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Schiffsreise
Darum liebe ich es, ein Kreuzfahrer zu sein
Als Reisebegeisterter ist für mich das Erkunden ferner Länder und Kulturen ein unverzichtbarer Bestandteil meines Lebens geworden. Dabei bevorzuge ich seit einigen Jahren unteranderem Kreuzfahrten, da ich auf diese Weise verschiedene Länder und Regionen in kurzer Zeit bereisen und dabei den Komfort eines schwimmenden Hotels genießen kann. In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen auf…
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Noch 1(!) Tag - Morgen gehts los!!!!!
Jetzt könnte man meinen die Aufregung ist so groß dass es einen lähmt...oder man hibbelig von einem Bein aufs andere tritt... Tatsächlich ist es aber so dass wir heute am frühen Abend Nikes Eltern erwarten die für die Dauer unseres Urlaubs bei uns einziehen und in Brandenburg ihrerseits Fahrradurlaub machen...und sich dabei um unsere drei süßen Katerchen kümmern.
Entsprechend stecken wir noch bis zum Hals in Vorbereitungen die Wohnung auf Vordermann zu bringen, Wäsche zu waschen, Koffer zu packen und letzte Vorbereitungen zu treffen. Tatsächlich also gar nicht so viel Zeit für Aufregung...sondern richtig viel Stress. Aber das wird sich spätestens wenn wir morgen Mittag das Schiff, diese schwimmende Stadt betreten...definitiv verändern.
Ab dem Moment ist Urlaub angesagt. Entspannung. Erholung. Und sicher auch etwas Abenteuer. Aber kein Stress mehr.
Trotz Allem wollte ich es mir nicht nehmen lassen einen letzten Post abzusetzen bevor die Reise offiziell startet. Morgen werde ich während der Anreise vermutlich den ein oder anderen Livepost absetzen...und Abends dann eine Review des Tages?! So zumindest der Plan. Mal sehen ob ich das so auch umsetzen kann.
Tatsächlich warten nicht nur sehr viele Eindrücke, sondern auch Menschen darauf entdeckt und kennengelernt zu werden. Entsprechend kann ich noch nicht recht hervorsehen ob ich die Posts in der Regelmäßigkeit absetzen kann wie Ichs mir vorgenommen habe. Dazu kommt noch die unklare Internetsitzation. Angeblich ist das mobile Netz in Norwegen und der zugehörigen Küstenregion sehr gut ausgebaut. Aber wir haben auch mindestens zwei reine Seetage abseits von Küsten und Ländergrenzen vor uns. Da wird bloggen und auch schon Kommunizieren eine Herausforderung. Zwar habe ich ein Social Media Paket gebucht (welches meines Wissens jedoch kein Tumblr beinhaltet...) jedoch ist das Satellitennetz an Bord nicht ganz so stabil bei all den Nutzern. Daher bin ich gespannt ob ich immer und überall via WhatsApp erreichbar sein werde. An alle die es versuchen...Seid nicht böse wenn es nicht klappt...oder wenn Antworten meinerseits verspätet kommen. So ist das nunmal im Urlaub...auf hoher See :P
Was bleibt noch zu sagen?? Ich erzähle seit zig Posts dass die Vorbereitung voranschreitet...und das stimmt auch. Mal hier eine Idee die zu Papier gebracht wurde. Mal dort eine Besorgung die noch erledigt wurde. Mal eine Reservierung die online eingestellt wurde. Aber die richtig echte Vorbereitung auf eine Reise...besonders auf einen Urlaub...beginnt für mich immer in dem Moment indem ich beginne den Koffer zu packen. Und das dürfte in den nächste zwei Stunden der Fall sein. Da wird akribisch überlegt was mitkommt. Was wie und wo verstaut wird. Und zig mal überlegt ob man auch ja nichts vergessen hat. Aber auch wenn das aufwändig klingt, freue ich mich jedes Mal darauf. Denn damit beginnt für mich irgendwie immer eine Reise. Und so freue mich mich drauf gleich meinen Koffer zu packen. Für eine hoffentlich unvergessliche Reise. Ein Schlusswort für heute noch... Morgen geht es los. Ab dann gibt es interessantere Bilder als der Urlaubscountdown aus der AIDA App. Ab morgen dann Eindrücke von der Reise und vor Allem vom Schiff. Und ab Mittwoch dann hoffentlich auch tolle Eindrücke von Norwegen. Wenn ich das nächste mal poste sind wir bereits unterwegs. Die Vorfreude ist riesig. Bleibt gespannt. Bis morgen!!!
