Das Ritual des Heiligen Syzygiums
„Das Vollkommene und das Vollkommene sind ein Vollkommenes und nicht zwei; nein, sind keins!“ Zum besseren Verständnis des Rituals sei das Studium von Liber V vel Reguli, Liber XV, das Kapitel 69 von Liber CCCXXXIII, sowie „Das Unikursale Hexagramm“ empfohlen.
DIE VORBEREITENDEN ZAUBER
Der Tempel sei in Dunkelheit gehüllt, einzig erhellt vom Licht dreier Kerzen. Im Mittelpunkt des Tempels sei ein Kreis, inmitten des Kreises das Mandala, zwischen dem Mandala und der Umfangslinie des Kreises ein einzelner Altar, nach Boleskine gerichtet, wo das Haus des Tieres 666 steht. Auf dem Altar Öl von Rosen und feinster Weihrauch des Abramelin. (Ein Räuchergefäß soll so vorbereitet worden sein, wie alles andere im Tempel, wie auch alles andere in den Tempeln, die die Körper des Priesters und der Priesterin sind. Sie soll sich in Rosen und Jasmin baden, der Priester aber reinige sich durch strömendes Wasser.)
Die Vorbereitenden Zauber
1. Der Priester, in seine einzige Robe gekleidet und ausgestattet mit seinem magischen Stab, soll seinen Blick nach Boleskine richten.
2. Er soll die Schläge 1–3–3–3–1 geben.
3. Er soll die Schalen in ihre Behausungen zurücktreiben durch das Pentagramm.
4. Die Priesterin jedoch verharre in tiefer Meditation inmitten des Mandala in der Mitte des Tempels, der die Mitte des Universums ist.
Die Beteuerung der Zaubersprüche.
1. Der Priester soll sich der Auserwählten zuwenden. Er soll ihr in die Augen blicken und ihr die Hand reichen, um sie sanft zu sich herauf zu ziehen.
2. Sie sollen ihre Blicke ineinander versenken und er soll mit zarter Stimme verkünden: „Es gibt kein Band, das die Getrennten zu vereinen vermag, außer der Liebe: alles andere ist ein Fluch...“
3. Sie sollen ihre Plätze wechseln, und er soll aufrecht verweilen, noch immer nach Boleskine gerichtet.
3. Sie aber soll inmitten des Mandalas in der Mitte des Tempels den Weihrauch verbrennen.
4. Sie soll mit dem Räuchergefäß die Zeichen der Ewigkeit ziehen und die Worte sprechen:
5. Sie soll die Haltung des Auferstandenen Osiris einnehmen (die Füße geschlossen, die Arme über der Brust gekreuzt.)
Die Proklamation der Vollendung.
1. Der Priester soll die Schläge 3–5–3 geben und dabei ABRAHADABRA rufen.
1. Die Priesterin soll das Zeichen des Erschlagenen Osiris geben, die Arme in Form eines Kreuzes ausgestreckt, und mit der mystischen Rose das Erste Tor öffnen:
a. „Ich rufe die Kräfte des Mondes.“
b. „Ich rufe die Herrin der Illusion und der Träume.“
c. „Ich rufe Dich bei LEVANAH und KERUBIM“
d. „Bei dem Helden Gottes, GABRIEL“
e. „Und bei dem Namen SHADDAI EL CHAI“
f. „Denn ich bin N.N., Deine Priesterin“
g. „Die für Dich die Pforten geöffnet hat!“
2. Sie soll sich dem Priester zuwenden und über ihm den weiteren Ritus der Weihung vollziehen. (Fumigation mit Abramelin in Schlangenform von den Lenden bis zum Scheitel empor.)
3. Sie soll mit Rosenöl auf Scheitel, Stirn, Kehle, Herz, Sonnengeflecht, Scham und Steiß die Chakren zeichnen.
4. Sie soll die Kräfte wecken und das Mudra austauschen und sodann laut rufen „MAKHASHANAH“
5. Dann sollen Priester und Priesterin Angesicht zu Angesicht im Mandala Platz nehmen und über das Tor meditieren, das sich vor ihnen geöffnet hat. Sie berühren sich jedoch nicht.
1. Der Priester soll sich erheben und das Zweite Tor mit der Macht seines magischen Stabes öffnen.
a. „Ich rufe die Kräfte der Sonne.“
b. „Ich rufe den, der den Ausgleich schafft!“
c. „Ich rufe Dich bei SHEMESH und MELACHIM“
d. „Bei dem Heiler Gottes, RAPHAEL“
e. „Und bei dem Namen ADONAI ELOAH VA DAATH“
f. „Denn ich bin N.N., Dein Priester“
g. „Dem sich die Pforten geöffnet haben!“
2. Er soll über der Priesterin den Ritus vollziehen. (In Schlangenform wie zuvor.)
3. Er soll mit Rosenöl die Chakren zeichnen.
4. Er soll die Kräfte wecken und das Mudra austauschen und sodann laut rufen „MAKHASHANAH“
5. Sie sollen im Mandala Platz nehmen wie zuvor, und über den Wächter meditieren, der aufrecht vor dem offenen Tore steht.
1. Die Priesterin und der Priester sollen sich erheben und das Dritte Tor öffnen. Hierbei soll sie die Haltung des Erschlagenen Osiris annehmen, die Handflächen nach oben geöffnet; er jedoch umfasst sie zärtlich in dem Zeichen, das Puella heißt. (Seine linke Hand bedecke das Mūlādhāra Chakra, und seine rechte Hand bedecke die Brust.)
2. Sie sollen so vereint das dritte Tor öffnen:
a. „Wir überschreiten den Abgrund“
b. „Wir rufen den, der in der Stille wohnt!“
c. „Wir rufen Dich durch SHABBATAI und ERELIM“
d. „Bei dem Auge Gottes, TZAPHQUIEL“
e. „Und bei dem Namen ADONAI ELOHIM“
f. „Wir öffnen die letzte Pforte“
g. „Für die Macht des Allerhöchsten – in uns!“
3. Sie sollen die Chakren zeichnen und die mystische Rose und den Stab anbeten.
4. Sie sollen die Kräfte wecken und das Mudra austau-schen und laut rufen „MAKHASHANAH“
5. Sie sollen wiederum Platz nehmen und über die Schwelle meditieren, über die sie gemeinsam schreiten.
1. Sie sollen einander nehmen und verkünden:
a. „Im Angesicht der Leere“
b. „Vollziehen wir das Syzygium“
d. „In HINGABE an das Große Werk“
e. „…SCHWEIGEND!“ (Geschieht.)
2. So soll der Ritus des Heiligen Syzygiums in „Liebe unter Willen“ richtig vollzogen werden, auf dass Schönheit Schönheit antworte.
3. Auf dass sie verkünde: „Das Vollkommene und das Vollkommene sind ein Vollkommenes und nicht zwei; nein, sind keins!“
4. Und er ihr antworte: „-- doch leer ist meine linke Hand, denn ich habe ein Universum zermalmt; & nichts bleibt.“
1. Der Ritus ist beendet, das Tor schließt sich wieder – die Mystische Rose wurde erlöst. Der Wächter hat sich zurückgezogen und die Kapuze wieder über sein Haupt gezogen.
2. Der Priester schließt, wenn es notwendig ist, wie in den Vorbereitenden Zaubern.