Glückliche Finisher mit dem Triathlon-Virus infiziert
Mit dem Sindelfinger Triathlon wurde am vergangenen Sonntag die dritte Auflage des Projekts „In 6 Monaten zum Triathlon-Finisher“ erfolgreich beendet. Seit Anfang März haben in über 150 gemeinsamen Trainingsstunden im Wasser, auf dem Fahrrad und in den Laufschuhen die 13 Triathlon-Neulinge in den vergangenen sechs Monaten hart für ihr großes Ziel gearbeitet: Den ersten Triathlon erfolgreich zu finishen.
Beim gemeinsamen Abschlussfest gab es für die frisch gekürten Triathletinnen und Triathleten viele lobende Worte vom Trainerteam um Nico Hoffmann und Michael Heigl. „Wenn man bedenkt, wie die ersten Kraulversuche zu Beginn des Projekts Anfang März aussahen, sind die Schwimmergebnisse wirklich herausragend“, lobte Nico Hoffmann. So stiegen mit Klaus Stöffler, Markus Wörle, Klaus Schmid und Horst Hassold bereits vier Rookies nach weniger als zehn Minuten aus dem Wasser. Auch Carmen Blasco aus Sindelfingen hatte bis zum Schluss noch großen Respekt vor der Schwimmstrecke. Während des Wettkamps zog sie dann aber konsequent ihren Kraulstil durch und ärgerte sich am Ende sogar noch ein wenig: „Ich hätte noch schneller schwimmen können, aber ich konnte nicht richtig überholen“. Dennoch hatte auch sie nach etwas mehr als 11 Minuten die Auftaktdisziplin hinter sich gebracht.
Auf der Radstrecke konnte dann Horst Hassold aus Böblingen seine Stärke ausspielen. „Ihm liegen die Berge, das hat er im Training bereits mehrfach bewiesen“, wusste Nico Hoffmann um die Fähigkeiten seines Schützlings auf dem Rad. Doch auch Markus Wörle, Andreas Braun und Steffen Gerlach waren auf dem Rad richtig schnell unterwegs und gingen nur wenige Minuten später auf die Laufstrecke. Hier machten sich dann die vielen Einheiten auf der Bahn und im Wald bezahlt. „Wir haben in der Vorbereitung sehr viele Intervalle und Tempoläufe trainiert. Das hat sich heute bezahlt gemacht“, erklärte Laufcoach Michael Heigl. Drummond Jacoy aus Ehningen war sich sicher, dass hier ein Grundstein des Erfolgs lag: „Beim Laufen habe ich mich in den letzten Monaten am meisten weiterentwickelt, dass hat beim Wettkampf wirklich sehr geholfen.“ Ähnlich ging es auch Rainer Sanzi. Wenige Wochen vor dem Wettkampf hatte er noch mit starken Rückenproblemen zu kämpfen. „Es lag vermutlich an den falschen Laufschuhen“, konnte er den Grund der Beschwerden zum Glück noch rechtzeitig beheben. Danach lief es bei ihm dann aber umso besser. „Es hat sich schon bei den Läufen in Böblingen und Aidlingen angedeutet, dass er beim Laufen richtig gut unterwegs ist“, war Michael Heigl nicht überrascht von Rainer Sanzis guter Laufzeit auf der abschließenden Runde. Überglücklich war auch Martin Klaiber, er hatte die Ziellinie nach 1:26:10 Stunden überquert. Viel Zeit zum ausruhen blieb ihm aber nicht, denn wenige Minuten später bog bereits seine Frau Carmen auf die Zielgerade ein, die er auf den letzten Metern noch kräftig anfeuern wollte. Ähnlich ging es Mailyn Hoffmann, sie wurde von Steffen Gerlach auch bereits auf der Zielgerade empfangen und konnte sich im Ziel über den 4. Platz in ihrer Altersklasse freuen. Froh es geschafft zu haben war auch Christian Zegledi. Er war beruflich in den vergangenen Wochen stark eingespannt und konnte so nicht bei allen Trainingseinheiten dabei sein. Dennoch erreichte auch er nach 1:29:20 Stunden das Ziel und war richtig froh, nun auch Triathlon-Finisher zu sein. Etwas trauriger war Katharina Richter. Sie war nach einer längeren Erkältung nicht rechtzeitig fit geworden für den Sindelfinger Triathlon. Doch auch sie möchte den Traum vom Triathlon-Finisher noch in diesem Jahr wahr werden lassen. „Ich werde mein Glück beim Sprinttriathlon in Kornwestheim in zwei Wochen versuchen.“ Dort wird sie dann von einigen ihrer bisherigen Trainingskollegen begleitet. So stehen in Kornwestheim bereits wieder sieben Triathlon-Finisher am Start des nächsten Wettkampfes. „Es ist einfach ein Sport mit großem Suchtpotential“, waren sich Horst Hassold und Drummond Jacoy sicher. Auch Klaus Schmid und Markus Wörle möchten im kommenden Jahr die nächste Triathlon-Herausforderung in Angriff nehmen. „Ich könnte mir sogar vorstellen, im kommenden Jahr die Mitteldistanz zu absolvieren“, gab Markus Wörle einen kurzen Einblick in seine sportlichen Pläne.
Ob es im kommenden Jahr eine 4. Auflage des Projekts „In 6 Monaten zum Triathlon-Finisher“ gibt, ließ Nico Hoffmann am Ende des Abschlussfests noch offen. „Wir kommen leider beim Schwimmen immer mehr an unsere Kapazitätsgrenze. Außerdem weiß ich nicht, ob inzwischen nicht jeder im Kreis Böblingen bereits einen Triathlon absolviert hat“, meinte er mit einem nicht ganz ernst gemeinten Unterton. „Wir haben auf unserer Homepage (www.Radwelt-Ehningen.de) einen Newsletter eingerichtet. Hier kann sich jeder, der Interesse hat, gerne eintragen. Wir werden dann im Herbst entscheiden, wie es weitergeht.“ Eins ist jedoch sicher, seit gestern gibt es im Kreis mindestens 12 Sportler mehr, die mit dem Triathlon-Virus infiziert sind.