Caledonian Canal- Fluss der neunundzwanzig Schleusen
https://www.openstreetmap.org/export#map=10/57.1660/-4.7759
Von Laggan, direkt am Kanal beginnt unser Abenteuer Schottland. Unser Boot ist eine kleine Motorjacht, 10 Meter lang, Spitzengeschwindigkeit maximal 10 miles/ hour, wenn der Wind von hinten kommt.
Dieser Artikel enthält Werbung durch Affiliate von booking.com
Die Mountain Star ist für maximal 5 Personen ein eher kleines Schiff. Für zwei Personen jedoch sehr geräumig und komfortabel
Peter hat vor ca 8 Jahren am schönen Kärntner Wörthersee einmal den Führerschein für Motorbetriebene Wasserfahrzeuge Klasse A begonnen. Ich bin lediglich ein Segler.
Aber das ist bei LeBoat, der europäischen Bootsvermietung, egal.
Bootfahren ist einfach. So wirbt das Unternehmen auf seiner Website. Nun – Herausforderung angenommen. Wir haben gebucht und sind neugierig auf unser Abenteuer Schottland mit dem Boot erkunden. Genauso neugierig ob wir das packen, sind die heimischen Enten, die sich den Zauber einmal näher ansehen.
OK. Es liegt wohl eher an den guten Schottischen Keksen, die ich schwesterlich mit ihnen teile.
Wir werden von den geduldigen Mitarbeitern aber erst einmal ausführlich eingewiesen. Jetzt macht sich Peters Motorboot Ausbildung am Wörthersee bezahlt. Alles klappt auf Anhieb. Andere stellen sich weit weniger geschickt an, wie wir rundherum beobachten können. Und auch ich kämpfe ein wenig am Anfang. Aber es macht irre Spass!
Frau am Steuer – Ungeheurer. Ich mache Nessie ein wenig Konkurrenz! 🙂
Unser erster Morgen an Board
Mit einem gewaltigen Kaffeedurst – und auch ein klein wenig Schädelbrummen vom guten Whiskey in der Eagle Barge, der zwar richtig gut war, jedoch sofort in meinen Kopf geschossen ist.
https://lifestyleluxurybrigade.com/the-eagle-barge-inn-insider-tipp-caledonian-canal/
Also ab in den Peugeot 208 und auf zur nächsten Tankstelle. Es ist Sonntag und die Grocery Markets haben geschlossen.
Glengarry Castle
Auf dem Weg dorthin, biegt Peter plötzlich unvermittelt links ab und ich sehe gerade noch ein Schild mit einem Namen Glengarry Castle. Auf dem Schild wird mit „Morning Coffee“ geworben und Peter hat sofort reagiert. Einen guten Kaffee in Schottland zu bekommen ist nämlich gar nicht so einfach. Meist wird einem der gute alte Filterkaffee serviert – der kommt für zwei Österreicher auf keinen Fall in Frage. Unsere Melange ist uns heilig. Und tatsächlich würde es hier auch richtig guten Kaffee geben. Leider nicht für uns. Wir sind zu früh.
Das Glengarry Castle bietet auch Tagesgästen ab 10 Uhr ein feines Frühstück. Abends kann man dort auch sehr gut Essen. Mit dem Boot über den Steg gut zu erreichen.
Das Hotel jedoch ist „lovely“ um es in englisch zu sagen. Ein echter alter Kasten, kein neu gebautes Hotel Castle. Die alte Burg Invergarry steht unweit vom Schloss im Park und bietet ein herrliches Motiv für ein Foto, was ich trotz einsetzendem Regen mache. Die alte Burg ist geschichtsträchtig und eng mit dem Mc. Donalds of Gerry verbunden. Hier mehr über dessen aufregende Geschichte.
