“Reiselied” ~ Gedicht von Hermann Hesse
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“Reiselied” ~ Gedicht von Hermann Hesse
"Reiselied" von Hugo von Hofmannsthal
Das besondere Gedicht
Reiselied
Wasser stürzt, uns zu verschlingen, Rollt der Fels, uns zu erschlagen, Kommen schon auf starken Schwingen Vögel her, uns fortzutragen.
Aber unten liegt ein Land, Früchte spiegelnd ohne Ende In den alterslosen Seen.
Marmorstirn und Brunnenrand Steigt aus blumigem Gelände, Und die leichten Winde wehn.
Hugo von Hofmansthal
reiselied-früchte des zorns
...doch jetzt geh ich los, denn ich lieb' die bewegung, denn die fühlt sich fast so an als wär ich frei. frei von all den auferlegten regeln und all der erbsenzählerei.
ich reiß ein loch in die mauer, ich kletter über'n zaun. pack meine sachen, es ist zeit hier abzuhauen. ich reiß ein loch in die mauer, ich kletter über'n zaun, es ist an der zeit die zeit zurückzuklauen...
Reiselied Sonne, leuchte mir ins Herz hinein, Wind, verweh’ mir Sorgen und Beschwerden! Tiefere Wonne weiß ich nicht auf Erden, Als im Weiten unterwegs zu sein. Nach der Ebene nehm’ ich meinen Lauf, Sonne soll mich sengen, Meer mich kühlen, Unsrer Erde Leben mitzufühlen, Tu ich alle Sinne festlich auf. Und so soll mir jeder neue Tag Neue Freunde, neue Brüder weisen, Bis ich leidlos alle Kräfte preisen, Aller Sterne Gast und Freund sein mag.
Hermann Hesse
26.09.2014 - Jena - JG Stadtmitte