald zu Ende geht: „Die großen Musiklabels haben alles neu auf Platte pressen lassen. Dabei kriegst du die Fleetwood-Mac-Alben auch für zwei Euro auf dem Flohmarkt.“
Inzwischen steht der Zähler in der Pforzheimer Garage bei 200. „So, das war’s!“, ruft Björn Bieber. Vor ihm liegen die Platten in acht Kartons. Sie müssen jetzt 24 Stunden lang auskühlen – genau wie die Pressmaschine, die nach getaner Arbeit ordentlich Dampf ablässt. Zwanzig Minuten lang pustet Paula, die schwedische Vinylpresse, noch. Danach ist wieder Ruhe in der Pforzheimer Plattengarage.
Bieber holt die Matrize aus der Maschine, steckt sie in eine Kartonhülle und bringt sie ins reichlich vollgestellte Lager. Etwa 1000 Produktionen lagern hier ein, schätzt der 42-Jährige. Immer wieder kommt es zu Nachpressungen. Und Biebers Plattenmanufaktur wächst weiter: Über Geschäftsfreunde hat er eine verrostete Presse für Vinyl-Singles aus Venezuela importiert, für 10 000 Euro. Die Maschine zu ertüchtigen ist Björn Biebers nächstes Projekt. Er hat sie Kiki getauft.
(Stuttgarter Zeitung, Reportage, 20. November 2018)
Spanish Love Songs – Schmaltz
Spanish Love Songs – Schmaltz
Seit längerer Zeit mal wieder ein Tipp aus unserer Musikredaktion: Spanish Love Songs legen mit Schmaltz ihr zweites Album vor. Wer auf emotionalen Punkrock à la The Smith Street Band steht, sollte zuschlagen. Geboten werden mitreißende Hymnen emotionalen Charakters mit sehr persönlichen Texten. Das Album war in zwei Versionen bei Uncle M erhältlich, die 100er Auflage in Weiß/Rot ist allerdings…
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