Glengarry Castle Hotel ist ein schottisches Landhaus, welches traditionelle Küche nicht nur für Hotelgäste anbietet. Ab 10 Uhr kann man hier wunderbar Frühstücken. Auch der Nachmittagstee und das abendliche Dinner wird hier auch Besuchern geboten, die nicht im Schloss Gäste sind. Vorteilhaft ist jedoch rechtzeitig zu reservieren. Gerade im Sommer, wenn das Hotel ausgebucht ist, gilt – House Guests first. Das ist für mich auch völlig in Ordnung. Reservieren kann man unter 01809 501254 oder online Glengarry.net
Danach kaufen wir bei der relativ günstigen Tankstelle das nötigste für die nächsten Morgen und laden unser Schiff mit den erworbenen Schätzen. Danach wird es ernst. Wir legen ab zum ersten abschnitt unserer Reise auf dem Caledonia Channel.
Schleusen-Jungfrau, und ein tolles Erlebnis Neptuns Star Way
Nach einem vorbildlichen Ablegemanöver fahren wir mitten auf dem Loch Oich in Richtung unserer ersten Schleuse. Gairlochy Locks.
Auf der Fahrt lerne ich wie man den perfekten Achter fährt ( Mann über Bord Manöver), wie man steuert, ohne ein Gebirge hinter einem zu lassen ( möglichst grad ohne zickzack Kurs) und irgendwann stehen wir vor unserer ersten Schleuse.
Peter übernimmt die nun etwas kniffligere Aufgabe, hier schön grad und langsam einzufahren. Ich flirte in der Zwischenzeit mit dem Schleusenwärter.
Unser erstes Schleusenmanöver
„HELP. This is my first time at a Lock!“ brülle ich zu ihm rüber. „I’m a Locks Virgin. Please can you advise me?“
Den gesottenen Schotten wirft es fast aus den Schuhen vor lachen. Er zwinkert mir zu und erklärt uns ruhig und geduldig die Handgriffe die nun zu tun sind. Danach ist es eigentlich überhaupt nicht schwierig. Die Hauptarbeit hat er mit dem Wasserstand und die Schleuse selbst.
Wir sind dennoch mächtig stolz, diesen ersten Abschnitt so prima geschafft zu haben.
Der Kanal ist schmal, Zwei Boote kommen aber prima aneinander vorbei. Die Menschen winken uns zu, wir retour. Ein paar Japaner knipsen sich fast zu Tode.
Unter den Brücken hindurch
Wir passieren eine niedrige Brücke – die bei Bedarf aufgemacht wird. Der Schleusenwart jedoch meint, wir kämen mit dem kleinen Boot gut unten durch. Ein gutes Augenmaß und viel Erfahrung hat der Mann. Denn es war dann am Ende doch sehr knapp.
Irgendwann sind wir fast überrascht, in Banavie einzulaufen. So schnell ist das gegangen. Wir legen an – perfekt – auf anhieb wunderbar – Peter kann es ja doch noch.
Danach gehen wir entlang der Neptune Stairs und bestaunen die Schiffe, die über acht Schleusen 450 Meter Länge insgesamt 25 Meter hinauf, oder hinab geschleust werden. Wir sehen, wie ein Segelboot den Mast umlegt um unter der Brücke hindurch zu kommen. Weiter Richtung Fort Williams und dann auf das offene Meer. Sehnsüchtig schaue ich dem Boot nach. Denn für uns ist in Fort Williams bzw. am Kanalende leider Schluss. Wir dürfen mit unserem Tucker Kahn leider nicht weiter, da die Gezeiten auf der Bucht sehr stark sind und unser Boot dafür nicht gebaut ist, und auch weil man ab hier nun das Küstenpatent bräuchte um weiter zu fahren.
Wir gehen auf ein sehr spätes Mittagessen, trinken unseren wohlverdienten Manöverschluck und verbringen einen netten Abend in Banavie und unserem Boot. Hier entstehen auch die ersten Zeilen dieses Artikels auf meinem Mac Book.
