Volo-Seminar in Hamm - Teil I: Mut zum Punkt!
Teaser schreiben, Überschriften finden, Interviews führen und fotografieren: Derzeit drücken vier HNA-Volontäre zusammen mit 14 weiteren Volos von anderen Medien drei Wochen lang die Schulbank in der Akademie für Journalistenausbildung in Hamm. Leiter Dr. Edmund Schalkowski und andere Gastreferenten vermitteln uns das journalistische Handwerk. „Zum Schreiben gehört Talent“, sagt Schalkowski. Doch es gebe einige Kniffe, die man erlernen kann. Gesagt, getan.
Zuerst die eher trockene Thematik: Nachrichten schreiben. Am besten so, dass der Leser sie auch gerne liest. Deswegen ist der Einstieg eines Berichts das A und O. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die wir alle nach und nach ausprobieren. Artikel für Artikel schreiben wir in leserfreundliche Meldungen um und diskutieren danach über unsere Texte: Wie kriegt man diesen Satz noch knackiger hin? Sind alle wichtigen Informationen auf den Punkt gebracht? Und sind die Infos auch hierarchisch gegliedert?
Einstiege für nachrichtliche Artikel:
Kontextsatz und Leadsatz
Kurze Szene
Pointierter Einstieg (Gegensätze, Vorurteile, Zitate, etc. aufgreifen)
In den nächsten Tagen steht Redigieren auf dem Programm, was in Redaktionen oft als eher undankbare Aufgabe gilt. Wir bekommen jede Menge Pressemitteilungen und manche sind wirklich knifflig beziehungsweise schlecht geschrieben. Beim Redigieren wird nicht nur Grammatik und Rechtschreibung geprüft, sondern oft muss der ganze Text neu geschrieben werden.
Eine kleine Checkliste:
die klassischen W-Fragen beantworten: Wer? Was? Wann? Wo? Wie?
Quelle nennen
das Wichtigste nach vorn
konkret, kurz, knapp und klar schreiben
Mut zum Punkt!
Tempus: Einstiegsperfekt (wirkt dynamischer, aktueller); Präsens für hochdramatischer Meldungen
Übrigens hilft auch ein sogenannter Blablameter: Der sagt, wieviel „Bullshit“ oder „heiße Luft“ noch in einem Text steht.
(Christina)
















