schon immer bis Oktober 1993
Unkenntliche Gesichter
Ich arbeite ab der 5. Klasse bei der Schülerzeitung mit. Zu dieser Zeit besteht das Heft aus Schreibmaschinenseiten, die mit allerlei gefundenem Material (Buchstaben aus der Zeitung, ausgeschnittene Logos, eigene Zeichnungen) geschmückt und layoutet sind. Alles in schwarz/weiß natürlich — und ich meine Schwarz/weiß und nicht Graustufen! Diese Seiten im A4-Format werden zu einer Druckerei gebracht, wo sie dann verkleinert im Offset-Verfahren zu einem geklammerten Heft gedruckt werden. Unsere Auflage beträgt 500-600 Stück.
Größtes Problem ist das Abdrucken von Fotos. Normale Farbbilder kommen bei diesem Prozess meist als schwarze Rechtecke mit ein paar helleren Stellen oder als weiße Rechtecke mit ein paar schwarzen Stellen heraus. Von Rasterfolie haben wir noch nie gehört (und man konnte ja bekanntlich nicht googeln).
Im Oktober 1993 wechsle ich an eine Universität, welche bereits mit Scannern und Laserdruckern ausgerüstet ist. Jetzt scanne ich Fotos einfach ein und drucke sie am Laser wieder aus — im schönsten vorstellbaren Raster. Ab sofort kann man auf meinen gedruckten Fotos auch die Gesichter erkennen.
(Tobias)








