Schelling-Salon
Die Mutter aller Boazn. Der "Schelling-Salon" ist wahrlich kein Geheimtipp mehr. Wie auch? Immerhin wird hier seit 1872 Gastlichkeit gepflegt. Spätestens seit ein gescheiterter Postkartenmaler aus Österreich hier und in der Nachbarschaft seine brotlose Zeit verschwendete, muss auch der "Schelling-Salon" damit leben, zum Drehpunkt so manchen, völlig aus der Luft gegriffenen Mythos' geworden zu sein: "Da hat der Hitler immer Tischtennis gespielt!" Alles Quatsch.
Apropos: Neben charmanter Geschmacksverirrungen im Interieur und einem Preis-Leistungs-Verhältnis wie anno 1872 bietet der "Schelling-Salon" tatsächlich reichlich Möglichkeiten zur Leibesübung: Billard, Tischtennis und - für den der's gern schweißtreibender mag - Kartenspiele. Die Decks müssen käuflich erstanden werden und verlieren nach einem Tag ihre "Gültigkeit". Damit versucht Inhaber-Familie Mehr wohl denen Herr zu werden, die den ganzen Tag im Salon Karten kloppen und dabei gerade mal ein Helles trinken. Dann will man doch wenigsten noch am Spielgerät verdienen. Wir verstehen's! Also, dass man den ganzen Tag im "Schelling-Salon" sitzen will.
Helles: 3,40 Euro
Eierlikör: 2,60 Euro
Weißwein, Hausmarke, Pfalz, trocken: 3,20 Euro
Strammer Max mit Spiegelei: 4,80 Euro
Hipster-Grad: 1/10
Wer ist hier der Boss? Familie Mehr
Schellingstraße 54, 80799 München, Tel. 089 2720788, www.schelling-salon.de, geöffnet ab 10 Uhr, dienstags und mittwochs Ruhetag