“Working from any place in this beautiful world.” Ich habe einfach den besten Job der Welt.
Den ersten Tag in Banavie verbrachten wir mit Auto nachholen und einem schönen Ausflug nach Nevis Ranch der Glenfinnan Brücke und einer schönen Tour, entlang der Jacobite Steam Train Strecke bis hinauf nach Mallaig.
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Der höchste Berg Britanniens. Der Ben Nevis im Abendrot.
Einer der schönsten Strecken, die wir bisher gesehen haben. Artikel folgt.
Essen in Banavie
Viel Restaurants hat es nicht wirklich in Banavie. Wer mehr Auswahl möchte, begibt sich am Besten in das ca 7 Meilen entfernte Fort Williams.
The Moorings Hotel
Hier, direkt bei den Neptun Schleusen jedoch, befindet sich ein ausgesprochen gutes Restaurant. Im The Moorings Hotel befindet sich ein nettes Bistro. Empfehlenswert sind die Tagessuppen, immer frisch und einfallsreich. Auch der Angus Pie ist zu empfehlen. Diese Spezialität erinnert an ein Rindergulasch in einer Semmel serviert. Sehr lecker.
The Lochy
An den Neptun Schleusen hinab, über der A830 befindet sich noch das The Lochy und ein weiterer kleiner Fussmarsch das beliebte Sammy’s Fish & Chip Shop. Beides einfach aber qualitativ und preislich gut.
Warum man besser nicht experimentiert!
Heute fahren wir wieder retour in Richtung Fort Augustus. Unser nächster Stopp, bevor wir dann als Krönung unserer Bootstour nach Loch Ness weiterfahren.
Es ist Dienstag und es sind plötzlich merklich mehr Boote, die uns auf unserem Weg entgegen kommen. Auch die Schleuse ist gut besetzt. Aber auch diese Hürde nehmen wir mit Bravour.
Nach weiteren 2 Stunden sind wir wieder in Laggan, unserem Ausgangspunkt, wo eine weitere Schleuse auf uns wartet.
Das Prozedere ist immer ähnlich. Das Boot wird hineingepumpt. Man steht doof da, hält die Leinen und wartet, bis sich die gegenüberliegende Schleuse wieder öffnet. Dann werden die Leinen wieder eingeholt und man fährt raus. Fertig. Eigentlich kein Ding.
Gefährliches Brücken Manöver
Doch dann ist die Aberchander Swing Bridge unbesetzt und wir haben keine Ahnung ob wir da durch passen, oder ob der Swing Bridge Wärter da ist, oder wer uns diese Brücke aus dem Weg räumt. Irgendwann fahren wir mit Schneckentempo ganz nah heran und unser Augenmaß sagt uns – da passen wir durch. Haarscharf, maximal 30 cm Platz sind zwischen Brücke und unserem Bootsdach.
Dann stehen wir vor der nächsten Schleuse und müssen länger warten. Die Schleuse ist geschlossen und irgendwann sehen wir, dass da eben ein anderes Schiff gerade ausgeschleust wird.
Warten macht mich immer hibbelig. Mir ist furchtbar fad. Irgendwann ist die Schleuse frei und wir fahren hinein. Dann der erste Anschiss. Wir hätten vor der Swinging Bridge warten sollen! Uj. Ok. Das Wasser plätschert aus der Schleuse. Jetzt geht es zur Abwechslung mal wieder hinunter. Mich langweilt das Prozedere und ich versuche zu optimieren. Das Seil geschickt in Schlangenlinie über die Klampe, lässt sich das ganze etwas bequemer erledigen.
Ungewolltes Frau über Bord Manöver
Das versuche ich dann Peter meine neuste Entdeckung zu zeigen. Er steht am Heck unseres Bootes und sieht zu mir rüber. Ich bücke mich um ihm zu zeigen, wie toll ich die Leine gelegt habe und das ist das letzte an was ich mich erinnern kann. Bücken, mit dem linken Fuß am Seil hängen bleiben. nach vorne stolpern und schon stütze ich mich an der Schleusenmauer ab.
