LS 93. [...] Die christliche Tradition hat das Recht auf Privatbesitz niemals als absolut und unveräußerlich anerkannt und die soziale Funktion jeder Form von Privatbesitz betont.
Der heilige Johannes Paul II. hat mit großem Nachdruck an diese Lehre erinnert und gesagt:
„Gott hat die Erde dem ganzen Menschengeschlecht geschenkt, ohne jemanden auszuschließen oder zu bevorzugen, auf dass sie alle seine Mitglieder ernähre.“
Das sind inhaltsschwere und starke Worte. [...]
In aller Deutlichkeit erklärte er:
„Die Kirche verteidigt zwar den berechtigten Anspruch auf Privateigentum, lehrt jedoch ebenso unmissverständlich, dass jedes Privateigentum immer mit einer »sozialen Hypothek« belastet ist, damit alle Güter der allgemeinen Bestimmung dienen, die Gott ihnen zugeteilt hat.“
Und er bekräftigte: Es ist also „nicht der Absicht Gottes entsprechend, diese Gabe in einer Weise zu verwalten, dass ihre Wohltaten nur einigen zugutekommen“.
Das stellt die ungerechten Gewohnheiten eines Teils der Menschheit ernsthaft in Frage.