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Eye contact : how souls catch on fire.
Psychologie Folge 18: Rezension The Big Short
Podcast / Blog Psychologie, Ratgeber & Lebenshilfe
Von Stefan Svik
Es lohnt sich, genau hinzuschauen!
Wenn etwas zu schön zu sein scheint, um wahr zu sein, dann ist es oft ein Grund besonders skeptisch zu sein: siehe Wirecard. Aber oft ist es zu mühsam, Zusammenhänge zu verstehen, gerade bei vermeintlich drögen Finanz- und Wirtschaftsthemen, siehe den Betrug mit CumEx. Doch es ist dennoch ratsam, wachsam zu sein. Der Film „The Big Short“ macht Mut zum Anderssein und zum Hinterfragen. Und er beweist, wie aus einem eigentlich relativ trockenen Thema ein spannender Thriller werden kann, der mit sehr viel Sarkasmus und gewitzten Ideen überaus viel Freude bereitet.
Es mangelt nicht an sehenswerten Kinofilmen über skrupellose Finanzjongleure, die sich parasitär am Gemeinwohl bereichern: „Wall Street“ über den Börsencrash von 1987, „Company Men“ und „Margin Call“ über die Immobilien- und Finanzkrise von 2007/2008 sowie im bedingten Umfang auch „The Wolf of Wall Street“ und „Hustlers“ erklären wie der Betrug funktioniert, wie naive Anleger mit schönem Schein getäuscht und um ihr Geld gebracht werden.
„The Big Short“ ist anders. Er ist lustiger, intelligenter, nicht so plump reißerisch, er glorifiziert das asoziale und kriminelle Verhalten nicht und bietet Stars wie Brad Pitt, Selena Gomez, Christian Bale, Margot Robbie und Ryan Gosling. Der Film geht dem Bankensystem so schmerzhaft und sarkastisch auf den Grund wie es etwa David Finchers „Fight Club“ mit der westlichen Konsumgesellschaft tat.
Die Story begleitet parallel vier Außenseiter und ihr Umfeld, den autistischen Michael Burry (Christian Bale), Mark Baum (Steve Carell) und sein Team, Jared Vennett (Ryan Gosling) von der Deutschen Bank und Ben Rickert (Brad Pitt) als Ex-Banker, der zwei Neulinge im Investmentbanking unter die Arme greift. Der Fan von lauter Metal-Musik Burry, gelernter Arzt und inzwischen sehr erfolgreicher Fonds-Manager, entdeckt zuerst, dass eine gewaltige Blase auf dem Immobilienmarkt entsteht. Selbst Arbeitslose ohne Einkommen oder Vermögen können inzwischen problemlos Häuser auf Pump kaufen. Geprüft wird nichts. Und wer sollte das auch tun, wenn die Mitarbeiter der Rating-Agenturen doch davon träumen, möglichst bald zu einer der Banken zu wechseln, die sie überwachen sollen, um dort dann noch mehr Geld zu verdienen.
Burry erkennt früh, dass der große Crash bevorsteht und lässt sich bei Instituten wie Goldman Sachs, Deutsche Bank und vielen weiteren ein eigenes Finanzprodukt auflegen, um gegen den Immobilienmarkt zu wetten. Daher kommt der Name des Films, der überdeutlich auf wahren Begebenheiten beruht, denn „shorten“ meint, dass auf fallende Kurse gewettet wird. Und das erscheint den überheblichen Bankern absolut lächerlich, denn wer würde die Hypotheken für sein eigenes Haus nicht bezahlen? Zum Beispiel eine Stripperin, die bereits acht Häuser gekauft hat, zum anderen Betrüger, die ohne Eigenkapital Häuser „gekauft“ haben und von ihren nichtsahnenden Mietern Geld kassieren.
Letztlich hatten die Banken nichts zu befürchten, weil klar war, dass sie „systemrelevant“ waren und somit mit Geld von allen Steuerzahlern gerettet wurden. Und am Ende wird eh immer Randgruppen wie Flüchtlingen die Schuld in die Schuhe geschoben, wenn Arbeitsplätze verloren gehen.
Beim Zuschauen durchläuft man ein breites Gefühlsspektrum von Wut über Lachen und Mitgefühl für die Opfer, all die Menschen, die ihre Jobs, ihr Erspartes und mitunter aus Verzweiflung auch ihr Leben verloren, weil sie keinen anderen Ausweg als den Selbstmord sahen. Aber es lässt sich auch viel Nützliches lernen: hinter der aufgeblasenen Fassade der Banker mit ihrer absichtlich verwirrend klingenden Fachsprache steckt deutlich weniger Substanz und Kompetenz als es den Schein haben soll. Um so wichtiger, dass es mit den Medien als vierte Macht im Staat wie z.B. „Finanztip“ oder „Financial Times“ und unkonventionellen Menschen wie Michael Burry Streiter für den normalen Verbraucher gibt. Um so bedenklicher, wenn sich der Staat lieber von Lobbyisten einlullen lässt und wie im Fall Wirecard die Warnungen der „Financial Time“ ignoriert wurden. Im Wesentlichen aber ist es der Verdienst von „The Big Short“ ein trockenes Thema lebendig, innovativ und äußerst unterhaltsam und gehaltvoll umzusetzen. Ebenso informativ wie lustig.
Bewertung: 90 %
The Big Short
Genre: Wirtschaftsthriller, Drama, Komödie
Spieldauer: 130 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Regie: Adam McKay
Basierend auf dem Buch von Michael Lewis: The Big Short: Wie eine Handvoll Trader die Welt verzockte
USA, 2016
Trailer: https://www.bing.com/videos/search?q=the+big+short+trailer&&view=detail&mid=D04DCE5E117A73627CD6D04DCE5E117A73627CD6&&FORM=VRDGAR
Wolltet ihr schon immer mal wissen ob Androiden von elektrischen Schafen träumen? Bock auf einen dystopischen langsam erzählten Noir-Science-Fiction der Extraklasse in dem Ryan Gossling seinen #EineEmotion-Gesichtsasudruck zu Besten gibt? Dann seid ihr wohl Goldrichtig bei Blade Runner 2049! Jetzt die Kritik der #CINESPASTEN anhören (Link in der Bio) #bladerunner #2049 #harrisonford #ryangossling #edeka #emefka #bewegtbildmanufaktur (hier: emefka.bewegtbildmanufaktur)
#ryangossling (bij Arnhem, Netherlands)
As someone that is completely obsessed with the original I was very concerned about a remake. This trailer however helps put me at ease a bit. Looks fantastic.
#bladerunner
Tech Kvetch originally shared:
Blade Runner 2049 Official trailer is here
#bladerunner #harrisonford #2049 #ryangossling
Dear @russellcrowe & #RyanGossling please please do another film together like @theniceguys your onscreen chemistry is amazing. It's been a long time since I've watched a movie over and over and over and laughed every single time. Thank you so much. (at Laval, Quebec)
Did you know Ryan Gosling is a vegan activist? He writes letters to giants of the food industry. ➡️ http://bit.ly/2jkm1Zj