Gaaaanz schlechte Idee. denn das Boot bewegt sich nun in Richtung Mitte der Schleuse, weil ich es mit dem Körpergewicht von der Mauer weg drücke. Ich versuche irgendwie wieder zurück zu bewegen und dann – platsch und ich lande im Wasser zwischen Bug und Schleusenmauer.
Nix wie weg sollte ich denken. Nein ich versuche – an den Leinen irgendwie wieder hoch zu hangeln. Falsche Entscheidung. das Boot schwankt in meine Richtung. Es wird enger zwischen Schleusenwand und Boot Bug. Irgendwann checke auch ich, dass ich weg vom Boot muss.
Also schwimme ich rund um das Boot. Die Kleider saugen sich voller Wasser, ich kann mich in der doofen Schwimmweste kaum bewegen.
Nun, relativ in Sicherheit finde ich das ganze irgendwie urkomisch und muss lachen. Gerade als ich „Peter hole die Kamera“ rufen möchte, erscheint der Schleusenwart hinter Peter, der gerade bemüht ist, mir den Rettungsring nicht auch noch auf den Kopf zu werfen. Ich paddle zum Heck und irgendwann schnappen mich zwei starke Männerhände. Der Schleusenwart und Peter ziehen mich wie ein nasser Sack auf das Boot.
Bei jedem Sturz – schnell wieder aufs “Pferd”
Hier Röttchen, frisch gebadet aber wieder trocken.
Schnell aus der nassen Wäsche, in die neue gehüpft und nicht nachdenken. Wir fahren weiter zur nächsten Schleuse. Peter meint ich solle nun den Teil im Heck übernehmen. Doch ich weiss: Wenn ich jetzt das Manöver nicht nochmal durchmache, dann werde ich ewig und drei Tage Angst haben, vorn am Bug zu stehen. Diesmal geht alles gut.
Die Schleusenwart auf der Kyra Lock schaut etwas irritiert, weil ich noch nasse Haare habe und die Schwimmweste über der trockenen Kleidung tropft.
“Mit Dir wird es echt nie langweilig!”
Für das Tragen der Lifevests verschenkt sie selbstklebende Sternchen, denn nicht jeder trägt gerne die unbequemen Weste und ich picke mir das Sternchen auf die Stirn. Jetzt ist sie sichtlich verwirrt. Schnell erkläre ich ihr was mir vor ca 20 Minuten passiert ist. Sie schaut Peter an, als wäre er der Schlächter von London und meint ganz entrüstet „ Und da lässt ER sie weiterfahren? Ohne Pause?! Ich muss innerlich so lachen. Nicke aber und mime die traurig tapfere.
Peter erntet nun böse Blicke – ich lach mich schon wieder halb kaputt.
“Mit Dir wird es echt nie langweilig!” meint Peter am Abend, als wir in Fort Augustus beim Abendessen sitzen. Und dann gesteht er mir: „ Als du da so in der Schleuse gepaddelt bist mit deinem Lachkrampf, hätte ich gerne ein Foto gemacht. Aber ich hatte Angst, dass das dann das letzte Foto in unserer Beziehung gewesen wäre…” Jetzt lachen wir wie die irren, als ich ihm sage, dass auch ich die selbe Idee hatte.
Kaputte Schleuse in Fort Augustus
© Richard Elliot
Fort Augustus ist nicht nur von Touristen gesteckt voll. Auch sehr viele Boote warten darauf über die Neptun Treppe hinunter in das Loch Ness zu gelangen. Wir haben ein Riesenglück noch ein kleines Stückchen am Steg zu ergattern in dem wir das Boot festmachen können.
Wir spazieren an den Schleusen entlang, bunkern neue Lebensmittel und erfahren, dass eines der Schleusentore ein Problem hat. Darum sind Taucher im Schleusenkanal, um das Problem zu finden. Das bedeutet, die schleuse ist nur vormittags offen.
Der Schleusenwärter meint, es wäre nicht empfehlenswert sich hinab schleusen zu lassen, weil die Schlange der Schiffe, die auf Loch Ness warten mittlerweile sehr lang ist. Weil wir das Boot in 36 Stunden schon wieder abgeben müssen, beschließen wir schweren Herzens, diesen Part auszulassen.
