Richtich
Ich bin gerade mit dem Text hier beschäftigt. Das ist paradox. Während ich ihn schreibe, stimmt das. Sobald der Text veröffentlicht ist, stimmt das aber nicht mehr. Dann steht da die Unwahrheit und ich renne sehenden Auges in dieses Paradoxon. Das ist verderblich... Ich ist nachher auch nicht mehr, was es war, also jetzt ist, vom Moment des Schreibens aus betrachtet. Später wird es genauso absurd sein - der einzige Trost: die Unwahrheit ist und bleibt eine, wenn sie erst einmal ist, da wird sie nicht mehr oder weniger... Dass wir Wahrheiten als mehr oder weniger richtig empfinden, zeigt das Wahrnehmungsproblem, das wir haben, in voller Größe! Es gibt die Wahrheit vielleicht wirklich irgendwo auf dieser Welt. Aber so richtig weiß ich das nicht. Das macht nichts einfacher, schwerer aber auch nicht, denn die Dinge sind, wir sind zwar keine Dinge, aber sind auch, das ist eben so, wenn auch keine Wahrheit, denn die Erkenntnis ist immer nur so begrenzt, wie ihr Erkenner, der oder die schauen niemals über den Tellerrand, denn irgendwo ist immer Feierabend... Ich wollte das ja schon immer mal zu Papier gebracht haben, jetzt steht's eben hier... (aus alter Zeit, neu aufgelegt)