Loch Ness – völlig überbewertet – Tagesausflug ausreichend
Loch Ness – Gelungene Marketing Strategie
Im nachhinein bin ich ganz froh darüber. Denn Loch Ness ist es eigentlich gar nicht wert, hier ein Risiko einzugehen. Das Nessie Marketing zieht viele Touristen an. Was bleibt sind zumindest im August, überfüllte Unterkünfte, Busweise Chinesen und Touristischer Nepp an jeder Ecke. Wir waren mit dem Auto unterwegs. Ausser der pittoresken Urquhart Ruine hat Loch Ness in meinen Augen nichts, was es Wert wäre, es zu besuchen. Auf unserer Reise haben wir weit attraktivere Lochs gesehen und können auf Nessie herzlich verzichten.
Einzig, die Schleuse hätte ich gerne bewältigt. Die hätte ich gerne an Board erlebt.
Auf dem Weg retour nach Laggan haben wir noch einige schöne Ausflüge gemacht, bevor wir mit dem Auto dann wieder retour nach Edinburgh fuhren und unsere letzte Nacht – mit stinkendem Gepäck und der letzten frischen Unterhose im altehrwürdigen Waldorf Astoria “The Caledonian” verbrachten. Ein Hotel, dass ihr euch zumindest einmal ansehen solltet. Aber das ist eine andere Geschichte.
Fazit: Der Caledonian Channel ist ein Erlebnis für Naturfreunde und Camping Begeisterte, die kein Problem haben, eine Woche in einem Boot zu verbringen. Man kann jedoch viele Attraktionen, die sich ganz in der Nähe des Kanals befinden, nicht mit dem Boot ansteuern. Man benötigt ein Taxi, einen Bus, oder wie wir es gemacht haben, ein Mietwagen. Zeitlich finde ich eine Woche auf dem Kanal auch ausreichend. Loch Ness ist langweilig.
Tipp: Eine Woche Rundreise mit dem Auto und eine Woche Kanal Schippern wäre die ideale Urlaubskombi für einen erlebnisreichen Schottland Aufenthalt.
Hier noch eine Bildstrecke unserer Ausblicke auf den Caledonian Channel:
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Vorbei an den ganz ganz großen
Schleusenidylle
Unsere Mountain Star vor dem Fort Williams
Viele Schiffe untererwegs
Kielwasser
Sogar Plätze zum Grillen an den Schleusen.
Alle Reisetipps findest du auf unserem LEITARTIKEL SCHOTTLAND
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Mit LeBoat in Schottland - Caledonian Canal unser Reisebericht über das Hausboot Arbenteuer #schottland #hausbooturlaub #leboat #caledonian Channel Caledonian Canal- Fluss der neunundzwanzig Schleusen Von Laggan, direkt am Kanal beginnt unser Abenteuer Schottland. Unser Boot ist eine kleine Motorjacht, 10 Meter lang, Spitzengeschwindigkeit maximal 10 miles/ hour, wenn der Wind von hinten kommt.
Kreuzfahrten auf Polens Flüssen: außergewöhnliche Reiseerlebnisse und hoher Komfort
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Reisen schafft Erinnerungen, die unter die Haut gehen
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Eine Reise schafft viele unvergessliche Momente, die unter die Haut gehen. Diesen Gedanken hat Aida kreativ weiterentwickelt und damit eine beeindruckende und emotional packende Kampagne mit Tattoo-Motiven rund ums Reisen kreitert. Wir sind begeistert! document.write(”); Sponsored Post
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Reisen geht unter die Haut - Und dieses Video auch
Reisen geht unter die Haut – Und dieses Video auch
“Geh auf die Reise – und pack Neugier ein” (lt. Zitat/Video), so die Aussage dieses wundervollen Videos von Aida als Inspiration sich sofort auf den Weg zu machen. Während eine eindringliche, angenehme Stimme davon erzählt, die eigenen Grenzen frei zu lassen und wie mächtig Freiheit sein kann, wird das Auge über die Haut eines Körpers gelenkt. Tattoos, die wie Straßen an Berggipfeln, Denkmälern,…
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